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Dankersen ist ein östlich des Wasserstraßenkreuzes gelegener Stadtteil von Minden in Nordrhein-Westfalen, direkt an der Landesgrenze zu Niedersachsen.

Dankersen
Stadt Minden
Koordinaten: 52° 17′ 30″ N, 8° 57′ 55″ O
Höhe: 44 m ü. NN
Fläche: 5,56 km²
Einwohner: 4983 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 896 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 32423
Vorwahl: 0571
Karte
Lage von Dankersen in Minden
Dankerser Kirche

GeographieBearbeiten

Dankersen wird durch die Bahnstrecke Hannover–Minden in zwei Teile gespalten, die durch eine Unterführung miteinander verbunden werden. Das Viertel besitzt einen alten Dorfkern mit eigener Kirche, die 2006 restauriert wurde. Es bestehen noch viele alte Fachwerkhäuser aus dem 19. und 20. Jahrhundert, die teilweise noch in einem sehr guten Zustand sind. Ebenfalls gibt es in Dankersen noch ca. zehn Bauernhöfe, von denen drei Vollerwerbshöfe sind (Stand 2006). Nördlich des Mittellandkanals liegt der Hasenkamp, ein Ortsteil Dankersens, der aus einer alten Bauerschaft hervorgegangen ist.[2]

GeschichteBearbeiten

Der früher selbstständige Ort wurde urkundlich Ende des 11. Jahrhunderts als Stammsitz der Familien Dankersen (Thancwardessen) erstmals erwähnt. 1390 wurde das Dorf Dankersen vom Mindener Bischof Otto III. von Schalksberg an Nikolaus von Hilwardingshausen (Hilferdingsen) verpfändet[3]. Die aus roten Backsteinen erbaute Dorfkirche (St. Peter und Paul) wurde 1860 anstelle einer zu klein gewordenen Dorfkapelle errichtet. Ursprünglich ein typisches ostwestfälisches Dorf, geprägt durch die Landwirtschaft, wurde Dankersen am 1. Januar 1973 eingemeindet.[4] Einige alte Fachwerkhäuser sind noch erhalten.

SportBearbeiten

Dankersen ist die Heimat des Handball-Bundesligisten GWD Minden.

InfrastrukturBearbeiten

Der Mittellandkanal führt durch Dankersen, des Weiteren sind viele der Hauptstraßen vor kurzem erst saniert worden.

VerkehrBearbeiten

Der Haltepunkt Dankersen befand sich an der Bahnstrecke Nienburg–Minden. Dieser wird aber nicht mehr bedient. Alle Züge passieren Dankersen ohne Halt.

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Einwohnerstatistik der Stadt Minden (Memento vom 28. April 2015 im Internet Archive) abgerufen 13. Oktober 2014.
  2. Die Bauerschaften der historischen Vogtei Übernstieg (1787)
  3. Eintrag zu Stammsitz Dankersen in der wissenschaftlichen Datenbank „EBIDAT“ des Europäischen Burgeninstituts.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 326.