Victor Tuxhorn

deutscher Maler

Victor Tuxhorn (* 26. März 1892 in Bielefeld; † 28. Juni 1964 ebenda) war ein deutscher Kunstmaler.

LebenBearbeiten

Nach den Brüdern Carl, Paul und Rudolf und der Schwester Luise ist Tuxhorn das jüngste Kind von Karl (1857–1914) und Sophie Tuxhorn (1864–1925). Der Vater arbeitet als Schlosser in der Nähmaschinenproduktion der Dürkopp-Werke in Bielefeld und ist selbst künstlerisch interessiert. Die Familie lebt im Haus der Großmutter Charlotte Tuxhorn, Detmolder Straße 92. 1909 zieht die Familie in eine nahegelegene eigene Wohnung. Dort, am Ehlentrupper Weg 15, wird auch Victor Tuxhorn bis 1923 leben und arbeiten. Nach dem Besuch der Mittelschule begann Tuxhorn eine Lehre in der Malerwerkstatt Milberg und bei Franz Pauly.[1] Von 1909 bis 1914 studierte er Malerei und Grafik bei Ludwig Godewols und Karl Muggly an der Handwerker- und Kunstgewerbeschule Bielefeld. Im November 1909 gründete er zusammen mit u. a. Peter August Böckstiegel, Ernst Sagewka, Erich Lossie und Heinz Lewerenz die Künstlergruppe „Rote Erde“, die bis 1933 bestand. Während des Ersten Weltkriegs leistete er Kriegsdienst und fertigte Armeezeichnungen für Publikationen wie „Aus Sundgau und Wasgenland“ und „Vogesenwacht“ an.

Von 1921 bis 1923 studierte Tuxhorn bei Otto Gußmann, Oskar Kokoschka und Robert Sterl an der Kunstakademie Dresden, wo er schließlich Meisterschüler bei Richard Dreher wurde. Anschließend war er als freischaffender Künstler in Bielefeld tätig. Studienaufenthalte führten in auf die Nordsee-Halligen, in die Niederlande, nach Sizilien und in die Schweiz.

Tuxhorn wandelte sich vom Jugendstil kommend zum gemäßigten Expressionisten. Seine Werke fanden in Westfalen weite Verbreitung. Die Arbeiten Tuxhorns werden heute auch dem Stil des „Westfälischen Expressionismus“ zugeordnet.[2]

AusstellungenBearbeiten

  • „Positionen der Klassischen Moderne aus der Sammlung Bunte“, August Macke Haus Bonn, 2009 Kunstmuseum Bayreuth 2009, Kunsthaus Apolda 2010
  • „Westfälische Expressionisten aus privaten Sammlungen“, Peter-August-Böckstiegel-Haus Arrode, 2013
  • „Das Glück in der Kunst – Expressionismus und Abstraktion um 1914“, Kunsthalle Bielefeld, 2014
  • „Victor Tuxhorn (1892–1964) – ein Kunstmaler und sein Schildesche“, Volksbank Bielefeld-Gütersloh 2014
  • „Victor Tuxhorn – Expressionismus und Gefühl“, Kunsthaus Rietberg – Museum Wilfried Koch, 2016

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Museum Kunstpalast: Künstler und Künstlerinnen der Düsseldorfer Malerschule (Auswahl, Stand: November 2016, PDF)
  2. Jutta Hülsewig-Johnen, Thomas Kellein: Der westfälische Expressionismus. Verlag Hirmer 2010, ISBN 3777431710