Bahnstrecke Guë–Menaucourt

Guë–Menaucourt
Savonnieres-en-Perthois
Savonnieres-en-Perthois
Strecke der Bahnstrecke Guë–Menaucourt
Streckenlänge:45 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
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Blesme-Haussignémont–Chaumont von Saint-Dizier
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21 Ancerville-Guë 1882–1969
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Blesme-Haussignémont–Chaumont nach Chaumont
   
Guë Port
   
Chamouilley
   
Cousances
   
Narcy
   
Savonnières
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+3 zum Steinbruch von Aulnois
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+0,5 zur Carriere de la Belle Épine[1]
   
Jovilliers
   
0 Dammarie, Gare 1882–1969
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Dammarie, Halte
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Morley
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Écurey
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10 Montiers-sur-Saulx 1912–1937
   
Villers-le-Sec
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Nançois-Tronville–Neufchâteau von Nançois-Tronville
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11 Naix-Menaucourt 1885–1944
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Nançois-Tronville–Neufchâteau nach Neufchâteau

Die Bahnstrecke Guë–Menaucourt war eine normalspurige Nebenbahn im Département Meuse und im Département Haute-Marne, einer Region an der Maas, in der es viele Steinbrüche und Hüttenwerke gibt.

StreckenverlaufBearbeiten

Die Hauptstrecke begann außerhalb des Gare de l’Est in Ancerville-Guë und endete in Menaucourt, wo die Fernbahngesellschaft auch einen eigenen Bahnhof hatte. Es gab zwei Gleisanschlüsse zum Steinbruch von Aulnois und zur Carriere de la Belle Epine und eine Zweigstrecke nach Montiers-sur-Saulx.[2]

GeschichteBearbeiten

Die Strecke wurde zwischen 1882 und 1912 schrittweise eröffnet. Der Personenverkehr wurde 1932 eingestellt und der letzte Güterverkehr wurde am 31. Dezember 1969 abgewickelt. 1970 wurde die Strecke komplett stillgelegt.[3][4]

KonzessionäreBearbeiten

Compagnie du chemin de fer de Naix-Menaucourt à Güe-AncervilleBearbeiten

 
Aktie von 1879

Die als Zivilgesellschaft organisierte Compagnie du chemin de fer de Naix-Menaucourt à Güe-Ancerville erhielt am 12. Juni 1878 eine Konzession zum Bau und Betrieb der Strecke. Obwohl sie schnell in finanzielle Schwierigkeiten geriet, konnte sie den Bau der Strecke abschließen, deren Konzessionär sie war, wurde jedoch direkt im Anschluss darauf am 9. Juli 1888 für bankrott erklärt.

Compagnie du chemin de fer de Güe à MenaucourtBearbeiten

 
Aktie von 1893

Die Compagnie du chemin de fer de Güe à Menaucourt übernahm am 14. Juni 1893 den Betrieb. Durch die Nachwirkungen des Ersten Weltkriegs und durch die in der Nachkriegszeit zunehmende Konkurrenz durch den Straßenverkehr geriet das Unternehmen jedoch in den 1930er Jahren unter die Aufsicht der Compagnie des chemins de fer secondaires du Nord-Est. Sie stellte 1970 den Bahnbetrieb vollständig ein.

Bahnhöfe und HaltepunkteBearbeiten

Bahnhöfe und Haltepunkte Fotos Anmerkungen
Ancerville  
Guë Port  
Chamouilley  
Cousances-les-Forges  
Weitere Bilder
Narcy
Savonnières-en-Perthois  
Weitere Bilder
Gleisanschluss zum Steinbruch von Aulnois  
Gleisanschluss zur Carriere de la Belle Épine  
Jovilliers
Dammarie-sur-Saulx, Gare  
Dammarie, Halte
Morley  
Écurey-en-Barrois
Montiers-sur-Saulx  
Villers-le-Sec  
Naix-aux-Forges-Menaucourt  

LokomotivenBearbeiten

Zwei Lokomotiven reichten für den Betrieb dieser Nebenbahn. Während eine in Betrieb war, war die andere in Reserve.[5]

Name Bauart Fotos Anmerkungen
N° 2 C 2nt Die Lok wurde 1883 von der Elsässischen Maschinenbau-Gesellschaft Grafenstaden (Société Alsacienne de Constructions Mécaniques) gebaut. Sie wurde am 10. Oktober 1962 außer Betrieb genommen, vier Tage vor der Pensionierung ihres Mechanikers.[5][6]
3.062 C 2nt   Die Lok wurde 1922 bei der Société du Hainaut gebaut.[5]
N° 51 La Meuse C 2nt   Die Lok arbeitete anfangs auf der Strecke Saint-QuentinGuise und später als Ersatz für die außer Betrieb genommene N° 2 auf der Strecke Güe–Ménaucourt, bis diese am 31. Dezember 1969 stillgelegt wurde, und schließlich bis 31. Dezember 1971 auf der Strecke Robert-Espagne–Haironville. Sie ist heute beim Train Thur Doller Alsace(fr) erhalten.[7]

FeldbahnenBearbeiten

 
Einfahrt zum Untertage-Bergwerk Carriere de l’Esperance bei Savonnières
 
Normalspurwagen links des Krans der Carriere de la Belle Épine bei Juvigny

In den entlang der Strecke liegenden Steinbrüchen gab es mehrere Feldbahnen mit einer Spurweite von 600 mm, z. B. die Einfahrt zum Untertage-Bergwerk Carriere de l’Esperance bei Savonnières-en-Perthois und die fliegenden Gleise der Carriere de la Belle Épine bei Juvigny-en-Perthois.[8]

WeblinksBearbeiten

Commons: Ligne de Guë à Menaucourt – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. „Carre de la Belle Epine“ auf IGN Karte und Luftfoto von 1950
  2. FACS: Compagnie du chemin de fer de Guë à Menaucourt (GM).
  3. André Schontz, Arsène Felten und Marcel Gourlot: Le chemin de fer en Lorraine, éditions Serpenoise, Metz, 1999, ISBN 2-87692-414-5, S. 127–129.
  4. Encyclopédie générale des transports — Chemins de fer, éditions de l’Ormet, Valignat, 1992, S. 52-8, 52-9, 55-8 und 55-9.
  5. a b c Jehan-Hubert Lavie und Jacques-Henri Renaud: Trésors d’archives – Le Guë-Menaucourt, précurseur des opérateurs fret de proximité. Ferrovissime n°63, S. 26–30.
  6. Jehan-Hubert Lavie: Le Guë-Menaucourt dans le prochain ferrovissime. 11. August 2013.
  7. Locomotive à vapeur Meuse N° 51 ex CFS-NE.
  8. Savonnieres-en-Perthois – Hier et aujourd’hui.