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LebenBearbeiten

Ab 1852 studierte Bertling an der Kunstakademie Düsseldorf Malerei. Unter Leitung von Wilhelm von Schadow schuf er das erste bekannte Bild unter dem Titel Hagar und Ismael. Ein weiterer Lehrer an der Düsseldorfer Akademie war der Maler Eduard Bendemann. Ihm half er in den Jahren 1862 bis 1864 bei der Ausführung des Monumentalgemäldes Kain und Abel (Der Tod Abels), das heute im Treppenhaus des ehemaligen Naumburger Schwurgerichts hängt.[1] Bertling war Mitglied des Künstlervereins Malkasten.[2] Zu seinem Freundeskreis zählte der Tiermaler Christian Kröner. 1879 zog Bertling nach Dresden. 1898 wohnte er dort in der Inneren Altstadt in der Maxstraße 5.[3]

Werke (Auswahl)Bearbeiten

 
Junge Römerin mit Kind, 1877
  • Hagar und Ismael
  • Kain und Abel (Der Tod Abels), 1860–1864, heute Justizvollzugsanstalt Naumburg, ab 1862 Mitwirkung bei der Ausführung nach einem Karton von Eduard Bendemann
  • Ahasver, Illustration (in: Deutsches Künstler-Album[4])
  • Auferstandener Erlöser, 1869, Altarbild
  • Lorelei, 1871
  • Nacht und Morgen, 1874, allegorische Wandgemälde in Wachsfarben für das Treppenhaus der Villa Böker, Bonn
  • Junge Römerin mit Kind, 1877, der Sixtinischen Madonna nachempfunden
  • Philosoph, 1885
  • Schneewittchen und die sieben Zwerge, 1886
  • Chorfenster der Nathanaelkirche Leipzig-Lindenau, 1887[5][6]
  • Hermaphroditus und Salmacis, 1892
  • Kreuzigung Jesu, 1893, Altarfenster (Mittelfenster des Chorraums) in der Christuskirche Freital-Deuben[7]
  • Christi Versuchung, 1902, Bild in der Dorfkirche von Dresden-Schönborn
  • Diana weckt Apollo, 1910
  • Beduinenfrau auf einem Nilboot mit Ausblick auf eine Pyramide, 1911

LiteraturBearbeiten

  • Thieme-Becker, Band 3 (1909), S. 502
  • Friedrich von Boetticher: Malerwerke des 19. Jahrhunderts. Ein Beitrag zur Kunstgeschichte. Band 1, Dresden 1891–1898, S. 87 (Digitalisat)
  • Hans Paffrath (Hrsg.): Lexikon der Düsseldorfer Malerschule 1819–1918. Band 1: Abbema–Gurlitt. Herausgegeben vom Kunstmuseum Düsseldorf im Ehrenhof und von der Galerie Paffrath. Bruckmann, München 1997, ISBN 3-7654-3009-9, S. 132.
  • Berling, Karl. In: Hermann Alexander Müller: Biographisches Künstler-Lexikon. Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig 1882, S. 46 f. (Digitalisat)
  • Bertling, Karl. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die bildenden Künstler aller Zeiten und Völker. Band 10, K. G. Saur Verlag, München 1995, S. 103
  • Bertling, Karl. In: Joachim Busse: Internationales Handbuch aller Maler und Bildhauer des 19. Jahrhunderts. Wiesbaden 1977, S. 103
  • Bertling, Karl. In: Rudolf Vierhaus (Hrsg.): Deutsche Biographische Enzyklopädie. 2. Auflage, Band 1 (Aachen – Braniß), K. G. Saur Verlag, München 2005, S. 609 (Google Books)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Carl Bertling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Julia Sophie Baum, Olga Remesow: Der Tod Abels (1860–64). In: Christian Scholl, Anne-Katrin Sors (Hrsg.): Vor den Gemälden. Eduard Bendemann zeichnet. Universitätsverlag Göttingen, Göttingen 2012, ISBN 978-3-86395-083-5, S. 140 (Google Books)
  2. Bestandsliste im Portal malkasten.org, abgerufen am 12. März 2016
  3. Adolf Bothe (Hrsg.): Adressbuch von bildenden Künstlern der Gegenwart. Selbstverlag, München 1898, S. 21 (Digitalisat)
  4. Digitalisat aus: Deutsches Künstler-Album. II. Jahrgang, Verlag von Breidenbach & Co., Düsseldorf 1869
  5. Ein Tag voller Texte, Webseite im Portal mephisto976.de, abgerufen am 12. März 2016
  6. Das Kirchgebäude, Webseite im Portal nathanaelgemeinde.de, abgerufen am 12. März 2016
  7. Christuskirche Deuben und Johanniskapelle, Webseite im Portal freital.de, abgerufen am 5. März 2018