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Wachau (Sachsen)

Gemeinde im Landkreis Bautzen, Sachsen, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wachau
Wachau (Sachsen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wachau hervorgehoben
Koordinaten: 51° 10′ N, 13° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Bautzen
Höhe: 223 m ü. NHN
Fläche: 38,11 km2
Einwohner: 4276 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 112 Einwohner je km2
Postleitzahl: 01454
Vorwahlen: 03528

(Ortsteil Lomnitz: 035205)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text

Kfz-Kennzeichen: BZ, BIW, HY, KM
Gemeindeschlüssel: 14 6 25 600
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Teichstraße 4
01454 Wachau
Website: gemeinde-wachau.de
Bürgermeister: Veit Künzelmann (CDU)
Lage der Gemeinde Wachau im Landkreis Bautzen
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Über dieses Bild

Wachau (obersorbisch Wachow) ist eine Gemeinde im Südwesten des Landkreises Bautzen, Sachsen. Die Landeshauptstadt Dresden ist etwa 25 Kilometer entfernt.

Inhaltsverzeichnis

Geografie und VerkehrBearbeiten

Wachau ist eine Gemeinde in Ostsachsen, vier Kilometer nördlich von Radeberg, unweit der Alten Salz- oder Glasstraße gelegen, einer mittelalterlichen Verbindungsstraße, die einst vom böhmischen Schluckenau bis nach Leipzig, bzw. Halle führte. Wachau liegt eingebettet in eine Senke zwischen den Erhebungen des Timmelsbergs (259 m), des Orlbergs (217 m) und des Steinbergs (264 m) am Rande des Landschaftsschutzgebietes Westlausitz.

Nachbarorte und -regionenBearbeiten

Ottendorf-Okrilla Lomnitz Lichtenberg
Seifersdorf   Leppersdorf
Seifersdorfer Tal,
Liegau-Augustusbad
Feldschlößchen,
Radeberg
Landwehr

VerkehrsanbindungBearbeiten

Der 942 Einwohner (31. Dezember 2010, ohne Ortsteile[2]) zählende Ort am Saugraben liegt unmittelbar an der Bundesautobahn 4, die nächstgelegenen Anschlussstellen sind Ottendorf-Okrilla und Pulsnitz. Durch Wachau verlaufen die Kreisstraßen K 9253 und K 9254. Die Buslinie 317 des Regionalverkehrs Dresden steuert mehrere Haltestellen in Wachau an.

OrtsgliederungBearbeiten

Die Ortsteile der Gemeinde sind Feldschlößchen, Leppersdorf, Lomnitz, Seifersdorf und Wachau. Die Ortsteile tragen gemäß Sächsischer Gemeindeordnung den Status einer Ortschaft mit eigener Ortschaftsvertretung. (Wachau und Feldschlößchen bilden dabei eine gemeinsame Ortschaft). Leppersdorf und Seifersdorf schlossen sich 1994 mit Wachau (und dessen Ortsteil Feldschlößchen) zur Landgemeinde Wachau zusammen. Lomnitz wurde am 1. Januar 1998 eingemeindet.

GeschichteBearbeiten

Im Jahr 1218 wurde der Ort erstmals urkundlich als Wachowe[3] erwähnt. Der altsorbische Name bezeichnet die Siedlung als „Ort eines Vach“. Die Schreibweise des Ortsnamens änderte sich mehrfach im Lauf der Zeit, Schreibweisen wie zum Beispiel Wachow (1358), Wacho (1456), Wacha (1459) und Wache (1542) sind überliefert. Ab 1378 befand sich das Gut im Besitz der Familie von Schönfeld.

Entwicklung der EinwohnerzahlBearbeiten

Dorf Wachau (mit Feldschlößchen)Bearbeiten

Jahr 1834 1871 1890 1910 1925 1939 1946 1950 1964 1990
Einwohner 704 890 955 1358 1558 1824 1914 2109 1510 1323

Landgemeinde WachauBearbeiten

Jahr 1994 1998 1999 2000 2001 2006 2007 2009 2010 2012
Einwohner 3901 4547 4619 4651 4656 4511 4515 4448 4367 4315

