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Dannhausen (Bad Gandersheim)

Stadtteil von Bad Gandersheim

Dannhausen ist ein Ortsteil von Bad Gandersheim im niedersächsischen Landkreis Northeim.

Dannhausen
Koordinaten: 51° 51′ 59″ N, 10° 6′ 10″ O
Höhe: 192 m
Einwohner: 276 (Apr. 2010)
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 37581
Vorwahl: 05382
Dannhausen (Niedersachsen)
Dannhausen

Lage von Dannhausen in Niedersachsen

St. Martin, Dannhausen (2007)
Wetterfahne St. Martin (2008)
Kopfstein Dannhausen (2007)
Meilenstein Dannhausen (2009)

GeographieBearbeiten

Der Ort liegt circa 6 km östlich von der Stadtmitte Bad Gandersheims an der B 64. Zur Feldmark Dannhausen gehören die Erhebungen Klei und Wausterberg. Beide gehören zum Höhenzug Heber.

GeschichteBearbeiten

Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes stammt aus dem Jahre 1007, als Bischof Bernward von Hildesheim dem Stift Gandersheim den Besitz von 23 Orten bestätigte, darunter Dannhausen. Aus der Ortsnamenendung auf -hausen lässt sich ableiten, dass das Dorf älter ist. Die Orte mit den Endungen auf -husen/ oder -hausen werden in die Zeit vom 5. bis zum 9. Jahrhundert datiert. Sie sind jünger als solche mit den Endungen -ade und -ahe, wie die Nachbardörfer Engelade und Bilderlahe (vor dem 5. Jahrhundert), aber älter als die Orte mit den Endungen auf -rode, wie Ellierode, Wolperode oder Wrescherode (10. bis 11. Jahrhundert). Der Name des Ortes lautete 1007 Dandanhusi, 1229 Dandenhusen und 1524 Dannenhusen. Die erste Silbe (Dann-) von Tannen abzuleiten ist zweifelhaft, weil es in der Gründungszeit des Ortes im Vorharzgebiet weder Tannen- noch Fichtenwälder gegeben hat. Möglich ist die Ableitung von einem nicht mehr bekannten Personennamen (vgl. Ackenhausen).[1]

Am 1. März 1974 wurde Dannhausen in die Stadt Bad Gandersheim eingegliedert.[2]

PolitikBearbeiten

Ortsvorsteher ist Harald Hausmann.

SehenswertesBearbeiten

Südöstlich des Dorfes befindet sich der Kopfstein, auch Vierämterstein genannt. Er markiert den Punkt der Grenze der ehemaligen Ämter Gandersheim, Westerhof, Staufenburg und Seesen des Königreiches Hannover. Die Ämter wurden nach der Annexion des Königreichs Hannover durch Preußen aufgelöst und in Kreise umgebildet. (vgl. Amt (Kommunalrecht))

Zum Dorf gehört ein Meilenstein in Form eines Obelisken an der B64 Richtung Seesen aus Braunschweiger Zeit. Er zeigt die Entfernung in Meilen nach Seesen (1 Meile) und Höxter (9 1/4 Meilen). Eine Land- oder Postmeile entspricht etwa 7500 Meter.[3]

KircheBearbeiten

Dannhausen gehört zum Pfarrverband Herrhausen, Dannhausen, Engelade.[4] Die St.-Martin-Kirche im Ort stammt aus dem 11. Jahrhundert und diente als Vorposten des ehemaligen Klosters in Gandersheim. Die Wetterfahne auf der Kirchturmspitze ziert ein Schaf mit einer Fahne als Wappen der Gemeinde.[5]

VereineBearbeiten

  • Freiwillige Feuerwehr Dannhausen, Ortsbrandmeister ist Tobias Uhde
  • Gymnastikgruppe Dannhausen
  • Concordia Dannhausen

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Gerhard Meyer: Dannhausen. VWN Verlag, Mannheim 1994, ISBN 3-910085-12-1
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 269.
  3. Forschungsgruppe Meilensteine
  4. Kirchengemeinden Herrhausen, Dannhausen, Engelade: Wir stellen uns vor!
  5. Kirchengemeinden Herrhausen, Dannhausen, Engelade: Geschichte der Kirche und des Ortes Dannhausen