(2699) Kalinin

Asteroid des mittleren Hauptgürtels

(2699) Kalinin ist ein Asteroid des mittleren Hauptgürtels, der von der sowjetischen Astronomin Ljudmila Tschernych am 16. Dezember 1976 am Krim-Observatorium in Nautschnyj (IAU-Code 095) entdeckt wurde. Sichtungen des Asteroiden hatte es vorher schon am 20. Oktober 1950 unter der vorläufigen Bezeichnung 1950 UH am Goethe-Link-Observatorium in Indiana gegeben.[1]

Asteroid
(2699) Kalinin
Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 31. Juli 2016 (JD 2.457.600,5)
Orbittyp Mittlerer Hauptgürtel
Große Halbachse 2,6399 AE
Exzentrizität 0,1682
Perihel – Aphel 2,1959 AE – 3,0840 AE
Neigung der Bahnebene 16,1208°
Länge des aufsteigenden Knotens 64,0879°
Argument der Periapsis 294,6802°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 29. Oktober 2014
Siderische Umlaufzeit 4,29 a
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 18,33 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 12,763 km (±0,084)
Albedo 0,254 (±0,021)
Absolute Helligkeit 11,6 mag
Geschichte
Entdecker Ljudmila Tschernych
Datum der Entdeckung 16. Dezember 1976
Andere Bezeichnung 1976 YX, 1950 UH, 1978 EY6, 1980 VB
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

Mittlere Sonnenentfernung (große Halbachse), Exzentrizität und Neigung der Bahnebene des Asteroiden entsprechen grob der Maria-Familie, einer nach (170) Maria benannten Gruppe von Asteroiden.

Im Rahmen des argentinischen Programmes La Asociación de Observatorios Argentinos de Cuerpos Menores (AOACM) wurde die Lichtkurve des Asteroid untersucht. Die Beobachtungen im November und Dezember 2010 waren jedoch nicht aufschlussreich genug, um die Rotationsperiode zuverlässig bestimmen zu können.[2][3] Analysen der Lichtkurve mit dem 50-cm-Ritchey-Chrétien-Teleskop des Oakley Southern Sky Observatorys in Coonabarabran, New South Wales im September 2014 waren ebenso wenig erfolgreich.[4]

(2699) Kalinin wurde am 24. Juli 1983 nach Michail Iwanowitsch Kalinin (1875–1946) benannt, der von 1919 bis 1922 Staatsoberhaupt der Russischen SFSR war sowie von 1923 bis 1946 als Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Sowjets formelles Staatsoberhaupt der Sowjetunion.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. (2699) Kalinin beim IAU Minor Planet Center (englisch)
  2. Curvas de Luz y Períodos de Rotación de Asteroides. Artikel auf der Website der AOACM (spanisch)
  3. Carlos Ambrosini, Carlos Colazo, Fernando Mazzone: Period Determination for 1996 Adams and 2699 Kalinin by AOACM. The Minor Planet Bulletin 38, No. 2 (April 2011), Seite 102 (englisch)
  4. Lucas Bohn, Brianna Hibbler, Gregory Stein, Richard Ditteon: ASTEROID LIGHTCURVE ANALYSIS AT THE OAKLEY SOUTHERN SKY OBSERVATORY: 2014 SEPTEMBER. The Minor Planet Bulletin 42, No. 2 (April bis Juni 2015), Seite 89 (englisch; PDF, 4 MB)