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Wilhelmine Schirmer-Pröscher

deutsche Politikerin (LDPD), MdV
Wilhelmine Schirmer-Pröscher, 1986

Wilhelmine Schirmer-Pröscher (* 9. Juli 1889 in Gießen; † 2. März 1992 in Berlin) war eine deutsche Politikerin der Blockpartei LDPD.

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LebenBearbeiten

Schirmer-Pröscher, geborene Pöser, lernte 1905 bis 1907 in Wiesbaden Drogistin, besuchte bis 1909 das Lehrerinnenseminar in Darmstadt und Eisleben und arbeitete bis 1912 als Hauslehrerin in Frankfurt/Main. Nach ihrer Heirat 1912 lebte sie mit Ehemann und Sohn in Bautzen als Hausfrau. Hier schloss sie sich 1919 der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) an und unterstützte Wilhelm Külz im Wahlkampf zur Weimarer Nationalversammlung. 1919 zog sie sich aus familiären Gründen aus der politischen Arbeit zurück und lebte in Berlin-Mariendorf. Nach dem Tode ihres Ehemannes führte sie von 1931 bis 1945 die Hubertus-Drogerie in Mariendorf.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs gehörte sie zu den Mitbegründern der LDPD und war bis 1989 ununterbrochen in den Führungsgremien der Partei vertreten. 1990 wurde sie Mitglied der FDP. 1948 bis 1959 arbeitete sie als Stadträtin für Gesundheitswesen in Ost-Berlin und schied danach aus dem Berufsleben aus. Schirmer-Pröscher war von 1949 bis 1990 Abgeordnete der Volkskammer und gehörte der Fraktion der LDPD an. Von 1954 bis 1963 fungierte sie als eine der Stellvertreterinnen des Präsidenten der Volkskammer. Ab 1971 war sie deren Alterspräsidentin. Von 1948 bis 1989 gehörte sie dem DFD-Bundesvorstand an und war eine der ehrenamtlichen stellvertretenden DFD-Vorsitzenden.

 
Grab auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin.

Anlässlich ihres 100. Geburtstages wurde Schirmer-Pröscher in Ost-Berlin die Ehrenbürgerwürde verliehen. Bei der Zusammenführung der Ehrenbürgerlisten von Ost- und West-Berlin erkannte der Berliner Senat Schirmer-Pröscher am 29. September 1992 postum die Auszeichnung ab.

AuszeichnungenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Wilhelmine Schirmer-Pröscher – Sammlung von Bildern