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Constanze Stelzenmüller

deutsche Journalistin
Constanze Stelzenmüller (2011)

Constanze Stelzenmüller (* 1962 in Bonn) ist eine deutsche Juristin, Politikwissenschaftlerin und Publizistin.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

An den Universitäten Bonn und Genf studierte Stelzenmüller von 1979 bis 1985 Rechtswissenschaft. Als McCloy-Stipendiatin der VolkswagenStiftung erwarb sie an der Kennedy School of Government der Universität Harvard den Master in Public Administration (1988); anschließend forschte sie als Gastwissenschaftlerin an der Harvard Law School (1988–89). Mit einer Arbeit über Direkte Demokratie in den Vereinigten Staaten wurde sie an der Universität Bonn zur Dr. iur. promoviert.[1] Nach einem Volontariat (1992–93) beim Tagesspiegel wurde Stelzenmüller 1994 Redakteurin der Zeit, wo sie schwerpunktmäßig über Menschenrechte, Flüchtlingsdramen und die UNO berichtete sowie über afrikanische Konflikte wie Ruanda, Kongo und Eritrea/Äthiopien. Ab 1998 schrieb sie über NATO, Europäische Verteidigungs- und Sicherheitspolitik, militärische Interventionen in Kosovo und Afghanistan, Terrorismus, Irak, internationale Kriegsverbrecher-Tribunale, deutsche Außenpolitik und deutsch-amerikanische Beziehungen.

2002 war sie Fellow am Remarque Institute der New York University, 2003 als Fellow des German Marshall Fund am Grinnell College in Iowa. Von April bis Juni 2004 war Stelzenmüller Fellow am Woodrow Wilson International Center for Scholars in Washington, DC. Im Juli 2005 übernahm Stelzenmüller die Leitung des Berliner Büros des German Marshall Fund. Von 2009 bis 2014 war sie dort Senior Transatlantic Fellow.

Im Juni 2014 gab die Robert-Bosch-Stiftung bekannt, dass Stelzenmüller ab November 2014 als Senior Fellow an der Brookings Institution forschen wird.[2]

Als Nachfolgerin von Theo Sommer ist Stelzenmüller seit 2007 zudem Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirates der Deutschen Stiftung Friedensforschung. Zudem war sie von 2009 bis 2012 ehrenamtliche Vorsitzende der deutschen Sektion von Women in International Security (WIIS.de)[3]. Sie ist Mitglied des Beirats der Evangelischen Akademie Berlin-Brandenburg, Fellow der Royal Swedish Society for War Sciences und Governor der Ditchley Foundation. 2013 war sie, gemeinsam mit Markus Kaim, Leiterin des Projekts Neue Macht – Neue Verantwortung der Stiftung Wissenschaft und Politik.

Essays und Artikel von ihr sind in den Brussels Forum Papers des GMF[4] erschienen, sowie in Foreign Affairs[5], Internationale Politik[6], der Financial Times[7], der International Herald Tribune[8] sowie der Süddeutschen Zeitung.

PositionenBearbeiten

In einem Radiointerview mit dem Deutschlandfunk am 20. Mai 2011 beurteilte sie eine Rede Barack Obamas wegen dessen Vergleichs der arabischen Demokratiebewegung mit der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung im 18. Jahrhundert ausgesprochen wohlwollend.[9]

Zur Diskussion um das Gedicht Was gesagt werden muss von Günter Grass äußerte sie, dass es schon immer eine „unschöne“ antizionistische Tendenz der europäischen Linken, inklusive der deutschen Linken, gebe. Moderne Denker der „linken Mitte“ würden das bedauern.[10]

EinzelnachweiseBearbeiten

WeblinksBearbeiten