Asymmetrisch heißt eine zweistellige Relation auf einer Menge, wenn es mit kein Paar gibt, für das auch die Umkehrung gilt.

Die Asymmetrie ist eine der Voraussetzungen für eine (irreflexive) Striktordnung.

DefinitionBearbeiten

Ist   eine Menge und   eine zweistellige Relation auf  , dann heißt   asymmetrisch, wenn

  gilt.

Nicht symmetrische RelationBearbeiten

Ist   eine Relation, die nicht symmetrisch ist, dann gibt es wenigstens ein Paar, für das die Umkehrrelation   nicht zutrifft; so gilt

 .

Eine nicht leere asymmetrische Relation ist also niemals symmetrisch. Eine asymmetrische Relation ist zudem stets irreflexiv. Von der Asymmetrie zu unterscheiden ist damit der Begriff der Antisymmetrie, die auch Reflexivität erlaubt. Eine asymmetrische Relation ist somit ein Sonderfall einer antisymmetrischen Relation.

Es gibt Relationen, die weder symmetrisch noch antisymmetrisch und erst recht nicht asymmetrisch sind. Ein Beispiel liefert die Definition   auf den natürlichen Zahlen.

BeispieleBearbeiten

Asymmetrisch sind

  • die Relation   „ist (echt) kleiner als“ auf den reellen Zahlen, die darüber hinaus eine strenge Totalordnung ist. Gleiches gilt für die Relation   „ist (echt) größer als“.
  • die Relation   „ist echte Teilmenge von“ und ebenfalls die Relation   „ist echte Obermenge von“ als Beziehungen zwischen Mengen. Sie sind in einem System von Mengen oder von Teilmengen einer gegebenen Menge darüber hinaus eine strenge Halbordnung.

EigenschaftenBearbeiten

  • Jede asymmetrische Relation ist eine nicht symmetrische Relation und auch eine antisymmetrische Relation.[1]
  • Der Schnitt einer asymmetrischen Relation   und ihrer konversen Relation   ist stets leer, sie sind disjunkt:
     
  • Jede Teilmenge einer asymmetrischen Relation ist wieder asymmetrisch.

AnmerkungenBearbeiten

  1. siehe hierzu auch: Ingmar Lehmann, Wolfgang Schulz: Mengen – Relationen – Funktionen. Eine anschauliche Einführung. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Teubner, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-8351-0162-3, S. 64 f.