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Adolf Zeller

deutscher Architekt, Hochschullehrer und Architekturautor

Leben und WirkenBearbeiten

Zeller studierte an der Technischen Hochschule Darmstadt und an der Technischen Hochschule (Berlin-) Charlottenburg. Das an das Studium anschließende Referendariat schloss er mit dem zweiten Staatsexamen ab und führte seitdem den Titel Regierungsbaumeister . 1912 wurde er an der Technischen Hochschule Braunschweig zum Dr.-Ing. promoviert; als Dissertation wurde sein Buch Die Geschichte der Wohnbaukunst der Stadt Hildesheim angenommen, das 1913 als Ergänzungsband der Publikationsreihe Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover erschien.

Er lehrte vor dem Ersten Weltkrieg als Privatdozent an der Technischen Hochschule Darmstadt. Danach war er Privatdozent und später außerordentlicher Professor für Baugeschichte an der Technischen Hochschule Berlin, wo er von 1919 bis 1920 den Vorsitz des Vereins für die Geschichte Berlins innehatte.

Zeller entwarf die Architektur des Goethedenkmals in Darmstadt und des Denkmals der Großherzogin Alice von Hessen, zudem restaurierte er beispielsweise ab 1909 die Blasiuskirche in Nordhausen und die Stiftskirche St. Peter in Wimpfen. Er verfasste zahlreiche Schriften zu Architekturthemen.

SchriftenBearbeiten

  • Das Rathaus zu Darmstadt. 1899.
  • Burg Hornberg am Neckar. Karl W. Hiersemann, Leipzig 1903.
  • Zur Geschichte des Landeshospitals Hofheim. In: Historischer Verein für das Großherzogtum Hessen (Hrsg.): Philipp der Großmütige. Beiträge zur Geschichte seines Lebens und seiner Zeit. Elwert, Marburg 1904, S. 405–418.
  • Das Heidelberger Schloß. Werden, Zerfall und Zukunft. In zwölf Vorträgen. Braun, Karlsruhe 1905.
  • Die romanischen Baudenkmäler von Hildesheim. 1907. Rezension in: Zentralblatt der Bauverwaltung, 28. Jahrgang 1908, Nr. 45 (vom 6. Juni 1908), S. 312–313.
  • Die Geschichte der Wohnbaukunst der Stadt Hildesheim. Schulze, Hannover 1913. (Dissertation, Technische Hochschule Braunschweig, 1912.)
  • Die Kleinwohnungsfrage und ihre Lösung. Leineweber, 1919.
  • Burg Hohnstein am Harz. In: Zeitschrift für Bauwesen, Jg. 70, 1920, Sp. 409–414 (Digitalisat der Zentral- und Landesbibliothek Berlin).
  • Die Kirche des Benediktinerinnenklosters St. Mariä auf dem Münzenberge bei Quedlinburg. In: Zeitschrift des Harzvereins, Band XLV (um 1920), S. 66–80. (auch als Sonderdruck nachgewiesen)
  • Der Turm zu Lübben. In: Brandenburgia, Monatsblatt der Gesellschaft für Heimatkunde und Heimatschutz in der Mark Brandenburg, 34. Jahrgang 1925. (auch als Sonderdruck nachgewiesen)
  • Frühromanische Kirchenbauten und Klosteranlagen der Benediktiner und der Augustiner Chorherren nördlich des Harzes. Berlin 1928.
  • Balthasar Neumann und seine Arbeitsweise. 1929.
  • Die Auswertung des Befundes früher Bauanlagen im Saale Ingelheim Reichsaal und Kaiserwohnung, Heft 1. Walter de Gruyter & Co., Berlin 1935.
  • Alt-Frankfurt und Tribur. Forschungen an karolingischen Bauten im Rheingau und in Rheinhessen, Heft 4. Walter de Gruyter, Berlin 1939.
  • Zur ältesten Baugeschichte des Mainzer Domes. In: Forschungen und Fortschritte, Nachrichtenblatt der deutschen Wissenschaft und Technik, Jahrgang 1940, Nr. 12.

EhrungenBearbeiten

  • 1903: Hessische Silbermedaille für Kunst und Wissenschaft

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. geboren am 2. Februar 1871 in Darmstadt laut Thieme-Becker (vgl. Literatur)
  2. geboren am 2. Februar 1871 in Büdingen laut Dresslers Kunsthandbuch (vgl. Literatur)
  3. gestorben am 26. Oktober 1946 in Radebeul laut: Zeller, Adolf. Hessische Biografie. (Stand: 15. Februar 2013). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  4. Die DNB gibt das abweichende Todesdatum 1945 an.