Bibi & Tina: Tohuwabohu Total

Film von Detlev Buck (2017)

Bibi & Tina: Tohuwabohu Total ist ein deutscher Spielfilm im Musicalstyle des Regisseurs Detlev Buck aus dem Jahr 2017, der auf der Kinderhörspielserie Bibi und Tina basiert, welche wiederum auf der von Elfie Donnelly erfundenen Hexe Bibi Blocksberg und ihrer Freundin Tina basiert. Der Film stellt den vierten Teil in der Bibi & Tina-Filmreihe dar. Die Hauptrollen der Bibi Blocksberg und Tina Martin sind, wie auch in den vorherigen Teilen, wieder mit Lina Larissa Strahl und Lisa-Marie Koroll besetzt.

Film
OriginaltitelBibi & Tina: Tohuwabohu Total
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2017
Länge 110 Minuten
Altersfreigabe FSK 0[1]
JMK 6[2]
Stab
Regie Detlev Buck
Drehbuch Bettina Börgerding,
Detlev Buck
Produktion Christoph Daniel,
Marc Schmidheiny,
Detlev Buck,
Sonja Schmitt
Musik Ulf Leo Sommer,
Daniel Faust,
Peter Plate
Kamera Marc Achenbach
Schnitt Dirk Grau
Besetzung
Chronologie

← Vorgänger
Bibi & Tina: Mädchen gegen Jungs

Nachfolger →
Bibi & Tina – Die Serie indirekt

Der Film lief am 23. Februar 2017 in Deutschland, Österreich und der Schweiz an.

HandlungBearbeiten

Bibi und Tina begegnen bei einem Ausritt an den Fluss einem jungen Ausreißer, welcher sich als Aladin vorstellt und erklärt, dass er aus Syrien nach Deutschland geflohen sei. Sie nehmen ihn mit, sind jedoch überrascht, als sie in der folgenden Nacht in einer Scheune auf die Brüder Karim und Sinan treffen, die ebenfalls angeben, aus Syrien zu stammen. Schnell stellt sich heraus, dass der junge Aladin tatsächlich gar nicht aus Syrien kommt und außerdem gar kein Junge, sondern ein Mädchen namens Adea ist. Sie erklärt Bibi und Tina, dass sie aus Albanien komme und vor ihrer Familie geflüchtet sei, da diese sie zwangsverheiraten wolle und ihr verboten habe, zur Schule zu gehen. Außerdem seien ihr Onkel Addi und ihre beiden Cousins ihr bereits dicht auf den Fersen, um sie zurückzuholen.

Währenddessen wird das Schloss Falkenstein von Bauunternehmer Dirk Trumpf umgebaut, der es mit einer hohen Mauer umschließen will.

Alex möchte mit der malischen Band Tohuwabohu auf dem Gelände ein Musikfestival veranstalten und widersetzt sich deshalb seinem Vater Graf Falko.

Nachdem Tina von Adeas Cousins entführt worden sind, stellt sich Adea und folgt ihnen nach Albanien. Bibi hext Tina, Tarik, Alex und sich selbst in Adeas Dorf, um die Zwangsheirat zu verhindern. Jedoch erst Adeas Cousins können Addi überzeugen, das Vorhaben aufzugeben und sie wieder zur Schule zu lassen.

Zuletzt wird auch Graf Falko klar, dass Trumpf ihn über den Tisch zieht, und er erklärt gemeinsam mit Alex das Schloss zum „offenen Haus“.

HintergrundBearbeiten

Der Film wurde von DCM Film Distribution produziert und in Berlin-Brandenburg, Sachsen-Anhalt, sowie Kroatien gedreht.[3] Das Medienboard Berlin-Brandenburg förderte den Film mit 400.000 Euro.[4]

SoundtrackBearbeiten

Reihenfolge innerhalb des Films
Titel Interpret Länge
Was würdest du tun? Lina Larissa Strahl 3:02
Elf Gewinner Ilyes Moutaoukkil, Karim Günes, Liam Bitteroff, Lina Larissa Strahl, Lisa-Marie Koroll 1:51
Ihr deutschen Mädchen seid so Ilyes Moutaoukkil, Lisa-Marie Koroll, Maxine Kazis 2:24
Muss ich haben Oktay Özdemir, Salah Massoud, Karim Günes, Maxine Kazis 2:22
Take it easy Lorna Ishema 3:13
Rockstar Fabian Buch 3:17
Wunder Lina Larissa Strahl 2:48
Tohuwabohu Lina Larissa Strahl, Louis Held 3:30

RezeptionBearbeiten

Bis Ende des Jahres 2017 haben den Film 1,65 Millionen Kinobesucher gesehen.[5] Von Kritikern erhielt der Film gemischte Bewertungen. So befand Oliver Kaever vom Spiegel Online in seiner Kritik: „Die in Tohuwabohu Total zum Ausdruck gebrachte deutsche Überlegenheitshaltung ist nicht nur völlig unangebracht. Sie passt auch überhaupt nicht zu der eigentlich fröhlichen – und wichtigen – Multikulti-Botschaft, die der Film verbreiten will. Vielleicht hätten Bibi und Tina doch einfach weiter übern Wassergraben springen sollen.“[6]

Antje Wessels von Filmstarts meinte: „Wer nach Bibi & Tina – Tohuwabohu total immer noch die Meinung vertritt, das ursprünglich mal als Familienfilmreihe angefangene Franchise sei doch nur etwas für kleine Mädchen, der glaubt auch, dass Donald Trumps Idee mit der Mauer eine gute ist. Bibi und Tina machen es vor: Die beiden weltoffenen Mädels bekommen mit diesem weltoffenen, komplexen und ungemein kreativen Film genau den Abschlussfilm, den sie verdienen.“[7]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Freigabebescheinigung für Bibi & Tina: Tohuwabohu Total. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Alterskennzeichnung für Bibi & Tina: Tohuwabohu Total. Jugendmedien­kommission.
  3. Bibi & Tina – Tohuwabohu Total. In: bibiundtina.de. Abgerufen am 14. Oktober 2016.
  4. Medienboard – Förderentscheidungen Film. (Nicht mehr online verfügbar.) In: medienboard.de. Archiviert vom Original am 9. Juni 2016; abgerufen am 9. Juni 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.medienboard.de
  5. Top 100 Deutschland 2017. In: insidekino.com. Abgerufen am 23. September 2018.
  6. Oliver Kaever: … dann lieber Wassergraben. Neuer „Bibi & Tina“-Film. In: Spiegel Online. 23. Februar 2017, abgerufen am 29. April 2017.
  7. Antje Wessels: Bibi & Tina – Tohuwabohu total. In: Wessels-Filmkritik.com. 14. Februar 2017, abgerufen am 29. April 2017.