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Die Art Cologne ist eine der ältesten Kunstmessen der Welt für zeitgenössische Kunst. Sie findet jährlich im Frühjahr auf dem Gelände der Koelnmesse in Köln-Deutz statt. 1967 wurde sie auf Initiative der Galeristen Hein Stünke und Rudolf Zwirner als „Kölner Kunstmarkt“ im Kölner Gürzenich ins Leben gerufen.

Art Cologne

Branche Kunstmesse
Ausstellungsort Köln
Erste Ausstellung 1967
Website www.artcologne.de
Letzte Ausstellung
Datum 11. Apr. 2019 bis
14. Apr. 2019
Nächste Ausstellung
Datum 23. Apr. 2020 bis
26. Apr. 2020

GeschichteBearbeiten

 
Ein- und Ausgang der Art Cologne 2018 mit einem Teppich der Künstlerin Zuzanna Czebatul

Am ersten Kunstmarkt Köln nahmen im September 1967 achtzehn Galerien teil. Mit 15.000 Besuchern und einer Million Deutsche Mark Umsatz war die Veranstaltung im Kölner Gürzenich ein großer Erfolg. Ausrichter war der von den Gründervätern Hein Stünke (Galerie Der Spiegel), Rudolf Zwirner und fünf weiteren Kollegen gegründete Verein progressiver deutscher Kunsthändler.

1968 zog die Messe in die geräumigere, bis 2001 bestehende Josef-Haubrich-Kunsthalle[1] um. Es wurden weitere Galerien zugelassen, auch aus dem Ausland, um im benachbarten Düsseldorf eine Konkurrenzveranstaltung mit internationaler Beteiligung zu verhindern. 1974 wechselte die ab 1970 Kölner Kunstmarkt genannte Messe in die Rheinhallen in Köln-Deutz. Die Organisation ging auf die Kölner Messegesellschaft über. 1975 änderte sich der Name der Messe zu „Internationaler Kunstmarkt“ (IKM). Erstmals wurde, in Kooperation mit dem Bundesverband Deutscher Galerien (BVDG), der Art-Cologne-Preis verliehen. Die Messe fand abwechselnd in Köln und Düsseldorf statt. 1984 erhielt die Messe zum vorerst letzten Mal einen neuen Namen: Aus dem IKM wurde die Art Cologne, die seitdem nur in Köln stattfindet.

2007 wurde die Art Cologne vom traditionellen Herbsttermin ins Frühjahr verschoben. Im Herbst findet nun die vom heutigen Veranstalter Koelnmesse ebenfalls ins Leben gerufene Cologne Fine Art statt. Direktor der Art Cologne ist seit 2008 der US-amerikanische Kunsthändler Daniel Hug. Er folgte dem seit 2003 amtierenden Gérard Goodrow.[2]

UmfeldBearbeiten

Schon seit Beginn 1967 hat der „Kunstmarkt Köln“ Konkurrenz im eigenen Umfeld. Da nie alle Galerien teilnehmen durften, die sich darum bewarben, fanden sich immer auch alternative Angebote im Kontext der Art Cologne: 1967 „Demonstrative“ Köln, 1968 „Prospect 68“ Düsseldorf, 1969 „Neumarkt der Künste“ Köln, 1971/72 „Internationale Kunst- und Informationsmesse“ Düsseldorf.

1992 rief der Kölner Galerist Christian Nagel die Gegenmesse „Unfair“ ins Leben; 1995 zählte Nagel zu den Mitbegründern des Art Forum Berlin, einer ausdrücklichen Konkurrenzveranstaltung. Seit 2003 etabliert sich die ART.FAIR als Gegenmesse. 2007 starteten termingleich drei weitere neue Kunstmessen: die „Liste Köln“, die „Tease Art Fair“ und die „dc duesseldorf contemporary“.

1994 verlieh die Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig im Rahmen der Messe erstmals den nach dem Sammler und Chefrestaurator des Museums Ludwig benannten Wolfgang-Hahn-Preis. 2006 erhielt Rudolf Zwirner, Mitbegründer der Art Cologne, diesen Preis.

ART-COLOGNE-PreiseBearbeiten

ART-COLOGNE-PreisBearbeiten

 
Verleihung des Art-Cologne-Preises 2016 an Raimund Thomas
 
Verleihung des Art-Cologne-Preises 2018 an Julia Stoschek

Der ART-COLOGNE-Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird seit 1988 jährlich während der Messe vom Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler (BVDG) gemeinsam mit der koelnmesse verliehen.

ADKV-ART COLOGNE Preis für KunstvereineBearbeiten

Seit 2006 wird in Kooperation von der Art Cologne und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine der ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstvereine. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert.

ADKV-ART COLOGNE Preis für KunstkritikBearbeiten

Seit 2006 wird auch in Kooperation von der Art Cologne und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine der ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstkritik verliehen.[8] Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert. Er richtet sich an freie Journalisten.

PreisträgerBearbeiten

  • 2013 Astrid Mania
  • 2012 Kolja Reichert
  • 2011 Jens Kastner
  • 2009 Jennifer Allen
  • 2008 Rudolf Schmitz
  • 2007 Ludwig Seyfarth
  • 2006 Catrin Lorch
  • 2005 Dominic Eichler
  • 2004 Gregory Williams
  • 2003 Raimar Stange
  • 2002 Renate Puvogel
  • 2001 Jan Verwoert
  • 2000 Stefan Römer
  • 1999 Hans-Christian Dany

MitbewerberBearbeiten

Wichtige Kunstmessen sind heute neben der Art Cologne vor allem die Art Basel und ihr Ableger Art Basel Miami Beach, die The Armory Show – The International Fair of New Art in New York City, The European Fine Art Fair (TEFAF) in Maastricht, die Frieze Art Fair in London sowie die Kunstmesse in Hongkong.[11]

AuszeichnungenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Josef-Haubrich-Kunsthalle, cityinfo-koeln.de, abgerufen am 21. April 2013.
  2. Catrin Lorch: Gérard Goodrow, der gescheiterte Retter. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 30. Januar 2008.
  3. http://www.artcologne.de/presse/pressemeldungen.php?aktion=pfach&p1id=kmpresse_artcologne&format=html&base=&tp=k2&search=&pmid=kmeigen.kmpresse_1233590781&start=0&anzahl=10&channel=kmeigen&language=d&archiv= (Link nicht abrufbar)
  4. Pressemitteilung der Art Cologne (Memento vom 27. Januar 2016 im Internet Archive) (PDF; 131 kB), Februar 2010 (abgerufen am 22. April 2010).
  5. Art Cologne Preis 2013: Für Fred Jahn. In: FAZ vom 26. Januar 2013, Seite 37.
  6. Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine: ADKV-ART COLOGNE PREIS FÜR KUNSTVEREINE 2015, abgerufen am 26. März 2015
  7. Monopol Magazin für Kunst und Leben vom 31. Januar 2017 Auszeichnung: Zentralarchiv-Leiter erhält Art-Cologne-Preis, von Diana Kral, abgerufen am 5. Februar 2017
  8. Website der ADKV (abgerufen am 22. April 2010).
  9. Antje Stahl erhält den ADKV-ART COLOGNE-Preis für Kunstkritik 2019 kunstvereine.de
  10. Kito Nedo erhält den ADKV-ART COLOGNE-Preis für Kunstkritik 2017
  11. Rose-Maria Gropp: Cool Cologne! faz.net vom 21. April 2012, abgerufen am 21. April 2012.