Quelle der Daten von 1994–2001/2012: www.gemeinde-wachau.de

SehenswertesBearbeiten

 
Barockschloss Wachau
 
Seifersdorfer Schloss
  • Das Barockschloss Wachau befindet sich auf einer künstlich angelegten Insel inmitten des Ortes. Das Schloss wurde zwischen 1730 und 1754 im Auftrag der verwitweten Gräfin Magdalena Sophie von Schönfeld, geb. Gräfin von Werthern (1692–1757), für ihren Sohn Johann Georg Graf von Schönfeld (1718–1770) errichtet. Nach dessen Tod wechselte es häufiger die Besitzer und kam 1883 an die Leipziger Kaufmannsfamilie Kühne, die es bis 1945 besaß.
  • Das Seifersdorfer Tal ist vor allem durch den Landschaftsgarten aus dem 18. Jahrhundert überregional bekannt.
  • Das Schloss Seifersdorf wurde um 1530 errichtet und im 19. Jahrhundert als neogotisches Bauwerk umgestaltet.
  • Der Steinberg ist eine 264 Meter hohe Erhebung an der alten böhmischen Salzstraße.
  • Der Fünfhufenteich ist ein ausgewiesenes Flächennaturdenkmal.
  • Das Waldgebiet Landwehr wurde 2010 vom sogenannten Tornado am Pfingstmontag großflächig zerstört.

Die Kulturdenkmale der Gemeinde sind in der Liste der Kulturdenkmale in Wachau aufgeführt.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Die Kommunalwahlen in Sachsen 2014 ergaben folgende Sitzverteilung im Wachauer Gemeinderat:

BürgermeisterBearbeiten

Veit Künzelmann wurde im Juni 2015 mit 90,4 % der Stimmen im Amt bestätigt.[5]

WappenBearbeiten

Beschreibung: Das Wappen ist in silbernen Schildfuß mit drei blauen Wellenbalken geteilt und oben zweimal mit schwarzem Faden gespalten.

  1. Im ersten Feld in Silber auf grünem Berg ein weißes Haus mit rotem Dach, nach rechts wehender Fahne, schwarzen Fenstern und Eingang;
  2. Im zweiten Feld in Silber ein schwarzer Kranich auf spitzen grünem Grund und
  3. Im dritten Feld in Silber auf gebogenem grünen Schildfuß eine grüne Pflanze mit fünf blauen fünfblättrigen Blüten.

BildungBearbeiten

Die Gemeinde Wachau verfügt über zwei Grundschulen in Wachau und Leppersdorf. In Lomnitz, Leppersdorf, Seifersdorf und Wachau gibt es Kindertagesstätten.

WirtschaftBearbeiten

Die „Hausbrauerei Schiller Wachau“ eröffnete 2005 und zählt zu den kleinsten Brauereien Sachsens. Gebraut werden unter anderem die Sorten „Wachauer Landbier“ und „Schwarzer Rauch“.[6] Außerdem befinden sich im Ort mehrere Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen.

Vereine und VeranstaltungenBearbeiten

Das Leben in Wachau wird durch verschiedene Vereine geprägt, etwa den Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Wachau, einen Heimatverein, den Kirchenbauverein, der sich um die Erhaltung der Dorfkirche bemüht, der Bauern- und Erlebnisreiterhof „Wunder Land e.V.“ und den Sportverein TSV Wachau.[7]

Jedes Jahr im Herbst findet der „Wachauer Fischzug“ statt, bei dem die Zuchtkarpfen des Dorfteiches publikumswirksam abgefischt und verkauft werden. Weitere regelmäßige Veranstaltungen in Wachau sind das Erntedankfest und das Bankfest des Heimatvereins, das Vereinsfest des Reiterhofs und der Weihnachtsmarkt in der Grundschule.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

Mit Wachau verbundenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Dresdner Heide, Pillnitz, Radeberger Land (= Werte unserer Heimat. Band 27). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1976, S. 54.
  • Wachau. In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 12. Band. Schumann, Zwickau 1825, S. 324–326.

WeblinksBearbeiten

  • Wachau im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wachauer Zahlenbilder. Haupt- und Bauamt der Gemeinde Wachau, 2011. Online.
  3. Ernst Eichler: Historisches Ortsnamenbuch von Sachsen. Band II: M–Z. Akademie-Verlag, Berlin 2001, S. 541.
  4. Gemeinderatswahlen 2014 in Sachsen, Zahlen für die Gemeinde Wachau. Statistisches Landesamt Sachsen, abgerufen am 21. August 2018.
  5. https://www.statistik.sachsen.de/wpr_neu/pkg_s10_bmlr.prc_erg_bm?p_bz_bzid=BM151&p_ebene=GE&p_ort=14625600
  6. Jens Wagner: Bier in kleinen Dosen. Bierbrauer und ihre eigenen kleinen Marken in Sachsen und Brandenburg. In: Länderreport. Deutschlandradio Kultur, 18. März 2009.
  7. Vereine der Gemeinde Wachau. Gemeindeverwaltung Wachau, abgerufen am 21. August 2018.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Wachau – Sammlung von Bildern