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Walter Jenson

deutscher Musiker, Komponist und Arrangeur
Walther Jenson 1948
Eterna 820509 - Titel 6 - Aufnahme 1951 - Veröffentlichung 1966 ------------ Im August, Im August blüh´n die Rosen
Zwei Minuten In Harlem v. Walter Jenson, es spielt das RBT-Orchester, Berlin 1947
Harlem Swing (Zwei Minuten in Harlem) v. Walter Jenson, Berlin 1947
Kleiner Boy aus Portorico v. Walter Jenson, Orchester Willi Stanke, Gesang: Ursula Maury, Berlin 1948
Kleiner Boy aus Portorico, Berlin 1948

Walter (Walther Friedrich Wilhelm) Jenson (* 19. Dezember 1902 in Berlin; † 19. Dezember 1952 in Berlin) war ein deutscher Musiker, Komponist, Arrangeur und Orchesterleiter der Jazz- und Unterhaltungsmusik.

LebenBearbeiten

Jenson war ein Sohn des Berliner Lithographen und Kunstmalers Friedrich Wilhelm Jenson (1873–1934) und dessen Ehefrau Charlotte Christiane, geb. Müller. Er studierte Kompositions- und Harmonielehre am Stern’schen Konservatorium in Berlin. Sein Hauptinstrument war die Trompete. Er ist später der deutsche Harry James genannt worden. Seine musikalische Prägung erfuhr er durch die Swing-Ära. Er arbeitete unter anderem mit den Textern Hans G. Orling[1] und Leo Breiten[2], den Sängerinnen Evelyn Künneke[3], Rita Paul (seit 1945 im Crusader Club[4] in Hamburg) und Gloria Astor[5], den Sängern Peter Rebhuhn (seit 1945), Bully Buhlan, Detlev Lais, Peter Cornehlsen[6], Werner Stüvecke[7], Bernd Golonsky[8] und Werner Schöne sowie dem Klarinettisten Baldo Maestri[9]. Ab 1947 arbeitete er ebenfalls als Arrangeur u. a. für das von Michael Jary 1945 gegründete Berliner RBT-Orchester (Leitung: Horst Kudritzki und Erwin Lehn) und für das Orchester von Kurt Widmann[10]. Horst Kudritzki und Gloria Astor waren auch die Trauzeugen bei der Hochzeit in zweiter Ehe von Walther Jenson mit Adelheid Neander (* 18.8.1923 – † 3.9.2019) im Oktober 1947 in Berlin und ist mit ihr Vater einer Tochter. Im Jahr 1950 übernahm Walther Jenson (neben Jean Kurt Forest) die Leitung des neu gegründeten Tanz- und Unterhaltungsorchesters des Berliner Rundfunks und gründete parallel dazu sein eigenes Orchester aus Mitgliedern dieses Orchesters. Er nahm neben Fremdkompositionen eigene Kompositionen auf, zum Beispiel Spanischer Marsch, Die Fahrt ins Blaue und Du sollst mein Mascottchen sein. Seine Kompositionen – bei denen sich der Musiker und Sänger Paul Kuhn in damaliger Zeit noch ein Zubrot als Notenkopist verdienen musste – und die Orchester-Einspielungen wurden vorwiegend für das Amiga-Label, aber auch für Eterna, Radiophon (R 690/47a), Odeon (O-31790) und Columbia (DW 4949) aufgenommen und veröffentlicht.

Walther Jenson starb an seinem fünfzigsten Geburtstag an den Spätfolgen einer Verletzung, die er sich im Januar 1919 während des Spartakusaufstands zugezogen hatte. Beerdigt wurde er auf dem Friedhof Weißensee.

Kompositionen (Auszug)Bearbeiten

  • Die Fahrt ins Blaue auf Amiga-CD: Sweet and Swinging - Die populärsten Orchester (Amiga 1947–2007; SONY BMG)
  • Jimmy Lunceford auf Amiga-Schellackplatte
  • Rhythmische Studie Nr. 14 auf Amiga-Schellackplatte
  • Kleiner Boy aus Portorico auf Amiga-Schellackplatte
  • Swing Promenade auf Amiga-Schellackplatte
  • Zwei Minuten in Harlem auf Amiga-Schellackplatte
  • Amiga-Swing auf Amiga-Schellackplatte
  • Du sollst mein Mascottchen sein (W. Jenson/G. Schumann) auf Amiga-Schellackplatte
  • Ein zärtliches Lied, Langsamer Foxtrot, Text: Leo Breiten, Capriccio-Musikverlag GmbH, Berlin, 1948
  • Silberner Mond, Lied und Beguine, Text: H. G. Orling, Maestro Internationaler Musik- & Bühnenverlag, Berlin, 1951
  • Ach-Herrjeh, Carioca, Klavierpartitur, Text: H. G. Orling, Dt. Film-Verlag, Berlin, 1951

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Walter Jenson – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten