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Horst Bredemeier

deutscher Handballtrainer und -funktionär
Horst Bredemeier
Horst Bredemeier

Horst Bredemeier am 26. Juli 2008 vor einem Länderspiel

Spielerinformationen
Spitzname „Hotti“
Geburtstag 31. März 1952
Geburtsort Minden, Deutschland
Staatsbürgerschaft DeutscherDeutscher deutsch
Körpergröße 1,85 m
Vereinsinformationen
Verein GWD Minden GWD Minden
Vereine als Trainer
  von – bis Verein
1979–1982 DeutschlandDeutschland TSV Grün-Weiß Dankersen
1982–1989 DeutschlandDeutschland Deutschland (Junioren)
1982–1983 DeutschlandDeutschland TBV Lemgo
1983–1989 DeutschlandDeutschland TuRU Düsseldorf
1989–1992 DeutschlandDeutschland Deutschland

Horst Bredemeier (* 31. März 1952 in Minden) ist ein deutscher Handballfunktionär und ehemaliger Handballtrainer sowie Handballspieler.

SpielerBearbeiten

Bredemeier war als Spieler in der Oberligamannschaft von Grün-Weiß Dankersen aktiv.[1]

TrainerBearbeiten

Während der Saison 1978/79 löste er bei Grün-Weiß Dankersen den Kroaten Vinko Dekaris als Trainer ab und ist damit der bis heute jüngste Vereinstrainer aller Zeiten. Am Ende der Saison stand mit dem DHB-Pokalsieg auch gleich einen ersten großen Erfolg. Nach der Saison 1980/81 stieg er mit GWD jedoch in 2. Bundesliga ab. Nach dem direkten Wiederaufstieg wechselte Bredemeier zum Zweitligisten TBV Lemgo und verabschiedete sich nach nur einer Saison ebenfalls mit dem Aufstieg. Er schloss sich Zweitligist TuRU Düsseldorf an, mit dem er ebenfalls auf Anhieb in die Bundesliga aufstieg. Somit war es Bredemeier gelungen, in drei aufeinanderfolgenden Spielzeiten mit drei verschiedenen Vereinen in die Bundesliga aufzusteigen. Da mit Düsseldorf dann auch noch ein beachtlicher sechster Platz in der Bundesliga heraussprang, wurde Bredemeier 1985 zum ersten Mal zu Deutschlands Handball-Trainer des Jahres gekürt.

1989 gelang Bredemeier mit einem kleinen Spielerkader der größte Erfolg als Trainer, als er mit TuRU Düsseldorf den IHF-Europapokal im letzten deutsch-deutschen Handballduell auf internationaler Vereinsebene gewinnen konnte.

Von 1982 bis 1989 war er zudem Trainer der deutschen Junioren-Nationalmannschaft. Im März 1989 wurde er Bundestrainer des Deutschen Handballbundes (DHB) für die Handball-Nationalmannschaft der Männer und blieb es bis zum August 1992. In dieser Funktion wurde Bredemeier drei weitere Male (1989–1991) zu Deutschlands Trainer des Jahres gewählt. Nach einem enttäuschenden zehnten Platz bei den olympischen Spielen 1992 in Barcelona, trat er jedoch zurück.

Als langjähriger Manager der Bundesliga-Mannschaft in seiner Heimatstadt Minden beendete er 2017 seine aktive Funktionärstätigkeit und dient seitdem als Berater im Umfeld des Vereins.

FunktionärBearbeiten

Nach 1992 war er als Manager und Berater mehrerer Bundesliga-Vereine sowie als Fernseh-Co-Kommentator tätig. Innerhalb des DHB hatte er von 2002 bis 2013 die Obhut über den Leistungssport Handball und war ehrenamtlich als DHB-Vizepräsident für Leistungssport tätig. Zudem ist er seit 1997 Manager und seit 2006 auch Erster Vorsitzender seines Heimatvereins GWD Minden.

PrivatesBearbeiten

Horst Bredemeier war Postbeamter, ist geschieden und Vater von drei Kindern.

KritikBearbeiten

Im April 2007 geriet er in öffentliche Kritik, da die Vergabe der Ticket-Vermarktungsrechte für die Handball-WM 2007 an ein Schweizer Unternehmen erfolgte, dessen Präsident eng mit Bredemeier befreundet ist. Das Unternehmen verkaufte die für 300.000 € erworbenen Rechte nur wenige Tage später für 1,5 Millionen € weiter.[2] Bredemeier äußerte hierzu, er sei in diesen Vorgang nicht eingebunden gewesen.

Erfolge als TrainerBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Horst Bredemeier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Horst Bredemeier im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
  2. Der Spiegel vom 5. April 2007, Dubioser Ticket-Deal vor der Handball-WM