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Brauel ist ein Ortsteil der Stadt Zeven im Landkreis Rotenburg (Wümme) in Niedersachsen.

Brauel
Stadt Zeven
Koordinaten: 53° 19′ 4″ N, 9° 16′ 33″ O
Höhe: 16 m ü. NHN
Einwohner: 382
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 27404
Vorwahl: 04281
Brauel (Niedersachsen)
Brauel

Lage von Brauel in Niedersachsen

Ortsschild von Brauel
Ortsschild von Brauel

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Brauel liegt etwa 2,5 km nördlich von Zeven, etwa 4 km westlich von Heeslingen, 5 km südlich von Anderlingen und 7 km südlich von Seedorf sowie 7 km östlich von Ostereistedt. Umschlossen wird Brauel des Weiteren von den Ortsteilen Godenstedt, Offensen und Bademühlen.

Größe und FlächenaufteilungBearbeiten

Der Ort wird durch die Bundesstraße 71 und den Fluss Oste in drei Ortsteile aufgeteilt. Brauel ist größtenteils landwirtschaftlich geprägt und von großen Waldgebieten umgeben.

Die Ortsteile werden meist wie folgt genannt:

  • nördlich der Oste: „Ziegelei“
  • westlich der B71: „Campingplatz“
  • östlich: „Hasenberg“

Der Zentrale Ortsteil selbst besitzt keine explizite Bezeichnung, wird aber von den Anwohnern schlicht „Dorf“ genannt.

GewässerBearbeiten

Durch das Ortsgebiet von Brauel fließt die Oste. In Reichweite der Bundesstraße befindet sich eine Anlegestelle mit Stufen und Informationstafel.

GeschichteBearbeiten

 
Ehrenmal

Am 1. April 1189 bestätigte Erzbischof Hartwig II. dem Kloster Zeven eine Schenkung in „Brovle“, die sein Vorgänger Erzbischof Siegfried gemacht hatte. Als weitere Schreibweisen sind „villa Bruele“ (1225), „Bruwele“ (1226), „Brouwele“ (1375) und „Brauwell“ (1554) bekannt.[1][2]

Zeitpunkt der Umbenennung Bezeichnung
1225 „villa Bruele“
1226 „Bruwele“
1375 „Brouwele“
1554 „Brauwell“
1672 „Brawel“
1696 „Brouwel“
1718 „Brauel“

1858 wurde die erste Braueler Schule gebaut. Ihr folgte 1900 ein Neubau. Am 31. Juli 1971 wurde die Braueler Schule aufgelöst und das Gebäude 2005 verkauft.[3]

In Brauel gab es von 1903 bis 1957 eine Ziegelei.[4]

Das Ehrenmal für die Gefallenen der Weltkriege wurde am 12. September 1953 eingeweiht.[5]

Am 1. März 1974 wurde Brauel in die Stadt Zeven eingegliedert.[6]

Nach der Betriebseinrichtung ab Juli 1981 erfolgte im Oktober 1981 die erste Patientenaufnahme im heutigen MRVZN Brauel.

2006 wurde das Dorfgemeinschaftshaus eingeweiht, welches an das Feuerwehrhaus des Ortes angegliedert ist.[7]

Am 30. Juni 2016 lebten in Brauel 390 Menschen.[8]

EntwicklungBearbeiten

Vereine und öffentliche InstitutionenBearbeiten

An Vereinen gibt es den Schützenverein Brauel, einen lokalen Fußballverein, den FC Brauel, die Freiwillige Feuerwehr sowie einige andere kleinere Zusammenschlüsse. Zudem gibt es einen Campingplatz, einen Angelsee sowie zwei Gaststätten.

 
Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr

Des Weiteren gibt es im Ort das „Maßregelvollzugszentrum Niedersachsen – Fachkrankenhaus für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie Brauel“, kurz „MRVZN Brauel[9][10][11], das vormals Niedersächsisches Landeskrankenhaus Brauel, kurz NLKH Brauel bezeichnet war. In den 1960er Jahren war dort eine TBC-Kinderklinik für die Langzeitbehandlung TBC-erkrankter Kinder.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

TraditionenBearbeiten

In Brauel wird der Brauch des Pfingstbaumpflanzens fortgeführt.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Brauel ist durch die Bundesstraße 71 an das überörtliche Verkehrsnetz angeschlossen. Den öffentlichen Personennahverkehr stellt die KVG Stade mit der Buslinie 820 (Bremervörde-Zeven) sicher.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Elfriede Bachmann: Das Kloster Heeslingen-Zeven. Verfassungs- und Wirtschaftsgeschichte. Selbstverlag des Stader Geschichts- und Heimatvereins, Stade, 1966, S. 195.
  2. Siehe auch: Urkundenbuch des Klosters Zeven. Bearbeitet von Elfriede Bachmann und Josef Dolle. Schriftenreihe des Landschaftsverbandes der ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden (Band 47). Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen (286), Wallstein Verlag, April 2016. ISBN 978-3-8353-1855-7. Dort finden sich die Schreibweisen „Bovle“ (Seite 42), „Bruele“ (S. 43) und „Brouwele“ (S. 82).
  3. N.N., „Geschichten aus Brauel von und mit den Brauelern. Anekdoten, Geschichten, wahres, übertriebenes und auch viel lustiges aus einem kleinen Dorf in Niedersachsen“, o. O., o. J., (Im Bestand des Archivs der Samtgemeinde Zeven, Handbibliothek), S. 3.
  4. N.N., „Geschichten aus Brauel von und mit den Brauelern. Anekdoten, Geschichten, wahres, übertriebenes und auch viel lustiges aus einem kleinen Dorf in Niedersachsen“, o. O., o. J., (Im Bestand des Archivs der Samtgemeinde Zeven, Handbibliothek), S. 2.
  5. N.N., „Geschichten aus Brauel von und mit den Brauelern. Anekdoten, Geschichten, wahres, übertriebenes und auch viel lustiges aus einem kleinen Dorf in Niedersachsen“, o. O., o. J., (Im Bestand des Archivs der Samtgemeinde Zeven, Handbibliothek), S. 7.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 241.
  7. N.N., „Geschichten aus Brauel von und mit den Brauelern. Anekdoten, Geschichten, wahres, übertriebenes und auch viel lustiges aus einem kleinen Dorf in Niedersachsen“, o. O., o. J., (Im Bestand des Archivs der Samtgemeinde Zeven, Handbibliothek), S. 4.
  8. Samtgemeinde Zeven, Blockstatistik. Altersgruppenstatistik Stadt Zeven. Auswertungsgebiet Brauel. Stichtag 30. Juni 2016.
  9. 21-Jähriger ist aus Brauel geflüchtet: Polizei sucht entflohenen Täter Ibrahim Sabani; Flüchtiger Straftäter aus Brauel ist gefasst, NDR, 2. November 2014
  10. Aus Maßregelvollzug in Brauel entkommener 29-Jähriger: Polizei fasst geflohenen Häftling Admir Alidemaj – Mediengruppe Kreiszeitung, 11. August 2015
  11. Fünf Straftäter flüchten aus Maßregelvollzug – MK kreiszeitung.de, 26. Oktober 2015