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Carlos Boozer

US-amerikanischer Basketballspieler
Basketballspieler
Carlos Boozer
Carlos Boozer.jpg
Spielerinformationen
Voller Name Carlos Austin Boozer junior
Geburtstag 20. November 1981
(37 Jahre und 22 Tage)
Geburtsort Aschaffenburg, Deutschland
Größe 206 cm
Position Power Forward
College Duke
NBA Draft 2002, 35. Pick, Cleveland Cavaliers
Vereine als Aktiver
2002–2004 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Cleveland Cavaliers
2004–2010 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Utah Jazz
2010–2014 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Chicago Bulls
2014–2015 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Los Angeles Lakers
2016–2017 China VolksrepublikVolksrepublik China Guangdong Southern Tigers
Nationalmannschaft1
2004–2008 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 21 Spiele[1]
1Stand: 07.09.2009

Carlos Austin Boozer junior (* 20. November 1981 in Aschaffenburg, Deutschland) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Basketballspieler, der 13 Jahre in der NBA spielte. Zuletzt spielte Boozer in der chinesischen CBA für die Guangdong Southern Tigers. Er ist 2,06 m groß und spielte auf der Position des Power Forwards. Boozer war bekannt für seine Rebound-Stärke sowie für seine hohe Trefferquote bei Würfen aus dem Feld.

Inhaltsverzeichnis

KarriereBearbeiten

Boozer, Sohn eines in Deutschland stationierten Soldaten, wuchs in Juneau (Alaska) auf und galt dort als außerordentlich talentierter Highschool-Basketballspieler. Nach dem Gewinn der NCAA Division I Basketball Championship mit der Duke University unter Trainer Mike Krzyzewski verließ er die Blue Devils nach seinem Junior-Jahr, um sich zur NBA-Draft anzumelden.

Boozer wurde bei der NBA-Draft 2002 in der 2. Runde an 35. Stelle von den Cleveland Cavaliers ausgewählt. 2003 wurde er für seine Leistungen im ersten Profijahr in das NBA All-Rookie Second Team berufen. In seinem zweiten NBA-Jahr wurde er Teamkollege von LeBron James. Boozer etablierte sich als Starter bei den Cavaliers und kam in seinem zweiten Jahr auf 15,5 Punkte, 11,4 Rebounds und 2,0 Assists pro Spiel. 2004 wechselte er dann zum Utah Jazz. Dieser Wechsel führte zu einer öffentlich geführten Kontroverse, da Boozer den Cavaliers angeblich eine mündliche Zusage für ein weiteres Jahr (zu unveränderten finanziellen Konditionen) gegeben hatte. In den ersten beiden Jahren verpasste Boozer auf Grund von Verletzungen zahlreiche Spiele. Erst in der Saison 2006/07 startete er durch. Er bildete mit Deron Williams eines der besten One-Two-Punch-Duos der Liga und legte 20,9 Punkte, 11,7 Rebounds und 3,0 Assists pro Spiel auf. 2007 wurde Boozer ebenfalls erstmals für die Teilnahme am All-Star-Game berufen, an welchem er jedoch auf Grund einer Verletzung nicht teilnehmen konnte. Er erreichte in den folgenden Playoffs mit Utah die Finalserie der Western Conference. 2008 wurde Boozer ins All-NBA Third Team gewählt und nahm erstmals aktiv am All-Star Game teil. Er erzielte dabei 21,1 Punkte, 10,4 Rebounds und 2,9 Assists. In der Saison 2008/09 fiel er auf Grund einer Sehnenverletzung im linken Knie mehr als 3 Monate aus und wurde in dieser Zeit von Paul Millsap ersetzt. Er spielte dennoch eine produktive Saison für die Jazz und erzielte 19,7 Punkte, 11,4 Rebounds und 3,2 Assists. Nach der Saison 2009/10 wurde er Free Agent und wurde per sign-and-trade zu den Chicago Bulls geschickt, wo er einen 5-Jahresvertrag über knapp 65 Millionen Dollar unterschrieb. Er spielte vier Jahre für die Bulls. Seine Statistiken verschlechterten sich von Jahr zu Jahr. So erzielte er in der Saison 2013/14 nur noch 13,7 Punkte und 8,3 Rebounds pro Spiel. Im Sommer 2014 gaben die Bulls bekannt, dass sie Boozer mit der sogenannten Amnesty-Klausel entlassen werden.[2] Die Los Angeles Lakers konnten den Power Forward an sich binden. Dort hat er ca. 3,25 Mio. Dollar verdient. Die Restsumme seines Gehaltes wird von den Bulls weiterhin gezahlt. Boozer spielte bei den erfolglosen Lakers vorwiegend als Ersatzspieler und verzeichnete in 71 Spielen 11,8 Punkte und 6,8 Rebounds pro Spiel, seine schwächsten Werte seit seiner Rookie-Saison. Die Playoffs wurden deutlich verpasst und Boozers Vertrag bei den Lakers nicht verlängert.

Nachdem Boozer ein Jahr ausgesetzt hatte, nahm er im Juli 2016 ein Angebot aus China an und wechselte in die Chinese Basketball Association zu den Guangdong Southern Tigers.[3] Dort spielte er bis 2017. Im Dezember 2017 gab Boozer seinen Rücktritt vom Sport bekannt.

NationalmannschaftBearbeiten

Boozer war auch Teil der US-amerikanischen Auswahl, die bei den Olympischen Spielen 2004 die Bronze-Medaille gewann. Vier Jahre darauf wurde er mit der Nationalmannschaft Olympiasieger.

Auszeichnungen und ErfolgeBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  • Carlos Boozer in der Internet Movie Database. Auf: Internet Movie Database—Website; Seattle, WA, 1990–2018. Abgerufen am 11. Dezember (in Englisch).
  • Carlos Boozer auf: NBA—Website; New York, NY, 2018. Abgerufen am 11. Dezember 2018 (in Englisch).
  • Carlos Boozer auf: Basketball Reference—Website; Philadelphia, PA, 2000–2018. Abgerufen am 11. Dezember 2018 (in Englisch).
  • Carlos Boozer auf: Sports Reference—Website; Philadelphia, PA, 2000–2016. Abgerufen am 11. Dezember 2018 (in Englisch).
  • Carlos Boozer auf: Sports Reference—Website; Philadelphia, PA, 2000–2018. Abgerufen am 11. Dezember 2018 (in Englisch).
  • Carlos Boozer auf: RealGM—Website; 2018. Abgerufen am 11. Dezember 2018 (in Englisch).

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. All-Time USA Basketball Men's Roster (Memento vom 9. Januar 2010 im Internet Archive)
  2. Carlos Boozer Amnestied: Chicago Bulls
  3. Guandong Tigers land Carlos Boozer