Wehrtechnische Studiensammlung Koblenz

wehrtechnische Ausstellung in Koblenz

Koordinaten: 50° 22′ 7,7″ N, 7° 35′ 7,9″ O

WTS Koblenz
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Gebäudekomplex der Wehrtechnischen Studien­sammlung in der ehemaligen Langemarck-Kaserne
Daten
Ort Koblenz
Art
Studiensammlung, historisches Museum, Waffensammlung
Gründungsdatum 1962
Eröffnung 1982
Besucheranzahl (jährlich) 25.000
Website
ISIL DE-MUS-240015
Karte: Rheinland-Pfalz
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Wehrtechnische Studiensammlung

Die Wehrtechnische Studiensammlung (WTS) der Bundeswehr in Koblenz, auch Wehrtechnisches Museum Koblenz genannt, ist mit rund 30.000 Objekten auf rund 7000 m² Ausstellungsfläche eine der bedeutenden technischen Ausstellungen Deutschlands und international unter den umfangreichsten Sammlungen dieser Art. Schwerpunkt der WTS liegen bei der Wehrtechnik und der militärwissenschaftlichen Fachbibliothek. Sie gehört zum Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw – vormals Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung).

GeschichteBearbeiten

 
Kruppscher Schießplatz um 1900
 
Renault FT 17 als Dauerleihgabe des Panzermuseums Saumur kommt 1990 nach Koblenz

Eine Mustersammlung von Artillerieausstattungen zu Untersuchungszwecken wurde schon ab 1867 durch die Königlich-Preußische-Artillerieprüfungskommission betrieben. In diesem Zusammenhang ist auch der Kruppsche Schießplatz in Meppen, den die Friedrich Krupp AG ab 1877 einrichtete, zu betrachten. Die wechselvolle Geschichte des Standortes und der dortigen Bestände im Rahmen des Ersten Weltkrieges, der Zeit des Versailler-Vertrags, des Zweiten Weltkrieges bis zur Übernahme der Liegenschaften durch die Bundeswehr ist wenig dokumentiert. Trotz umfangreicher Erprobungen von Waffen und Gerät vor 1945 wurden aus dieser Zeit nur wenige Exponate wie beispielsweise ein früher Personenkleinstpanzer Bouclier roulant[1] zur WTS überführt. Auch aus früheren Beständen des Heereswaffenamtes und der Wehrmacht wurden Stücke wie die Selbstladepistole Salvator Dormus aus deren Sammlungen zur Historie der Wehr- und Waffentechnik übernommen. Als zielgerichtete Studiensammlung entstand eine Vorgängereinrichtung der WTS in den Jahren 1961/62 als „Sammlung für Waffen- und Konstruktionsstudien“ zunächst bei der damaligen Erprobungsstätte 91 in Meppen/Emsland, auf dem vormaligen Gelände des Kruppschen Schießplatzes. Am 12. November 1982 wurde die Einrichtung als Wehrtechnische Studiensammlung in der ehemaligen Langemarck-Kaserne in Koblenz von dem damaligen Präsidenten des Deutschen Bundestages, Richard Stücklen, eröffnet. Sie war nun unmittelbar dem Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung unterstellt. Insbesondere der Militärhistoriker Arnold Wirtgen, der die Leitung der WTS bis 1988 innehatte, baute die Sammlung aus. Von 1995 bis 2021 lag die Leitung bei seinem Sohn Rolf Wirtgen.[2] Seit 2001 nimmt die WTS mit großem Besucherandrang an der Koblenzer Langen Nacht der Museen teil. Zum 1. Oktober 2012 wechselte das Unterstellungsverhältnis der WTS zum neu gegründeten Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw).[3] Seit Beginn der COVID-19-Pandemie ist die WTS für Besucher geschlossen.[4][5][6]

AufgabenBearbeiten

Aufgaben im Rahmen der BundeswehrBearbeiten

Zweck der Sammlung ist zunächst die Wahrnehmung der dienstlichen Kernaufgaben:[3]

  • Aufgaben als Firmenarchiv des BAAINBw
  • Beteiligung an der Ausbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rüstungsbereichs, insbesondere des Ingenieursnachwuchses der Wehrtechnik
  • Unterstützung der Bundeswehr bei der vorbereitenden Ausbildung für Auslandseinsätze und Einsätze zur internationalen Rüstungskontrolle
  • Bereitstellung von Fachexpertise für andere Ressorts der Bundesregierung
  • Mitarbeit in der Arbeitsgemeinschaft Militärgeschichtlicher Museen und Sammlungen der Bundeswehr

Diese Aufgaben bestimmen die personelle und finanzielle Ausstattung der Wehrtechnischen Studiensammlung aus dem Bundeshaushalt.

Aufgaben im Dienst der ÖffentlichkeitBearbeiten

Die WTS ist der Öffentlichkeit zugänglich. Seit 1982 haben etwa 1.000.000 Menschen die Sammlung besucht. Sie wird allgemein als ein Museum wahrgenommen, dementsprechend in örtlichen Museumsverzeichnissen publiziert und auch solchermaßen ausgeschildert. Jedoch ist die WTS nach Definition der Bundeswehr kein Museum. Als offizielles Museum betreibt der Geschäftsbereich BMVg das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden, das verschiedene Außenstellen unterhält. Das hat für die WTS in Koblenz konkrete Auswirkungen auf die Präsentation und die Vermittlungsformate. Ein umfassendes museales Konzept, detaillierte militärhistorische Beschreibungen, Anwendungsbeispiele oder rüstungsgeschichtliche Einordnungen fehlen meist. Die WTS bietet eine thematisch geordnete Spezialsammlung mit einer Fülle von Anschauungsmaterial zur Entwicklung von Bewaffnung, Gerät, Ausrüstung und Uniformen ab dem frühen 19. Jahrhundert mit dem Schwerpunkt der Bundeswehr. Im Zusammenhang mit dem dienstlichen Zweck der Sammlung für Dokumentation und Ausbildung sind die Exponate nicht demilitarisiert und fast alle voll funktionsfähig. Die WTS gehört mit ca. 30.000 Sammlungsobjekten auf ca. 7000 m² Ausstellungsfläche zu den größten Sammlungen dieser Art in Europa. Darüber hinaus betreibt sie eine wehrtechnische und militärwissenschaftliche Fachbibliothek mit ca. 18.000 Bänden und mehr als 30.000 technischen Dienstvorschriften. Diese können, sofern sie nicht als Verschlusssache eingestuft sind, nach Anmeldung eingesehen werden.

AusstellungsstückeBearbeiten

Sammlungs- und Ausstellungsschwerpunkte sind in entsprechenden Unterlisten hinterlegt:[2][Def 1][Def 2][Def 3]

Die Exponate sind überwiegend Eigentum der Bundeswehr. Experimental- und Prototypen stammen aus Projektentwicklungen und Untersuchungsvorhaben, die vor allem im Rahmen der Aufgaben der verschiedenen Wehrtechnischen Dienststellen durchgeführt wurden. Der Wechsel von Ausstellungsstücken dient besonders der Aktualisierung der Ausstellung. Werden neue Exponate ausgestellt, gehen andere in Außenlager, werden verliehen oder abgegeben, dies nahezu ausschließlich im Bereich der Bundeswehr. Eine repräsentative Auswahl präsentiert einen Querschnitt der Sammlung.

Beispiele von Ausstellungsstücken

Die nachfolgende Auswahl zeigt Ausstellungsstücke und die Bandbreite der Ausstellung, die von historischen Kleinteilen bis zu militärischen Großgeräten und Wasserfahrzeugen aufgefächert ist.

Veröffentlichungen und SonderausstellungenBearbeiten

Zu wehrtechnischem Aufgabenbereich und technisch-historischen Untersuchungsthemen der WTS veröffentlichte die Dienststelle ab 1987 die Bücherreihe „Wehrtechnik und wissenschaftliche Waffenkunde“, zunächst im Verlag E.S. Mittler in Herford, zuletzt 2012 bei Bernard & Graefe in Bonn. Neben den Historikern Arnold und Rolf Wirtgen publizierten in dieser Reihe u. a. der Maschinenbauingenieur Wolfram Funk sowie die Historiker Matthias Uhl und Hans-Dierk Fricke. Die Veröffentlichungen sind zum Teil noch antiquarisch zu erwerben.[7]

Zur thematisch aufbereiteten Präsentation von bestimmten Sammlungsgebieten gab es im Laufe der Jahre etliche Sonderausstellungen von der Wehrtechnischen Studiensammlung Koblenz. Nachfolgend ein Überblick von Ausstellungen:

  • 95 Jahre Schnellboote in deutschen Marinen (2013/2014)[8][9]
  • 100 Jahre Pistole 08 (2008)[10]
  • Mauser Gewehrsystem 98 (1998)[11]
  • Fernoptische Beobachtungsgeräte in militärischer Nutzung (1999)[11]
  • 100 Jahre Visierentwicklungen
  • Die Bewaffnung und Ausrüstung der Armee Friedrich des Großen (1986)[4]
  • Das Maschinengewehr
  • Das Zündnadelgewehr – Eine militärtechnische Revolution im 19. Jahrhundert (1992)[4]
  • Die Maschinenpistole
  • Geharnischte Zeiten – 2000 Jahre Körperschutz des Soldaten (1995)
  • Militärische Nachtsichttechnik in Deutschland – Entwicklungsmuster, Prototypen und Seriengeräte
  • Uniformen in den NATO-Staaten 1900 bis heute (1989)[4]
  • Eloka- und Fernmeldegerät der ehemaligen NVA (1992)[4]
  • Unter Nassau’s Fahnen (2001)[12]
  • Das preußische Offizierkorps 1701–1806 – Uniformierung, Bewaffnung, Ausrüstung (2004)[13]

RezeptionBearbeiten

Der Bundesrechnungshof wirft der WTS in seinen Berichten aus den Jahren 2009 und 2015 vor, dass die Sammlung entbehrlich sei. Insbesondere wurde vorgeworfen, die Sammlung ohne ein tragfähiges Konzept und unwirtschaftlich zu betreiben. Die Kritik des Bundesrechnungshofs führte zu einer intensiven Befassung von Entscheidungsträgern mit der Zukunft der WTS: Am 12. Juli 2016 entschied Staatssekretärin Dr. Karin Suder in einem Tischgespräch mit Abteilungsleitern im BMVg für einen grundsätzlichen Erhalt der Sammlung und gegen eine Auflösung und Abwicklung.[14] Am 26. Juli 2018 besuchte Vizeadmiral Stawitzki, Abteilungsleiter Ausrüstung im BMVg, die WTS und orientierte sich über Rahmenbedingungen und zukünftige Perspektiven.[15] Am 28. März 2019 besuchte MdB Josef Oster, Bundestagsabgeordneter im Wahlkreis 199 Koblenz, die WTS und machte sich über die besonderen Rahmenbedingungen der Einrichtung sachkundig.[16] 2019 verzeichnete die WTS 25.000 Besucher, davon knapp 9.000 aus der Bundeswehr.[17][18][19]

Die Zeitung Loyal berichtete in ihrer Ausgabe 1/2021 zum aktuellen Stand der WTS und zur Position des Bundesministeriums der Verteidigung, die Sammlung hinsichtlich ihres Auftrages als wichtig zu bewerten und sie auch künftig erhalten zu wollen. In diesem Artikel wird auch der Militärhistoriker Sönke Neitzel zitiert:

„Wir brauchen dieses technische Gedächtnis. Technische Geschichte wird weder in den Museen der Bundeswehr noch an den Universitäten der Bundeswehr vermittelt. Höheren ingenieurwissenschaftlichen Sachverstand gibt es in historisch-technischen Fragen nur bei der WTS. Ich als Historiker brauche diese technische Perspektive.“

Insbesondere der technik-geschichtliche Bezug der Sammlung wird als wichtig bewertet, um historische Zusammenhänge besser einordnen zu können.[17]

Anders als das Militärhistorisches Museum der Bundeswehr, das die Entwicklung von Militär im historisch-sozialen Kontext präsentiert, ist die WTS auf Technologien in der Wehrtechnik ausgerichtet.

Neben dem Deutschen Panzermuseum in Munster, dem Heeresgeschichtlichen Museum in Wien, dem Schweizerischen Militärmuseum Full, dem Bovington Tank Museum und dem Panzermuseum in Saumur gehört die WTS international zu den bedeutendsten wehrtechnischen Sammlungen, deckt aber im Gegensatz zu diesen die gesamte technologische und historische Breite der Wehrtechnik ab.

Im Museumsranking 2020 der Website Testberichte.de, die über 500 Museen entsprechend ihrer Beliebtheit mit einem Ranking versehen hat, errang die WTS bundesweit Platz 34, in Rheinland-Pfalz Platz 2.[20]

ZukunftBearbeiten

In der Diskussion für eine zukünftige Ausgestaltung der WTS spielen vor allem die notwendige Infrastruktur, ein ausreichender Personalrahmen und die Wirtschaftlichkeit im Betrieb eine Rolle. Lange Zeit diskutierte man in Koblenz die Verlegung der WTS mit allen Funktionen auf die ehemalige Fritsch-Kaserne im Vorfeld der Festung Ehrenbreitstein. Das wurde 2005 vorbereitet. Eine Umsetzung war bis zur Bundesgartenschau 2011 beabsichtigt. Das Projekt war um 2008 entscheidungsreif, wurde aber nicht verwirklicht. Bundesverteidigungsminister Jung besuchte am 1. Juli 2008 die WTS und gab den Verbleib der Sammlung in Koblenz bekannt.[21] 2016 wurde über einen Transfer in den Südteil der Deines-Bruchmüller-Kaserne in Lahnstein beraten.[22] Dieser Ansatz, der auf eine Mitwirkung der Stadt Lahnstein in einem privatrechtlichen Betreibermodell abzielte, scheiterte. Eine Integration in das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden wurde nicht weiterverfolgt. Stattdessen übernahm diese museale Einrichtung der Bundeswehr zahlreiche Exponate nach Dresden und angegliederte Standorte. Eine zeitweise favorisierte Möglichkeit war die Zusammenführung der WTS und ihrer Außenlager auf dem Gelände der Außenstelle Metternich (Wasserplatz) der Wehrtechnischen Dienststelle 41 in Koblenz-Metternich. Diese Projektmöglichkeit war an die Beendigung der Zwischennutzung mit Bürocontainern durch das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr gebunden. Alternativ stand die Sanierung des Standortes in der ehemaligen Langemarck-Kaserne zur Debatte. Eine Entscheidung und daraus abgeleitete Infrastrukturmaßnahmen wurden bis Ende 2021 nicht bekannt gemacht.

Verein der Freunde und Förderer der Wehrtechnischen StudiensammlungBearbeiten

Der Verein der Freunde und Förderer der Wehrtechnischen Studiensammlung e. V. (VFF WTS e. V.) wurde 1979 gegründet, um die WTS zu unterstützen. Zielsetzung ist unter anderem, den Zugang für die Öffentlichkeit und die dazu erforderlichen musealen Aufgaben der WTS zu fördern. Die dienstlich bereitgestellten personellen und finanziellen Ressourcen reichen nur, um die Wahrnehmung der dienstlichen Aufgaben der Sammlung innerhalb der Bundeswehr zu gewährleisten. Vorsitzender war zunächst der jeweilige Koblenzer Oberbürgermeister.[2] Aktuell stehen dem Verein als 1. Vorsitzender Andreas Biebricher, bis 2016 Mitglied des rheinland-pfälzischen Landtages, und als 2. Vorsitzender Christian Leitzbach, freiberuflicher Historiker aus Wuppertal, vor. Wissenschaftlicher Beirat des Vorstands ist der für die Entwicklung der Panzertechnik renommierte Experte Rolf Hilmes.[23]

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Hans-Dierk Fricke: Geschichte der Kriegsraketen und der Raketenartillerie im 19. Jahrhundert (= Wolfram Funk, Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung [Hrsg.]: Wehrtechnik und wissenschaftliche Waffenkunde. Band 13). Bernard und Graefe, Bonn 2003, ISBN 978-3-7637-6208-8.
  • Dieter Heinrich (Bearbeiter): Die Ausstellungen der Wehrtechnischen Studiensammlung des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung. Teil I: Die technische Entwicklung der Handfeuerwaffen. Band 1: Die Handfeuerwaffen von ihrem ersten Aufkommen bis zu den Repetierwaffen. Hrsg.: Verein der Freunde und Förderer der Wehrtechnischen Studiensammlung Koblenz e. V. Biblio Verlag, Osnabrück 1985, ISBN 3-7648-1467-5 (Fotos von Barbara Tiezel).
  • Werner Hahlweg: Beiträge zur Entwicklung der Wehrtechnik I. Technologisch-wirtschaftlich historische Themen. Hrsg.: Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung. 1. Auflage. Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung, Koblenz 1980.
  • Werner Hahlweg: Wehrtechnische Studiensammlung des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung, WTS. Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung, Koblenz 1980, OCLC 633724242.
  • Vereinigung der Freunde des Wehrgeschichtlichen Museums Schloß Rastatt e. V., Verein der Freunde und Förderer der Wehrtechnischen Studiensammlung Koblenz e. V. (Hrsg.): Die Bewaffnung und Ausrüstung der Armee Friedrichs des Großen. Eine Dokumentation aus Anlaß seines 200. Todesjahres. Ausstellungskatalog 27. März–30. Juni 1986 in der Wehrtechnischen Studiensammlung Koblenz, 1. August–2. November 1986 im Wehrgeschichtlichen Museum in Rastatt. o. V., Koblenz/Rastatt 1986.
  • Heinrich Müller, Rolf Wirtgen im Auftrag des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung (Hrsg.): Geharnischte Zeiten. 2000 Jahre Körperschutz des Soldaten vom antiken Muskelpanzer zur kugelsicheren Weste. Eine Ausstellung der Wehrtechnischen Studiensammlung des BWB aus Anlass des vierzigjährigen Bestehens der Bundeswehr. Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung, Koblenz 1995.
  • Frank Köhler (Bearbeiter): Exponate der Wehrtechnischen Studiensammlung. Präsentiert an den Tagen der offenen Tür bei der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD 51) in Koblenz am 16. und 17. Juli 2005 und bei der 5. Koblenzer Museumsnacht am 3. September 2005. Hrsg.: Rolf Wirtgen im Auftrag des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung. 2., korr. Auflage. Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung, Koblenz 2009 (mit Beiträgen von Siegfried Müller u. a.).
  • Heinrich Müller: Geharnischte Zeiten. 2000 Jahre Körperschutz des Soldaten vom antiken Muskelpanzer zur kugelsicheren Weste. Hrsg.: Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung. 1. Auflage. Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung, Koblenz 1995, ISBN 978-3-927038-60-8.
  • Rolf Wirtgen (Redaktionsleitung), Frank Köhler, Lothar Simon, Hubert Zimmer (Redaktion): Wehrtechnische Studiensammlung Koblenz. Ein Überblick. 50 Jahre WTS – 30 Jahre in Koblenz. Hrsg.: Verein der Freunde und Förderer der Wehrtechnischen Studiensammlung Koblenz e. V. Hermes Medien, Hunzel 2012.
  • Siegfried Müller: Die Wehrtechnische Studiensammlung. Über 50 Jahre gewähren wir Einblicke. In: Rolf Hilmes (Hrsg.): 1916–2016 „100 Jahre Panzer“ – Betrachtungen zu Meilensteinen bei der Entwicklung der Panzerkonzepte und der Baugruppentechnologie. VFF WTS, Koblenz 2017, ISBN 978-3-9819293-0-0, S. 7–8 (vffwts.de [PDF; abgerufen am 20. November 2021]).
  • Arnold Wirtgen: Handfeuerwaffen und preußische Heeresreform 1807 bis 1813. In: Wehrtechnik und wissenschaftliche Waffenkunde Band 3, herausgegeben im Auftrag der Wehrtechnischen Studiensammlung. E.S. Mittler & Sohn, Bonn 1988, ISBN 3-8132-0292-5.
  • Eva Zwach: Deutsche und englische Militärmuseen im 20. Jahrhundert. Eine kulturgeschichtliche Analyse des gesellschaftlichen Umgangs mit Krieg. Lit, Münster 1999, ISBN 978-3-8258-4160-7.

WeblinksBearbeiten

Commons: Wehrtechnische Studiensammlung Koblenz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

DefinitionenBearbeiten

Definitionen der Bundeswehr aus der Offlinedatenbank Terminologie der Bundeswehr (MDB-Datei 8,3 MB). Bundeswehr;:

  1. „Komplexes, bodengebundenes Wehrmaterial einschließlich seiner Komponenten, das von der oder dem Materialverantwortlichen als Landsystem eingestuft wird.“ In Annäherung an diese Definition wird in der Liste dazu Ausrüstung verstanden, die von an Land eingesetzten Truppen verwendet wird.
  2. „Luft-, raum-, see- und landgestützte Waffensysteme, Wirkmittel oder sonstige Mittel, die optimiert sind, in den Luft-/Weltraum hinein, im oder aus dem Luft-/Weltraum heraus zu wirken.“
  3. „Teil der Streitkräfte mit dem Zweck, Herrschaft über Seeräume zu erkämpfen, zu behaupten oder zu verwehren.“

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bouclier roulant in der Ausstellung der WTS-Koblenz. (JPG) In: vffwts.de. (Bild). Ein-Mann-Panzer, französisch britisches Modell 1917/1918. (JPG) Objektbeschreibung in der Ausstellung der WTS-Koblenz. In: brueckenkopf-online.com. (Bild).
  2. a b c Siegfried Müller: Vorwort (VFF WTS e.V.). In: Rolf Hilmes (Hrsg.): Meilensteine der Panzerentwicklung : Panzerkonzepte und Baugruppentechnologie. 1. Auflage. Motorbuchverlag, Stuttgart 2020, ISBN 978-3-613-04277-3, S. 4.
  3. a b Wehrtechnische Studiensammlung (WTS) in Koblenz. Bundeswehr;
  4. a b c d e Rolf Wirtgen: Ein Jahrzehnt WTS. In: WTS-Info. Ausgabe 10/1992. Wehrtechnische Studiensammlung, Koblenz 1992, S. 3 ff.
  5. Öffnungszeiten und Eintrittspreis. Verein der Freunde und Förderer der Wehrtechnischen Studiensammlung, abgerufen am 15. November 2021.
  6. Eva Zwach: Deutsche und englische Militärmuseen im 20. Jahrhundert. Eine kulturgeschichtliche Analyse des gesellschaftlichen Umgangs mit Krieg. Lit, Münster 1999, ISBN 978-3-8258-4160-7, S. 154–155, 257–259.
  7. Rolf Wirtgen: Publikationen der WTS. In: WTS-Info. Ausgabe 13/1996. Wehrtechnische Studiensammlung, Koblenz 1996, S. 72.
  8. Ausstellungseröffnung „95 Jahre Schnellboote in deutschen Marinen“. (PDF 36,6 kB) (Nicht mehr online verfügbar.) Presse- und Informationszentrum Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung, 4. September 2013, archiviert vom Original am 18. September 2013; abgerufen am 6. November 2021 (Pressemitteilung zur Sonderausstellung und zur „Langen Nacht der Koblenzer Museen“).
  9. Schnellboote in deutschen Marinen. Sonderausstellung. VFFWTS, 28. Oktober 2013, abgerufen am 15. November 2021.
  10. Hubert Zimmer: 100 Jahre Pistole 08. zum 100. Jahrestag der Einführung der Selbstladepistole 08 als Ordonnanzwaffe in das preußische Heer ; Katalog zur Sonderausstellung 2008/2009 bei der Wehrtechnischen Studiensammlung, Koblenz. Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung, Koblenz 2008, S. 91.
  11. a b Lothar Simon: Fernoptische Beobachtungsgeräte in militärischer Nutzung. Ein Streifzug durch unser Jahrhundert. In: WTS-Info. Ausgabe 15/1999. Wehrtechnische Studiensammlung, Koblenz 1999, S. 19.
  12. Unter Nassau’s Fahnen. (Nicht mehr online verfügbar.) WTS, 8. Juli 2001, archiviert vom Original am 25. Dezember 2001; abgerufen am 6. November 2021 (Sonderausstellung).
  13. Arnold Wirtgen: Sonderaustellung Das preußische Offizierkorps 1701–1806 - Uniformierung, Bewaffnung, Ausrüstung. In: WTS-Info. Ausgabe 17/2004. Wehrtechnische Studiensammlung, Koblenz 2004, S. 37.
  14. Verein der Freunde und Förderer der Wehrtechnischen Studiensammlung Koblenz e. V. Abgerufen am 12. November 2021.
  15. Vizeadmiral Carsten Stawitzki besucht die WTS. VFF WTS, 26. Juli 2018, abgerufen am 12. November 2021.
  16. MdB Josef Oster besucht die WTS. VFF WTS, abgerufen am 12. November 2021.
  17. a b André Uzulis: Dienstschluss. In: Loyal. Ausgabe 1/2021 Auflage. VFF WTS, Frankfurt 2021, S. 18 ff.
  18. 2009 Bemerkungen Nr. 21 „Entbehrliche Wehrtechnische Studiensammlung wird weitergeführt“. Bundesrechnungshof, 8. Dezember 2009, abgerufen am 16. Oktober 2021.
  19. 2015 Bemerkungen – Weitere Prüfungsergebnisse Nr. 07 „Bundeswehr betreibt teure Studiensammlung ohne tragfähiges Konzept“. Bundesrechnungshof, 20. April 2016, abgerufen am 16. Oktober 2021.
  20. Museums-Ranking 2020, auf testberichte.de, abgerufen am 13. Oktober 2021
  21. Wehrtechnische Studiensammlung: Standort Koblenz gesichert. (Nicht mehr online verfügbar.) Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung, 3. Juli 2008, archiviert vom Original am 19. August 2008; abgerufen am 15. November 2021.
  22. Karin Kring: Wandert Wehrtechnische Studiensammlung von Koblenz nach Lahnstein ab? (Nicht mehr online verfügbar.) In: Rhein-Zeitung. 13. Juli 2016, archiviert vom Original am 29. September 2021; abgerufen am 15. November 2021 (kostenpflichtiger Artikel).
  23. Impressum. VFFWTS e.V., 2019, abgerufen am 11. November 2021.