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Winzeln (Pirmasens)

Ortsteil von Pirmasens, Rheinland-Pfalz

Winzeln ist ein Stadtteil und ein Ortsbezirk von Pirmasens. Es hat 2170 Einwohner.

Winzeln
Stadt Pirmasens
Wappen der ehemaligen Gemeinde Winzeln
Koordinaten: 49° 11′ 22″ N, 7° 33′ 58″ O
Höhe: 390 m ü. NHN
Einwohner: 2170
Eingemeindung: 7. Juni 1969
Postleitzahl: 66954
Vorwahl: 06331
Winzeln (Rheinland-Pfalz)
Winzeln

Lage von Winzeln in Rheinland-Pfalz

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Hotel Dorfschenke in Winzeln
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Hotel Kunz in Winzeln

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Zu Winzeln gehören auch die Wohnplätze Am Rehpfad, Forellengrund, Hollerstock, Im Buchholz, Littersbachermühle, Molkenbrunnerhof, Rehmühle und Schelermühle.[1]

GeschichteBearbeiten

Frühe NeuzeitBearbeiten

Die älteste erhaltene Erwähnung von Winzeln stammt von 1534, wobei sich aus dem ursprünglichen Ortsnamen „Windeselen“ zunächst „Wentzel“ (1534) und ab 1563 „Wintzel“ bildete.[2]

Das Dorf gehörte zur Grafschaft Zweibrücken-Bitsch und dort zum Amt Lemberg und dessen Amtsschultheißerei Gerspach.[3] Zu Winzeln gehörten folgende Mühlen: Alte Blümelsmühle, Lichersbacher Mühle (auch: „Katzenmühle“), eine Papiermühle, die Rehmühlen und die Scheeler Mühle.[4]

1570 verstarb Graf Jakob von Zweibrücken-Bitsch (* 1510; † 1570) als letztes männliches Mitglied seiner Familie. Das Amt Lemberg erbte seine Tochter, Ludovica Margaretha von Zweibrücken-Bitsch, die mit dem (Erb-)Grafen Philipp (V.) von Hanau-Lichtenberg verheiratet war. Ihr Schwiegervater, Graf Philipp IV. von Hanau-Lichtenberg, gab durch die sofortige Einführung des lutherischen Bekenntnisses dem streng römisch-katholischen Herzog Karl III. von Lothringen Gelegenheit, militärisch zu intervenieren, da dieser die Lehnshoheit über die ebenfalls zum Erbe gehörende Herrschaft Bitsch besaß. Im Juli 1572 besetzten lothringische Truppen die Grafschaft. Da Philipp IV. der lothringischen Übermacht nicht gewachsen war, wählte er den Rechtsweg. Beim anschließenden Prozess vor dem Reichskammergericht konnte sich Lothringen hinsichtlich der Herrschaft Bitsch durchsetzen, das Amt Lemberg dagegen – und somit auch Winzeln – wurde der Grafschaft Hanau-Lichtenberg zugesprochen.

1736 starb mit Graf Johann Reinhard III. der letzte männliche Vertreter des Hauses Hanau. Aufgrund der Ehe seiner einzigen Tochter, Charlotte (* 1700; † 1726), mit dem Erbprinzen Ludwig (VIII.) (* 1691; † 1768) von Hessen-Darmstadt fiel die Grafschaft Hanau-Lichtenberg nach dort.

NeuzeitBearbeiten

Im Zuge der Französischen Revolution fiel dann der linksrheinische Teil der Grafschaft Hanau-Lichtenberg – und damit auch das Amt Lemberg und Winzeln – 1794 an Frankreich. Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft kam Winzeln zum bayerischen Rheinkreis.[5]

Im Zuge der Kommunalreform wurde Winzeln am 7. Juni 1969 nach Pirmasens eingemeindet.[6]

VerkehrBearbeiten

Seit Eröffnung der Landesstraße 600 im Jahr 2007 besitzt Winzeln eine eigene Auf- und Abfahrt an der Autobahn 8.[2]

Söhne und TöchterBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Beamtenverzeichniß und Statistik des Königlich Bayerischen Regierungsbezirkes der Pfalz. Speyer 1870.
  • Friedrich Knöpp: Territorialbestand der Grafschaft Hanau-Lichtenberg hessen-darmstädtischen Anteils. [maschinenschriftlich] Darmstadt 1962. [Vorhanden in Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, Signatur: N 282/6].
  • Alfred Matt: Bailliages, prévôté et fiefs ayant fait partie de la Seigneurie de Lichtenberg, du Comté de Hanau-Lichtenberg, du Landgraviat de Hesse-Darmstadt. In: Société d’Histoire et d’Archaeologie de Saverne et Environs (Hrsg.): Cinquième centenaire de la création du Comté de Hanau-Lichtenberg 1480 – 1980 = Pays d’Alsace 111/112 (2, 3 / 1980), S. 7–9.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2019. S. 130 (PDF; 3 MB).
  2. a b Pirmasens.de: Pirmasens-Winzeln.
  3. Knöpp, S. 9; Matt, S. 9.
  4. Knöpp, S. 9.
  5. Beamtenverzeichniß.
  6. Amtliches Gemeindeverzeichnis (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 407). Bad Ems Februar 2016, S. 176 (PDF; 2,8 MB).

WeblinksBearbeiten