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Werner Weist (Fußballspieler, 1949)

deutscher Fußballspieler

Werner Weist (* 11. März 1949 in Dortmund; † 13. Mai 2019 ebenda) war ein deutscher Fußballspieler. Er brachte es von 1968 bis 1977 bei den Vereinen Borussia Dortmund und Werder Bremen auf 217 Spiele und 87 Tore in der Bundesliga.

Werner Weist
Personalia
Geburtstag 11. März 1949
Geburtsort DortmundDeutschland
Sterbedatum 13. Mai 2019
Sterbeort Dortmund
Größe 174 cm
Position Mittelstürmer
Junioren
Jahre Station
SV 08 Dortmund
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
0000–1968 SV 08 Dortmund
1968–1971 Borussia Dortmund 72 (34)
1971–1977 Werder Bremen 145 (53)
1977–1978 Stuttgarter Kickers 10 0(1)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1970–1971 Deutschland U-23 3 0(3)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

LebenBearbeiten

Werner Weist wechselte im Sommer 1968 innerhalb seiner Heimatstadt von SV 08 Dortmund (Kreisliga) zum Ballspielverein Borussia in die Bundesliga und übersprang somit acht Ligen. Im Frühjahr 1968 hatte er ein Probetraining beim 1. FC Nürnberg absolviert und auch ein Vertragsangebot des Clubs erhalten, durch gezielte Zeitungsberichte wurde aber der BVB auf ihn aufmerksam gemacht. Am 7. September kam Weist zu seinem ersten Einsatz beim Heimspiel gegen den Hamburger SV. Er steuerte bereits nach 120 Sekunden das 1:0 zum späteren 3:1-Sieg bei. In der ersten Saison bei Borussia Dortmund hatte er mit Lothar Emmerich, Sigfried Held, Willi Neuberger, Dieter Kurrat, Reinhold Wosab und Rudi Assauer anerkannte Bundesligaspieler neben sich, trotzdem reichte es nur knapp zum Klassenerhalt. In der ersten Saison stand er in 17 Spielen für Dortmund auf dem Spielfeld und steuerte sieben Treffer zum Klassenerhalt bei.

Der zwanzigjährige Mittelstürmer schoss trotz der schwierigen Bedingungen im Debütjahr in seiner zweiten Saison 1969/70 20 Tore und die Borussia landete auf dem 5. Rang in der Abschlusstabelle. Von der Presse wurde er mit Gerd Müller verglichen. Seine Wichtigkeit in dieser Saison kann man auch an der Trefferquote des zweitbesten Dortmunder Schützen ablesen: Reinhold Wosab kam auf neun Tore. Aus finanziellen Zwängen mussten die Dortmunder nach der Saison 1970/71 den jungen Torjäger zum SV Werder Bremen ziehen lassen. Bei Werder sollte mit hochkarätigen Neuzugängen ein sportlicher und finanzieller Aufschwung bewirkt werden. Neben Weist kamen auch noch die Nationalspieler Peter Dietrich, Herbert Laumen und sein Dortmunder Mitspieler Willi Neuberger an die Weser. Mit dem 11. Rang mit 31:37 Punkten am Rundenende glückte der Sprung unter die Besten aber nicht. Weist hatte in 28 Spielen 13 Tore erzielt und war damit treffsicherster Bremer Schütze. Weist kam mit Werder nie über Platz 11 hinaus. Eine wirklich erfolgreiche Runde mit Werder Bremen erlebte er nicht. Von 1971 bis 1977 brachte er es im Norden auf 145 Spiele und erzielte dabei 53 Tore. Nach der Runde 1976/77 brach er die Zelte in Bremen ab und wechselte noch für eine Runde in die 2. Bundesliga zu den Stuttgarter Kickers. Nach diesem Jahr (10 Spiele, 1 Tor) beendete er mit 29 Jahren seine Laufbahn.

Internationale Einsätze hatte er in den Jahren 1970 und 1971 für den DFB in der Juniorennationalmannschaft erlebt. Bei drei Spielen gegen England, Albanien und Polen schoss Werner Weist drei Tore, in jedem Spiel traf er einmal.

Nach der KarriereBearbeiten

Bis Mitte der 1990er-Jahre spielte Werner Weist in der Traditionself von Borussia Dortmund. Seit 1996 leitete er als bekennender BVB-Fan den Fanartikel-Außenverkauf beim FC Schalke 04.[1] Diesen Posten vermittelte ihm sein ehemaliger Mitspieler Rudi Assauer. Er wohnte mit seiner Ehefrau in Dortmund-Nette.[2]

Weist starb am 13. Mai 2019 in Dortmund.[3][4]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Peter Müller: Acker Weist - ein Dortmunder Junge auf Schalke. In: Der Westen. WAZ New Media, 25. September 2009, abgerufen am 5. Januar 2012.
  2. Hinweis in: Echt- Das Stadionmagazin 38 vom 17. März 2012, S. 21
  3. Traueranzeige Ruhr Nachrichten, abgerufen am 19. Mai 2019
  4. Werder trauert um Werner Weist. Mitteilung auf der Homepage von Werder Bremen, 14. Mai 2019. Abgerufen am 14. Mai 2019.

WeblinksBearbeiten