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Wirtschaftskammer Oberösterreich

Die Wirtschaftskammer Oberösterreich (WKOÖ) ist eine der neun Landeskammern der Wirtschaftskammer Österreich und damit die alleinige gesetzliche Interessenvertretung der Wirtschaft im Bundesland Oberösterreich.

Inhaltsverzeichnis

MitgliedschaftBearbeiten

Mit Stand 31. Dezember 2017 zählt die öffentlich-rechtliche Körperschaft 96.404 Mitglieder (inklusive Mehrfachmitgliedschaften in verschiedenen Bundesländern), davon sind 78.447 aktive (nicht ruhend gestellte) Mitglieder.[1] Die WKO Oberösterreich zählt 1395 Funktionäre, 115.875 Spartenmitglieder, 127.356 Fachgruppenmitglieder und beschäftigt 293 Mitarbeiter (ohne WIFI, Sparten und Fachorganisationen).[2]

Jahr Mitglieder WKO Oberösterreich (Stand per 31. Dezember 2017) davon aktive (ohne ruhende Mitgliedschaften)
1980 34.199 30.155
1985 35.591 30.661
1990 40.967 33.682
1995 47.407 37.173
2000 57.088 44.946
2001 59.397 46.641
2002 61.517 48.211
2003 63.671 49.999
2004 65.604 51.712
2005 67.345 53.412
2006 68.626 54.900
2007 70.094 56.150
2008 74.993 60.717
2009 77.863 63.015
2010 80.241 65.024
2011 82.133 66.607
2012 84.206 68.099
2013 86.996 70.357
2014 89.573 72.613
2015 92.108 74.718
2016 94.324 76.572
2017 96.404 78.447

Mitglieder nach SpartenBearbeiten

Aktuelle Zahlen für Oberösterreich (Stand per 31. Dezember 2017)[2]

Mitglieder nach Sparten 2017 2016 2015 2014 2013
Gewerbe und Handwerk 55.365 53.464 46.882 44.312 42.073
Handel 35.504 35.199 30.891 30.348 29.973
Industrie 1.365 1.372 1.184 1.799 1.818
Bank und Versicherung 164 169 181 188 195
Transport und Verkehr 5.790 5.792 5.116 5.053 5.028
Tourismus und Freizeitwirtschaft 11.167 11.144 10.517 10.527 10.426
Information und Consulting 18.001 17.711 16.191 15.869 15.543

GliederungBearbeiten

Territorial gliedert sich die WKOÖ in eine Zentrale in Linz sowie in 16 Bezirkstellen (Braunau, Eferding, Freistadt, Gmunden, Grieskirchen, Kirchdorf, Linz-Stadt, Linz-Land, Perg, Ried, Rohrbach, Schärding, Steyr, Urfahr-Umgebung, Vöcklabruck, Wels), die neben den Branchenvertretungen die Erstansprechpartner für alle Mitglieder sind. Fachlich unterteilt sich die WKOÖ in sieben Sparten (Gewerbe und Handwerk, Industrie, Handel, Bank und Versicherung, Transport und Verkehr, Tourismus und Freizeitwirtschaft, Information und Consulting), die wiederum in 93 Fachorganisationen (Fachgruppen, Innungen, Gremien und Fachvertretungen) unterteilt sind. Diese vertreten und beraten in Branchenangelegenheiten.

Struktur und LeitlinienBearbeiten

Frei gewählte Funktionäre und angestellte Mitarbeiter arbeiten gemeinsam in der Organisation. Als Dienstleistungspartner der oberösterreichischen Unternehmer vertritt die Wirtschaftskammer Oberösterreich die gemeinsamen Interessen ihrer Mitglieder nach außen und wirkt gemeinsam mit den Fachgruppen als Teil der Sozialpartnerschaft beim Abschluss von Kollektivverträgen mit.

AngebotskernBearbeiten

Die Leistungsbereiche Interessensvertretung, Service und Bildung sind Kernangebote. Als Interessensvertretung greift die Wirtschaftskammer Oberösterreich die Anliegen der Wirtschaft auf, schafft unternehmergerechte Rahmenbedingungen, greift federführend in der Mitgestaltung der Wirtschaftsförderung ein und gilt als Sprachrohr der lokalen Wirtschaft. Im Service-Bereich gibt es ein breitgefächertes Service- und Beratungsangebot für Mitgliedsbetriebe (Online-Services, Recht, Karriereberatung und Berufsinformation, Branchen- und Regionalservice, Betriebswirtschaft//Förderungen, Newsletter, Informationen zu Außenwirtschaft/Umwelt/Technologie/Innovation etc.). Das Bildungsangebot der Wirtschaftskammer Oberösterreich reicht von Informationsveranstaltungen über Workshops und Seminaren bis hin zu WIFI-Weiterbildungsmöglichkeiten (Kurse, Seminare, WIFI-Unternehmerakademie). Als Herausgeber der Zeitung „OÖ Wirtschaft“ tritt die Wirtschaftskammer Oberösterreich auch publizistisch auf.

Erfolgsbeispiele aus der Interessensvertretung 2017:[2]

  • Arbeitnehmerschutz: Weniger Aufzeichnungspflichten, Meldepflichten und Regelungen reduzieren Zeit- und Kostenaufwand.
  • Entgeltfortzahlung für KMU: Betriebe bis zu 10 Mitarbeitern erhalten künftig 75 % des fortgezahlten Entgelts.
  • Erleichterung beim Krankengeld: Das Krankengeld für Selbständige wird künftig rückwirkend ab dem 4. Tag ausbezahlt.
  • Aushängepflicht von Gesetzen: Die lästige Verpflichtung, Gesetze im Betrieb auszulegen, entfällt.
  • Auflösungskosten von Dienstverhältnissen: Die sogenannte Auflösungsabgabe wird mit 1. Januar 2020 entfallen.
  • Projektgenehmigungen: Durch die Deregulierungsoffensive des Landes OÖ entfallen künftig tausende Bau- und Projektberufungsverfahren.
  • Ökoenergie: Solaranlagen werden bis 4.000 Euro, Wärmepumpen und Fernwärme bis zu 2.800 Euro gefördert.
  • Nahversorgungsförderung in OÖ: Bis 2020 sind Förderungen für Betriebe gesichert.
  • Lohnnebenkosten: Wer zusätzliche Mitarbeiter anstellt, bekommt in den ersten drei Jahren bis zur Hälfte der Lohnnebenkosten gefördert.
  • Wiedereingliederungsteilzeit: Wenn Mitarbeiter mindestens sechs Wochen krank waren, hilft diese bei der Rückkehr ins Unternehmen. Arbeitgeber ersparen sich 25 % bis 50 % der Lohn- und Lohnnebenkosten.
  • Anstellung erfahrener Mitarbeiter: Die Lockerung des Kündigungsschutzes älterer Arbeitskräfte macht deren Anstellung für Unternehmen attraktiver.
  • Rechtssicherheit für Selbständige: „Umqualifizierungen“ von Selbständigen zu Dienstnehmern durch die Gebietskrankenkassen nur mehr mit Einbindung der SVA und klaren Spielregeln möglich.
  • Innovationskraft durch höhere Forschungsprämie gestärkt: Wer in Forschung und Entwicklung investiert, wird ab dem kommenden Jahr mit einer erhöhten Forschungsprämie von 12 % auf 14 % unterstützt.
  • Investitionszuwachsprämie: Von einem Zuschuss von 10 % für Neuinvestitionen profitieren rund 2.500 Unternehmen in Österreich.
  • Entlastung und Qualität: Die Reform der Gewerbeordnung erleichtert wie geplant den unternehmerischen Alltag und stellt sicher, dass duale Ausbildung und handwerkliche Qualität weiter gesichert sind.
  • Flexibilisierung und Entlastung: Wichtige Anliegen der Wirtschaft wurden ins neue Regierungsprogramm aufgenommen (AZ-Flexibilisierung, Bürokratie- und Strafenabbau, Sicherung von Fachkräften, Steuern- und Abgabensenkungen usw.).

Erfolgsbeispiele aus der Interessensvertretung 2016:[2]

  • Wochengeldfalle beseitigt – keine ungerechtfertigte Entgeltfortzahlung mehr.
  • Kostengünstigeres, neues Normengesetz mit mehr Transparenz und Effizienz in der Handhabung.
  • Befreiung der Nährwert-Kennzeichnungspflicht für Handwerksbetriebe die Lebensmittel herstellen.
  • Verlängerung der Ökoenergieförderung zur Sicherung des fairen Wettbewerb bei der Nutzung von Wärmepumpen, Solarenergie, Pellets, Hackgut und Fernwärme.
  • Rechtssicherheit und Abgabenbefreiung für erweiterten Personenkreis, sowie die Zulässigkeit von geringfügigen Zuwendungen im Rahmen der unentgeltlichen familiären Mitarbeit.
  • „Beraten statt Strafen“ als gemeinsames Motto von GKK, Finanzpolizei und den Bezirkshauptmannschaften.
  • Nahversorgungsförderung des Landes OÖ wurde verdoppelt.
  • Erhöhte Schwellenwerte bei öffentlichen Aufträgen bleiben bis Ende 2018.
  • 175 Mio. Euro zur Förderung des Investitionszuwachses in KMU.
  • Neues Betriebsanlagenrecht bringt Bürokratieabbau, Kostenreduktion und unternehmerische Freiräume.
  • Schrittweise Rückkehr an den Arbeitsplatz nach längeren Krankenständen mit reduzierten wöchentlichen Normalarbeitszeiten möglich.
  • Halber Pensionsbeitragssatz schafft Anreize zum längeren Arbeiten für Personen im Regelpensionsalter mit Anspruch auf Alterspension.
  • Weiterentwicklung der Rot-Weiß-Rot -Karte (Möglichkeiten, um qualifizierte Arbeitskräfte für Betriebe zu gewinnen)

DienstleistungenBearbeiten

Fachorganisationen – ServiceBearbeiten

  • Branchenrecht (z. B. Lebensmittelrecht, Elektrotechnikgesetz etc.)
  • Branchenmanagement, Branchenkennzahlen, Bildungspolitik – Service
  • Lehrverträge
  • Lehrlings-, Meister- und Unternehmerprüfungen
  • Karriereberatung – Berufsinformation
  • Firmenausbildungsverbund Oberösterreich
  • Integration

Bezirksstellen – Service „vor Ort“Bearbeiten

  • Gründung
  • Gewerberechtsauskünfte
  • Regionalspezifische Auskünfte
  • Netzwerke
  • Behördenstammtische
  • Schule – Wirtschaft

WIFI – ServiceBearbeiten

  • Aus- und Weiterbildung
  • Firmen Intern Training
  • Unternehmerakademie

PräsidentenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Wirtschaftskammermitglieder nach Bundesländern (PDF). Abgerufen am 14. Februar 2017.
  2. a b c d Wirtschaftskammer Oberösterreich: Wir über uns (PDF) Abgerufen am 14. Februar 2017.