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Walter Schumann (* 8. Oktober 1913 in New York City, New York; † 21. August 1958 in Minneapolis, Minnesota) war ein US-amerikanischer Komponist.

Leben und KarriereBearbeiten

Walter Schumann studierte zunächst Anfang der 1930er-Jahre Rechtswissenschaft an der University of Southern California. Er beendete jedoch sein Studium abrupt und trat stattdessen einer College-Tanzband bei. Nach dem Ende dieser Band blieb Schumann im Musikgeschäft und arbeitete unter anderem mit Eddie Cantor in dessen Radioshow sowie mit Andre Kostelanetz. Im Zweiten Weltkrieg trat er der US-Armee bei und wurde dort zu einem wichtigen Musikdirektor beim Kriegsradio, der mit vielen Stars zusammenarbeitete.[1] Nach Kriegsende komponierte er zusehends für Hollywood, etwa für mehrere Komödien von Abbott und Costello sowie für den Thriller Die Nacht des Jägers (1955) unter Regie von Charles Laughton. Außerdem fertigte Schumann für die langlebige Polizeiserie Dragnet zahlreiche Stücke an, darunter auch die markante Titelmelodie. Für seine Arbeit an Dragnet gewann er 1955 einen Emmy Award. Schumanns Dragnet-Titelthema wurde ebenfalls für die Titelmelodie der deutschen Krimi-Fernsehserie Stahlnetz verwendet.

In den Jahren 1953 und 1955 führte Schumann zwei Musikstücke am Broadway auf, darunter auch seine erste und einzige Oper John Brown's Body.[2][3] Als bemerkenswert gelten auch die Choralgesänge, die Schumann in Zusammenarbeit mit Leith Stevens unter dem Titel Exploring the Unknown herausbrachte.[4] Walter Schumann verstarb 1958 im Alter von nur 44 Jahren nach einer Herzoperation.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Artikel über Walter Schumann
  2. Walter Schumann bei der IBDB
  3. Artikel über Walter Schumann
  4. Exploring the Unknown bei Allmusic