Wilhelm Wiegand

Historiker und Landtagsabgeordneter

Wilhelm Wiegand (* 5. November 1851 in Ellrich im Harz; † 8. März 1915 in Straßburg) war ein deutscher Archivar, Professor der Geschichtswissenschaften und Mitglied der ersten Kammer des Landtags des Reichslandes Elsaß-Lothringen.

Wilhelm Wiegand, 1911

Wilhelm Wiegand besuchte das Gymnasium in Glogau, studierte 1870 bis 1874 an den Universitäten Berlin, Leipzig und Straßburg Geschichtswissenschaften. In Leipzig wurde er Mitglied der Burschenschaft Arminia. 1876 übernahm er die Herausgabe des Urkundenbuchs der Stadt Straßburg. 1878 erfolgte die Habilitation und die Ernennung zum Privatdozenten an der Universität Straßburg. Seine Forschungsschwerpunkte als Historiker waren elsässische Geschichte und Friedrich der Große.

Im Jahr 1879 wurde er Direktor des unterelsässischen Bezirksarchivs, 1890 Honorarprofessor und 1906 ordentlicher Professor.

Er war zweiter Vorsitzender vom Roten Kreuz in Elsaß-Lothringen.

Die Reichsuniversität Straßburg ernannte Wiegand 1911 zum Mitglied der ersten Kammer des Landtags des Reichslandes Elsaß-Lothringen.

WerkeBearbeiten

  • Friedrich der Große, Bielefeld 1902, 2. Aufl. 1909, 3. Aufl. 1922
  • Urkundenbuch der Stadt Straßburg, Bd. 1., Urkunden u. Stadtrecht bis zum J. 1266, Straßburg 1879
  • Urkundenbuch der Stadt Straßburg, Bd. 2., Politische Urkunden von 1266 bis 1332, Straßburg 1886
  • Die internationalen Konferenzen vom Rothen Kreuz: Ein kurzer geschichtlicher Rückblick, Im Auftr. d. Central-Komites vom Rothen Kreuz, Berlin 1902
  • Michel de Montaigne, Diogenes, Zürich 1985, ISBN 978-3-25721-283-9

LiteraturBearbeiten

  • Regierung und Landtag von Elsaß-Lothringen 1911–1916. Biographisch-statistisches Handbuch. Mühlhausen 1911, S. 124

WeblinksBearbeiten

Wikisource: Wilhelm Wiegand – Quellen und Volltexte