Würm (Pforzheim)

Stadtteil von Pforzheim, Baden-Württemberg, Deutschland

Das Dorf Würm ist seit dem 1. September 1971 ein Stadtteil von Pforzheim mit rund 2800 Einwohnern. Er liegt etwa fünf Kilometer südlich von Pforzheim am gleichnamigen Fluss.[1]

Würm
Stadt Pforzheim
ehemaliges Gemeindewappen von Würm
Koordinaten: 48° 51′ N, 8° 44′ OKoordinaten: 48° 51′ 25″ N, 8° 44′ 8″ O
Fläche: 8,22 km²
Einwohner: 2864 (31. Dez. 2012)
Bevölkerungsdichte: 348 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. September 1971
Postleitzahl: 75181
Vorwahl: 07231
Blick vom Schwarzwald-Schwäbische-Alb-Allgäu-Weg auf Würm
Ortschaftsratswahl 2009
Wahlbeteiligung: 51,4 % (+0,1 Pp.)
 %
60
50
40
30
20
10
0
55,1 %
33,4 %
11,5 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2004
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
+1,5 %p
−13,0 %p
+11,5 %p

Geographie Bearbeiten

Die Größe der Gemarkungsfläche beträgt 822 ha, von denen 76,4 % Wald sind.

Geschichte Bearbeiten

Der Höhenstadtteil Würm blickt auf eine 900-jährige Geschichte zurück; die erstmalige Bewirtschaftung und Besiedlung des Gebiets erfolgte im 11. Jahrhundert, als unter Federführung der Herren von Kräheneck-Weißenstein weite Teile des Nordschwarzwalds erschlossen wurden. Charakteristisch für die Gründung Würms waren Waldhufendörfer, welche aus der Rodung und Urbarisierung einstiger Wälder hervorgingen. Die benachbarte Burg Liebeneck steht im Zusammenhang mit der Entstehung Würms. Die erste Erwähnung befindet sich in einer Urkunde aus dem Jahre 1263. Dort ist die Existenz der Festung Hoheneck und der „Villa Würme“ dokumentiert. In den nachfolgenden Jahrhunderten war Würm Gegenstand vieler Besitzkonflikte. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts umfasste Würm 18 Hufen. Ab dem 18. Jahrhundert erfuhr Wurm einen städtebaulichen und demografischen Wandel; das einstige Hufendorf wurde verdichtet, zeitgenössische Wohnhäuser verdrängten die historischen Hufen. Der Grund dafür waren unter anderem Arbeiter der Pforzheimer Schmuckindustrie, die mangels Wohnraum in die Nachbargemeinden zogen. Heute prägen weite Neubaugebiete im südlichen Ortsteil das Ortsbild.

Einrichtungen Bearbeiten

 
Kirche am Würmer Hauptstrasse.
  • Grundschule
  • Ortsverwaltung
  • Sportgelände (Phönix Würm)
  • Sport- und Mehrzweckhalle
  • Tennisanlage
  • Kirche, katholisch
  • Kirche, evangelisch
  • Kirche, neuapostolisch
  • Altenpflegeheim

Fußballverein Bearbeiten

Der Fußballverein FC Phönix Würm EV wurde 1910 gegründet.

Busverbindungen Bearbeiten

Würm wird von verschiedenen Buslinien des Verkehrsverbundes Pforzheim-Enzkreis bedient:

  • Die Busse der Linien 666 und 767 halten nur an der Haltestelle Alte Post.
  • Die Busse der Linie 4 fahren durch den Ortsteil Würm mit mehreren Haltestellen zum Ortsteil Huchenfeld und anschließend wieder durch Würm in Richtung Pforzheim Hauptbahnhof.
  • Die Busse der Linie 41 fahren nur den Ortsteil Würm an und bedienen sämtliche Haltestellen (Endhaltestelle Ritterstraße).

Sehenswertes Bearbeiten

Zu Würm gehört auch die südöstlich über dem Würmtal gelegene, nur über Wanderwege erreichbare Burgruine Liebeneck, die vermutlich die Floßzollstelle am Fluss schützen sollte.

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 473.

Literatur Bearbeiten

  • Karl Ehmann und Herbert Ruff: Waldbauerndorf – Industriearbeitergemeinde – Stadtteil. Würm 1263–1980, Pforzheim 1987
  • Ruth Schneider, Kurt Stöhr und Wolfgang Hamm: Ortsfamilienbuch Würm 1648 - 1903. Ubstadt-Weiher: Verlag Regionalkultur 2013, ISBN 978-3-89735-778-5
  • Christoph Timm: Pforzheim – Kulturdenkmale in den Ortsteilen Verlag für Regionalkultur, Pforzheim 2006, S. 215f

Weblinks Bearbeiten

Commons: Würm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien