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Wolfgang Krämer

deutscher Philologe und Historiker

Wolfgang Krämer (* 16. Juni 1885 in Schnappach; † 31. Oktober 1972 in Gauting) war ein deutscher Philologe und Historiker, der auch als Autor der Lukasburger Stilblüten einen heiteren Bestseller schrieb.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Krämer wurde in dem damals zur Stadt St. Ingbert gehörenden Ort Schnappach im Königreich Bayern geboren, besuchte die Volksschule und die Lateinschule in St. Ingbert und studierte anschließend von 1905 bis 1909 Germanistik, Geschichte und Geographie in München. 1912 nahm er seine Berufstätigkeit in München auf, 1916 in Gauting, das ihm zur zweiten Heimat wurde. Von 1914 bis 1923 war er Bibliothekar und Vorstandsmitglied der Geographischen Gesellschaft in München. 1921 trat er in den Staatsdienst ein und wurde Lehrer, später Rektor an der Ludwigs-Oberrealschule in München. Am 1. Januar 1950 wurde er pensioniert.

Seine historischen Interessen führten ihn über die Erforschung der Geschichte seiner Heimatstadt St. Ingbert, die ehemals den Grafen von der Leyen unterstanden hatte, in das fürstlich Leyensche Privatarchiv in Schloss Waal in Schwaben, das er mit Erlaubnis des Fürsten ab 1924 für seine Forschungen auswerten durfte. 1928 wurde er korrespondierendes Mitglied der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, 1929 wurde er in München zum Dr. phil. promoviert. Während vieler Urlaube ordnete und inventarisierte er von 1939 bis 1949 das umfangreiche von der Leyensche Archiv.

Neben der Ortsgeschichte seiner Heimatstadt St. Ingbert und der Geschichte der Grafen von der Leyen erforschte und publizierte er auch die Ortsgeschichte seiner zweiten Heimatstadt Gauting.

Seine Lukasburger Stilblüten, gesammelte Stilblüten aus Schüleraufsätzen, erschienen 1972 bereits in 160. Auflage und standen 1988 mit fast einer Million verkaufter Exemplare an der Spitze der heiteren Bestseller.

Neben der Ehrenbürgerschaft der Städte St. Ingbert und Gauting wurde ihm mit der Benennung einer Straße sowohl in St. Ingbert als auch in Gauting bereits zu Lebzeiten ein Denkmal gesetzt.

In seinem Geburtsort Schnappach wurde die Dr. Wolfgang Krämer-Schule in der Mariannenthaler Straße nach ihm benannt. An seinem Geburtshaus in der Bayernstraße 10 ist eine Tafel zur Erinnerung angebracht.

EhrungenBearbeiten

  • 21. Juni 1935: Benennung der Dr.-Wolfgang-Krämer-Straße in St. Ingbert
  • 11. Juni 1948: Ernennung zum Ehrenbürger der Stadt St. Ingbert
  • 1949: Benennung der Wolfgang-Krämer-Straße in Gauting
  • 1953: Ernennung zum Ehrenbürger der Stadt Gauting

LiteraturBearbeiten

  • Zeitschrift für saarländische Heimatkunde 4 (1954), S. 7–10
  • Nachruf in: Bayerische Vorgeschichtsblätter, Band 37, 1972

WeblinksBearbeiten