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Dargeçit (aramäisch ܟܪܒܘܪܢ Kerburan), ehemals Kerboran, auch Kfar Boran, ist eine Stadt und zugleich der Name eines Landkreises in der türkischen Provinz Mardin in Südostanatolien. Die Stadt, deren türkischer Name Enger Durchgang bedeutet, liegt an einem Hügel.

Dargeçit
Wappen fehlt
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Dargeçit (Türkei)
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Basisdaten
Provinz (il): Mardin
Koordinaten: 37° 33′ N, 41° 43′ OKoordinaten: 37° 32′ 45″ N, 41° 43′ 28″ O
Höhe: 900 m
Einwohner: 14.700[1] (2010)
Telefonvorwahl: (+90) 482
Postleitzahl: 47750
Kfz-Kennzeichen: 47
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Bürgermeister: Zeynep Sipçik (BDP)
Website:
Landkreis Dargeçit
Einwohner: 27.828[1] (2010)
Fläche: 539 km²
Bevölkerungsdichte: 52 Einwohner je km²
Kaymakam: Adem Ünal
Website (Kaymakam):
Kerboran

Inhaltsverzeichnis

LageBearbeiten

Dargeçit liegt im Nordosten der Provinz und grenzt an die Provinzen Batman, Siirt und Şırnak. Yayvantepe liegt etwa 87 km östlich der Provinzhauptstadt Mardin und 21 km südöstlich von Midyat. Weitere Ortschaften sind wie folgt verteilt – Entfernungen sind angegeben für befahrbare Routen, bzw. in Klammern für die Luftlinienentfernung:

Hasankeyf
63 km (33 km)
Arıca
34 km (25 km)
 
Anıtlı
20 km (12 km)
Öğündük
48 km (23 km)
Cizre
74 km

BevölkerungBearbeiten

Die Stadt Dargeçit hat 14.700 und der Landkreis 27.828 Einwohner (Stand 2010). Ursprünglich ein christlicher syrisch-orthodoxer Ort, wird Dargeçit heute überwiegend von Kurden bewohnt.

GeschichteBearbeiten

Vor dem Völkermord an den Armeniern lebten Kurden, Armenier und Aramäer in der Ortschaft. Bis zur Ermordung von Andreas Demir Lahdik, dem Bürgermeister, im Jahre 1979, lebten weiterhin Aramäer in Dargecit. Heute leben von vor allem Kurden in Dargecit. Nach dem Ende der Friedensverhandlungen zwischen der PKK und der Türkei kam es zu Kämpfen in Dargecit. 100 Häuser sollen zerstört worden sein.[2] Am 11. Dezember 2015 wurde eine Ausgangssperre ausgerufen, die nach 19 Tagen am 30. Dezember 2015 aufgehoben wurde.[3]

PolitikBearbeiten

Bei den Kommunalwahlen 2014 wurden Zeynep Şipçik und Sinan Akan von der Barış ve Demokrasi Partisi mit 60 % der Stimmen zu Co-Bürgermeistern gewählt. Am 31. März 2016 wurde Şipçik festgenommen. Am 11. September 2016 wurde ein Zwangsverwalter eingesetzt.[2]

PersönlichkeitenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Türkisches Institut für Statistik (Memento vom 5. Dezember 2012 im Webarchiv archive.is), abgerufen am 22. Januar 2012
  2. a b HDP: Detained Kurdish Co-Mayors. (PDF) S. 7, abgerufen am 19. August 2018 (englisch).
  3. Residents of Turkish town inspect damage after 19-day curfew lifted. (yahoo.com [abgerufen am 19. August 2018]).