Christoph Ringk

deutscher Fußballspieler

Christoph Ringk (* 14. März 1960 in Wittenberge) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und -trainer.

Christoph Ringk
Personalia
Geburtstag 14. März 1960
Geburtsort WittenbergeDDR
Größe 183 cm
Position Abwehrspieler
Junioren
Jahre Station
1968–1971 SG Dynamo Frankfurt
1971–1978 FC Vorwärts Frankfurt
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1978–1981 FC Vorwärts Frankfurt 29 0(1)
1981–1982 BSG Halbleiterwerk Frankfurt 0(–)
1982–1992 BSG/BSV Stahl Brandenburg 161 0(3)
Stationen als Trainer
Jahre Station
1994–1995 BSV Stahl Brandenburg
1996–2004 SV Kloster Lehnin
2005– Brandenburger SC Süd 05
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Sportlicher WerdegangBearbeiten

Christoph Ringk begann 1968 seine Laufbahn im Nachwuchsbereich der SG Dynamo Frankfurt. Mit der Versetzung des FC Vorwärts Berlin nach Frankfurt (Oder) wurde der Nachwuchsspieler im Jahr 1971 in den FC Vorwärts Frankfurt eingegliedert.

Beim sechsfachen DDR-Meister konnte sich Ringk ab 1980 in der ersten Mannschaft, für die er 29 Spiele in der DDR-Oberliga bestritt, vorerst etablieren. 1981 wurde er jedoch überraschend zur BSG Halbleiterwerk Frankfurt in die zweitklassige DDR-Liga delegiert. Grund für die Suspendierung aus dem Armeesportklub waren Ringks Kontakte zur Westverwandtschaft, bereits 1974 hatte der Club gegen den Vorwärts-Spieler Peter Zierau ähnlich rigide verfahren.[1] 1982 wechselte Ringk innerhalb der DDR-Liga zur BSG Stahl Brandenburg, die er 1984 in die DDR-Oberliga führte. Bei Stahl Brandenburg stieg Ringk zum Kapitän und Führungsspieler auf. Höhepunkt mit dem klaren Außenseiter Stahl Brandenburg war das Erreichen des UEFA-Cups in der Spielzeit 1986/87, in der Ringk über Coleraine FC gegen den späteren UEFA-Cup Sieger IFK Göteborg die zweite Runde erreichte.

1991 qualifizierte sich Ringk mit Stahl Brandenburg noch vor den etablierten ostdeutschen Clubs des 1. FC Magdeburg und FC Berlin für die 2. Fußball-Bundesliga, in der er aber nur noch zwei Einsätze hatte. Knieprobleme trotz mehrerer Operationen zwangen ihn 1992 zum Aufhören.

Der ausgebildete Physiotherapeut wechselte auf den Trainerstuhl und war nach kurzer <zit in seinem Verein von 1996 bis 2004 für den Landesligisten SV Kloster Lehnin verantwortlich, später trainierte er den Verbandsligisten Brandenburger SC Süd.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Hanns Leske: „Vorwärts – Armee-Fußball im DDR-Sozialismus“ Aufstieg und Fall des ASK/FC Vorwärts Leipzig/Berlin/Frankfurt. Verlag Die Werkstatt, 2009, ISBN 978-3-89533-647-8, S. 188 ff.: Leske schildert in seinem Buch den Fall Peter Zierau, der im Sommer 1974 wegen "unerwünschter Kontakte" zu Westberliner Personen aus dem FC Vorwärts sowie der NVA entlassen wurde. Fortan für sämtliche Fußballclubs und BSG-Oberliga-Teams gesperrt, setzte Zierau seine Laufbahn beim benachbarten Zweitligisten BSG Stahl Eisenhüttenstadt vorläufig fort.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten