Angel Blue

US-amerikanische Opernsängerin

Angel Blue (* 3. Mai 1984 als Angel Joy Blue in Los Angeles[1], Kalifornien) ist eine US-amerikanische Sopranistin.

Angel Blue

Leben Bearbeiten

Angel Blue spielte in ihrer Jugend Gitarre, Saxophon und Klavier.[2] 2005 wurde sie zur Miss Hollywood[3] gewählt. Ihren akademischen Abschluss erreichte Blue 2005 mit einem Bachelor of Music der University of Redlands und 2007 mit einem Master of Music der University of California, Los Angeles.

In der Saison 2008/2009 debütierte sie mit der San Francisco Opera Company als Clara in der Gershwin-Oper Porgy and Bess. Seitdem ist sie weltweit als Sängerin gefragt; 2015 debütierte sie als Musetta in La Bohème an der Mailänder Scala, 2017 hatte sie ihren ersten Auftritt an der Metropolitan Opera, ebenfalls als Mimì,[4] 2018 debütierte sie am Royal Opera House als Violetta in La traviata,[5] 2019 als Floria Tosca in Giacomo Puccinis Tosca beim Festival d’Aix-en-Provence, 2022 gab Blue ihr Debüt an der Opéra de Paris als Marguerite in Gounods Faust.[6]

2021 trat sie in den Rollen Destiny, Loneliless und Greta in der Oper Fire Shut Up in My Bones des Komponisten Terence Blanchard in der Metropolitan Opera auf. Die Aufnahme wurde mit dem Grammy Award 2023 als beste Opernaufnahme ausgezeichnet.[7][8]

2024 war sie in der Metropolitan Opera in Puccinis Oper La Rondine als Magda zu sehen.[9]

Rezeption Bearbeiten

Die New York Times über einen Auftritt:

„Statuenhaft in einem blauen Kleid eröffnete sie mit ‚Je veux vivre‘ von ‚Roméo et Juliette‘. Hier und in den folgenden Auswahlen zeigte sie eine verführerische Stimme, ihre düstere untere Lage in ‚Je dis que rien ne m’épouvante‘ aus Georges BizetsCarmen‘ und ihre ausdrucksstarke Nuancierung in ‚Vissi d’arte‘ aus Giacomo PuccinisTosca‘. Ihr honigsüßes Timbre war in einer intimen Wiedergabe von ‚Donde lieta usci‘ aus ‚La Bohème‘ sehr gut zu hören.“[10]

Der Observer über ihre Rolle als Bess:

„Es ist unmöglich zu entscheiden, welcher Aspekt von Blues Auftritt der bezauberndste war: ihre strahlende Stimme mit ihren scheinbar mühelosen (und endlosen) Spitzentönen, ihre fröhliche Bühnenpräsenz oder ihre nuancierte Übernahme des widersprüchlichen Charakters von Bess als Partygirl, treuer Liebsten und Sexsüchtigen.“[11]

Aufnahmen (Auswahl) Bearbeiten

Auszeichnungen Bearbeiten

Weblinks Bearbeiten

Commons: Angel Blue – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Angel Blue. Internet Movie Database, abgerufen am 22. März 2020 (englisch).
  2. 18 to Watch: Angel Blue. In: Operanews. 83. Jg., Nr. 5, November 2018. Ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 26. Dezember 2021 (englisch).@1@2Vorlage:Toter Link/www.operanews.com (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
  3. Current & former titleholders (Memento vom 21. Februar 2009 im Internet Archive). In: Miss Hollywood, Southern California Scholarship Association, abgerufen am 24. Oktober 2020
  4. Angel Blue in der Metropolitan Opera. Abgerufen am 26. Dezember 2021 (englisch).
  5. David Truslove: Angel Blue excels as Violetta at the Royal Opera House. In: Opera Today. 7. April 2022, abgerufen am 1. August 2022 (amerikanisches Englisch).
  6. Operalia | Angel Blue and Emily D’Angelo make Opéra de Paris debuts. Abgerufen am 1. August 2022 (amerikanisches Englisch).
  7. Fire Shut Up in My Bones. In: Opera Online. Abgerufen am 20. November 2022.
  8. 65th Annual GRAMMY Awards | GRAMMY.com. Abgerufen am 27. Januar 2024.
  9. La Rondine. In: Metropolitan Opera. Abgerufen am 21. April 2024 (englisch).
  10. Vivien Schweitzer: Ney York Times: Review: Angel Blue Makes Her Met Debut. Abgerufen am 26. Dezember 2021 (englisch).
  11. James Jorden: The Observer: Porgy and Bess’ Misses Its Protagonist on Opening Night at the Met. Abgerufen am 26. Dezember 2021 (englisch).
  12. Richard Tucker Award 2022. In: Richard Tucker. Abgerufen am 27. November 2023 (englisch).
  13. Angel Blue | LA Opera. Abgerufen am 27. Januar 2024 (englisch).