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Der Vertrag von Montevideo von 1980 zur Gründung der Lateinamerikanischen Integrationsvereinigung wurde am 12. August 1980 in Montevideo, Uruguay unterzeichnet und trat am 18. März 1981 in Kraft. Er erneuerte somit den Vertrag von Montevideo von 1960, den Gründungsvertrag der Lateinamerikanischen Freihandelszone. Der Vertrag enthält ein Rahmenabkommen, nach dem durch bilaterale und subregionale wirtschaftliche Abkommen eine graduelle Integration der Gesamtregion ermöglicht werden soll. Dafür wurden im Vertragstext aber weder Fristen noch bestimmte Mechanismen festgeschrieben. Beispiele für solche subregionalen Abkommen die nach dem Vertrag zustande gekommen sind, sind Mercosur oder die Gruppe der Drei. Weiterhin wurde im Vertrag eine sogenannte Habilitationsklausel eingefügt, um die Meistbegünstigtenklausel des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens (GATT) zu umgehen und die regionale Integration zu fördern. Alle beteiligten Staaten waren zum Zeitpunkt der Unterzeichnung bereits Mitglieder der Lateinamerikanischen Freihandelszone, welche sind:

  1. ArgentinienArgentinien Argentinien
  2. BolivienBolivien Bolivien
  3. Brasilien 1968Brasilien Brasilien
  4. ChileChile Chile
  5. EcuadorEcuador Ecuador
  6. KolumbienKolumbien Kolumbien
  7. MexikoMexiko Mexiko
  8. Paraguay 1954Paraguay Paraguay
  9. PeruPeru Peru
  10. UruguayUruguay Uruguay
  11. Venezuela 1954Venezuela Venezuela

KubaKuba Kuba ratifizierte als 12. Mitglied den Vertrag im Jahre 1999. Die Vertragsratifizierung steht allen Ländern Lateinamerikas offen.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Vertrag von Montevideo von 1980 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien