Hauptmenü öffnen

Alianța Liberalilor și Democraților

Die Alianța Liberalilor și Democraților (ALDE; Allianz der Liberalen und Demokraten) ist eine liberale Partei in Rumänien. Sie wurde 2015 gegründet und gehört auf europäischer Ebene der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa an. Seit 2016 ist sie als Koalitionspartner der PSD an der Regierung beteiligt. Parteivorsitzender ist Călin Popescu-Tăriceanu.

GeschichteBearbeiten

 
Parteivorsitzender Călin Popescu-Tăriceanu

Die ALDE entstand im Juni 2015 durch die Fusion zweier Vorgängerparteien: der Partidul Liberal Reformator (PLR; Liberale Reformpartei) und der sozial-konservativen Partidul Conservator (PC). Die PLR wiederum war erst ein Jahr zuvor, im Juli 2014, als Abspaltung von der Partidul Național Liberal (PNL) gegründet worden. Zuvor hatte die PNL unter Führung Crin Antonescus die Uniunea Social Liberală (USL; Sozial-Liberale Union) genannte Koalition mit PSD und PC aufgekündigt und war stattdessen ein Bündnis mit der Partidul Democrat-Liberal (PDL) eingegangen. Damit einher ging eine abrupte Abwendung der PNL von der liberalen Europapartei ALDE und deren Fraktion im Europaparlament und Beitritt zur christdemokratischen Europäischen Volkspartei (EVP), der mit dem Wunsch begründet wurde, eine größere Rolle auf europäischer Ebene zu spielen. Der vom ehemaligen PNL-Vorsitzenden Călin Popescu-Tăriceanu angeführte Parteiflügel, der einen Verbleib im liberalen Parteienverbund wünschte, trat daraufhin aus der PNL aus und gründete die PLR.[1]

Die PC hingegen bestand bereits seit 1991 (zunächst unter dem Namen Rumänische Humanistische Partei, PUR) und war von 2011 bis 2014 ebenfalls ein Bestandteil der Sozial-Liberalen Union gewesen.

Bei der Präsidentschaftswahl im November 2014 hatte die PLR Călin Popescu-Tăriceanu nominiert, die PC Victor Ponta von der PSD unterstützt, die jedoch beide Klaus Johannis von der PNL unterlagen.

Im Dezember 2016 trat die ALDE erstmals nach der Fusion zur Parlamentswahl an. Sie erhielt 5,6 % der Stimmen, 20 der 329 Sitze im Abgeordnetenhaus und 9 der 136 Senatorenplätze. Damit wurde sie fünftstärkste Kraft im Parlament. Nach der Wahl ging sie eine Koalition mit der PSD unter dem Ministerpräsidenten Sorin Grindeanu ein. In dessen Kabinett war sie mit vier Ministern vertreten, darunter Teodor Meleșcanu als Außenminister.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Florin Abraham: Romania since the Second World War. A Political, Social and Economic History. Bloomsbury, London/New York 2017, S. 125.

WeblinksBearbeiten