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Zwei mitten im Leben

Film von Peter Gersina

Zwei mitten im Leben ist eine deutsche Filmkomödie von Peter Gersina aus dem Jahr 2014 mit Mariele Millowitsch als Umweltaktivistin Anna Wagner in der Hauptrolle.

Filmdaten
OriginaltitelZwei mitten im Leben
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2014
Länge90 Minuten
Stab
RegiePeter Gersina
DrehbuchRegine Bielefeldt
Annette Simon
ProduktionSabine de Mardt
Micha Terjung
Dagmar Konsalik
MusikMaurus Ronner
KameraGerhard Schirlo
SchnittVictor Rosario
Besetzung

Inhaltsverzeichnis

HandlungBearbeiten

Anna Wagner ist eine engagierte Umweltaktivistin. Gerade von einen Befreiungsaktion für Hühner in Massentierhaltung zurück, erhält sie die Nachricht vom Tod ihres Vaters. So begibt sie sich nach 30 Jahren zurück in das Dorf ihrer Kindheit im Bergischen Land. Als Alleinerbin hat sie nicht vor Haus und Grundstück ihres Vaters zu behalten. Doch ausgerechnet die Gemeinde interessiert sich für das Anwesen und Bürgermeisterin ist Bea Westkamp. Anna Wagner und die Bürgermeisterin kennen sich sehr gut, denn sie waren früher die allerbesten Freundinnen. Das verschob sich ins Gegenteil, als Bea Anna bei einer gemeinsamen Demo im Stich gelassen hatte, was diese ihr bis heute nie verziehen hatte. Jetzt, nach so vielen Jahren, ist Anna bereit einen Schlussstrich unter die Geschichte zu ziehen, doch schon bei der nächsten Gelegenheit eskaliert ihr Zusammentreffen. Beide trennen sich im bösen Streit. Nach einer von Bea angestrebten und fast gelungenen Versöhnung muss Anna erkennen, dass Bea jedes Mittel recht ist, um an das Grundstück zu gelangen. Das will Anna um keinen Preis zulassen. Damit verlängert sich ihr geplanter Aufenthalt im Bergischen Land und ihr Freund Christian reist ihr nach.

Weder Anna noch Bea ahnen, dass sich zwei Jugendliche in der Scheune des alten Karl Wagner, der die letzten Monate in einem Pflegeheim verbracht hatte, eine Cannabisplantage angelegt haben. Einer der Jungs ist Max, ausgerechnet der Sohn der Bürgermeisterin, der vor kurzem mit einer größeren Menge Gras von der Polizei erwischt wurde. Vorsorglich will er mit seinem Freund die Pflanzen vom Hof wegholen, doch misslingt dies jeden Mal, weil immer gerade jemand auf dem Grundstück eintrifft.

Bea Westkamp gerät bei der Bürgerversammlung allmählich unter Bedrängnis, denn auf dem Wagner-Grundstück sollte ein Baumarkt entstehen, der dem Ort Arbeitsplätze und Zukunft bieten soll. Aus Angst, dass der Investor abspringt, wenn nicht bald die Verträge unterzeichnet werden können, bietet die Bürgermeisterin ein Ausweichgrundstück an. Doch Anna hatte ihrerseits dem Wohl des Ortes nicht im Wege stehen wollen und Einsicht gezeigt. Sie hatte mit dem Investor Kontakt aufgenommen und ihr Grundstück direkt an ihn verkauft. Als Bea nun ein direkt daneben liegendes Areal anbietet, kauft der Investor dies auch, ohne zu erwähnen, dass er jetzt die doppelte Fläche als geplant besitzt und damit sein Angebot wesentlich erweitern wird, als von der Gemeinde gewollt. Die hatte zur Absicherung der eigenen kleinen Gewerbetreibenden ganz bewusst einen kleinen Baumarkt haben wollen. Als Anna und Bea ihren Doppelverkauf bemerken, den sie nicht mehr rückgängig machen können, ertränken sie ihren Kummer und die beiden versöhnten Freundinnen schmieden einen Plan. Sie suchen nach einer bedrohten Tierart, sie auf einem Grundstück ansiedeln können, damit sich die überdimensionierten Baupläne einschränken. Parallel organisieren sie eine Demo und informieren die Presse, um den angeblich hier heimischen Grasfrosch zu schützen. Der Plan geht auf und Schneider tritt vom Kauf des Zweiten Grundstückes zurück. Anna und Bea sind sehr froh, dass sie das hinbekommen haben und ihre Freundschaft wieder intakt ist.

HintergrundBearbeiten

Zwei mitten im Leben wurde am 15. Januar 2014 im ZDF zur Hauptsendezeit erstgesendet und erreichte dabei 5,69 Millionen Zuschauer, was einen Marktanteil von 17,6 Prozent entsprach.[1]

KritikBearbeiten

Rainer Tittelbach von tittelbach.tv urteilte: „‚Zwei mitten im Leben‘ ist ein Schauspieler-Vehihel, dass sich auf ein (Heimkehr-)Szenario und eine Dramaturgie verlässt, die gegen Überraschung jeglicher Art immun sind. Es könnte um unterschiedliche Lebenspläne gehen; doch den Autorinnen fällt dazu wenig ein. Dieses Thema ist nur Baustein der Dramaturgie. Die Komödie von Peter Gersina kommt schwer in Gang. Ein paar Szenen mit Millowitsch und Gastdorf sind allerdings köstlich. Ein routiniert heruntergekurbeltes Auf-Nummer-sicher-ZDF-Filmchen mit wenig Liebe zum Detail.“[1]

Die Kritiker der Fernsehzeitschrift TV Spielfilm vergaben eine mittlere Wertung (Daumen zur Seite) und befanden: „Dünne Scherze, blasse Figuren (u. a. Christoph M. Ohrt, Ingo Naujoks), aufgesetzte Emotionen und eine Story, die einem bekannt vorkommt – da will sich die gute Laune, die die Klarinetten-Intermezzi herbeitönen, nicht einstellen.“[2]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Rainer Tittelbach: Mariele Millowitsch – Johanna Gastdorf. Die Umweltaktivistin – die Dorfpolitikerin auf tittelbach.tv, abgerufen am 24. August 2018.
  2. Kurzkritik bei tvspielfilm.de, abgerufen am 24. August 2018.