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Bahnhof Einbeck-Salzderhelden

Bahnhof in Niedersachsen

Der Bahnhof Einbeck-Salzderhelden ist ein Bahnhof in der Stadt Einbeck. Er gehört der Bahnhofskategorie 5 an und liegt im Einbecker Stadtteil Salzderhelden.

Einbeck-Salzderhelden
Empfangsgebäude und Gleise 2011, hier befindet sich 2019 ein ebenerdiger Bahnsteigzugang
Empfangsgebäude und Gleise 2011, hier befindet sich 2019 ein ebenerdiger Bahnsteigzugang
Daten
Bauform Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 4
Abkürzung HEB[1]
IBNR 8005264
Kategorie 4
Eröffnung 1. August 1854
Profil auf Bahnhof.de Einbeck-Salzderhelden
Architektonische Daten
Architekt Conrad Wilhelm Hase
Lage
Stadt/Gemeinde Einbeck
Ort/Ortsteil Salzderhelden
Land Niedersachsen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 47′ 50″ N, 9° 54′ 45″ OKoordinaten: 51° 47′ 50″ N, 9° 54′ 45″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Niedersachsen

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Am 31. Juli 1854 wurde der Streckenabschnitt von Alfeld über Kreiensen und Northeim nach Göttingen der alten Nord-Süd-Strecke an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Der Bahnhof der damals selbstständigen Gemeinde Salzderhelden wurde jedoch erst einen Tag später, am 1. August 1854, eingeweiht. Das Bahnhofsgebäude mit Heimatstube wurde nach den Plänen von Conrad Wilhelm Hase erbaut.

Am 10. September 1879 wurde die Strecke von Salzderhelden nach Einbeck (heute Einbeck Mitte) in Betrieb genommen. Damit wurde der Bahnhof Salzderhelden zu einem Abzweigbahnhof.

Von der Deutschen Bundesbahn wurden 1954 die gesamten Verkehrsleistungen auf der Strecke Salzderhelden–Einbeck von der Ilmebahn übernommen, ehe 1975 der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) eingestellt wurde. Seitdem verkehrt zwischen Salzderhelden und Einbeck die Buslinie 230.[4]

Am 1. März 1974 wurde der Flecken Salzderhelden in die Stadt Einbeck eingegliedert.[5] Der Bahnhof wurde 1978 in Einbeck umbenannt, der bisherige Bahnhof Einbeck in Einbeck Mitte.

Bis 2002 bestand die Trasse der Ilmebahn noch bis nach Dassel und wurde danach sukzessive bis Juliusmühle zurückgebaut. Noch im gleichen Jahr ging die Strecke Einbeck-Salzderhelden – Einbeck Mitte von DB Netz in den Besitz der Ilmebahn GmbH über.

Seit 1994 trägt der Bahnhof den Namen Einbeck-Salzderhelden.

VerkehrBearbeiten

BahnverkehrBearbeiten

Salzderhelden liegt an der Hannöverschen Südbahn und wird etwa im Stundentakt durch die seit Dezember 2005 von der metronom Eisenbahngesellschaft mbH betriebene Regional-Express-Linie RE 2 u. a. mit Göttingen, Kreiensen und Hannover verbunden.

 
Ein Triebwagen nach Einbeck Mitte wartet in Salzderhelden auf Umsteiger aus dem Metronom.

Die Bahnstrecke nach Einbeck wurde zwischen 1984 und 2018 nicht regulär mit Reisezügen bedient, sondern nur gelegentlich mit Sonderzügen und diente vorrangig dem Güterverkehr. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2018 erfolgte die Wiederaufnahme des regulären Personenverkehrs zwischen Einbeck Mitte und Einbeck-Salzderhelden. Es wird ein Stundentakt angeboten, einige Züge fahren von und nach Göttingen.[6]

BusverkehrBearbeiten

Im Zuge der SPNV-Reaktivierung zwischen Einbeck Mitte und Einbeck-Salzderhelden wurde die Buslinie 230, von einigen Ausnahmen abgesehen, auf den Abschnitt Salzderhelden – Northeim gekürzt.

Sämtliche Bus- und Bahnlinien im Raum Einbeck gehören zum Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (VSN).

VerbindungenBearbeiten

Linie Strecke Takt (min) EVU
RE 2 (Uelzen – Celle –) Hannover Hbf – Kreiensen – Einbeck-SalzderheldenNortheim(Han) – Göttingen 60 metronom
RB82 Bad HarzburgGoslarSeesen – Kreiensen – Einbeck-Salzderhelden – Northeim (Han) – Göttingen 120 DB Regio Nord
RB86 (Göttingen –) Einbeck-Salzderhelden – Einbeck Mitte 60 DB Regio Nord

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bahnhof Salzderhelden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Abkürzung
  2. Fahrplan der Buslinie 230 (gültig ab 1. September 2012)
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 207.
  4. Pressemitteilung des Wirtschaftsministeriums vom 19. Mai 2017