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Adolf Erdmann Friedrich Julius von Seidlitz und Ludwigsdorf, auch: von Seidlitz-Habendorf (* 17. Februar 1865 in Habendorf; † 25. Februar 1943 ebenda) war ein deutscher Verwaltungsbeamter, Fideikommissbesitzer und Parlamentarier.

LebenBearbeiten

Adolf von Seidlitz studierte Rechtswissenschaften an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und der Georg-August-Universität Göttingen. 1883 wurde er Mitglied des Corps Saxo-Borussia Heidelberg.[1] Nach dem Studium und der Promotion zum Dr. jur. trat er in den preußischen Staatsdienst ein. 1893 legte er bei der Regierung in Frankfurt das Regierungsassessor-Examen ab.[2] Er wurde 1900 zunächst kommissarisch und 1901 endgültig zum Landrat des Landkreises Reichenbach (Eulengebirge) ernannt. Er war auch Landesältester der Schweidnitz-Jauerschen Fürstentumslandschaft sowie Rechtsritter des Johanniterordens.[3] Im Dezember 1912 wurde Seidlitz unter Verleihung des Kronen-Ordens III. Klasse in den Ruhestand versetzt.[4]

Er war Besitzer des Fideikommisses Habendorf. In der Preußischen Armee erreichte er in Friedenszeiten den Dienstgrad eines Rittmeisters. Im Ersten Weltkrieg wurde Seidlitz wiederverwendet. Er diente im Kriegsministerium, zuletzt als Major der Reserve.

Von 1913 bis 1918 saß Seidlitz als Abgeordneter des Wahlkreises Breslau 7 (Waldenburg, Reichenbach) im Preußischen Abgeordnetenhaus. Er gehörte der Fraktion der Konservativen Partei an.

LiteraturBearbeiten

  • Bernhard Mann: Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus 1867–1918 (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der Politischen Parteien. Band 3). Droste, Düsseldorf 1988, ISBN 3-7700-5146-7, S. 363.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kösener Korpslisten 1910, 120, 856
  2. Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Bestand I. HA Rep. 125, Nr. 4266.
  3. Handbuch für den Königlich Preußischen Hof und Staat für das Jahr 1912. Deckers Verlag, Berlin 1912, S. 443.
  4. Landkreis Reichenbach (Eulengebirge) Verwaltungsgeschichte und Landräte auf der Website territorial.de (Rolf Jehke)