Ángel Manrique

zisterziensischer Historiker, Bischof

Ángel Manrique O.Cist. (* 28. Februar 1577 in Burgos; † 28. Februar 1649 in Badajoz) war Zisterziensermönch, Historiker und Bischof.

Er arbeitete in annalistischer Form, um die Geschichte des Zisterzienserordens vom „Gründungsjahr“ 1098 durch alle Zeiten bis in das 17. Jahrhundert zu schildern, teilweise Jahrzehnt für Jahrzehnt. Diese schematische Darstellung der Ordensgeschichte war in der frühen Neuzeit üblich. Manriques Werk lässt sich mit den zisterzienschen Ordensforschern seiner Zeit (Chrysostomus Henriquez, Karl de Visch und Gaspar Jongelinus) vergleichen.

Von 1645 bis 1649 war er Bischof von Badajoz; davor ist eine wissenschaftliche Tätigkeit am Colegio de San Bernardo und der Domschule in Salamanca belegt.[1]

WerkeBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Stefan Benz: Zwischen Tradition und Kritik. Katholische Geschichtsschreibung im barocken Heiligen Römischen Reich, Husum 2003, ISBN 3-7868-1473-2, S. 585–589.
  • Kaspar Elm, Mythos oder Realität? Fragestellungen und Ergebnisse der Zisterzienserforschung, in: N. Bouter (Hg.), Unanimité et diversité cisterciennes, Saint-Étienne 2000, S. 17–48, hier S. 18
  • Galindo Romea, Fr. Angelus Manrique, historiador del Cister, Cistercium 31 (1979), S. 387–418.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Library of Congress Eintrag
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