Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin

Bibliothek in Berlin

Die Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin ist die Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin. Sie umfasst die Zentralbibliothek im Berliner Ortsteil Dahlem, alle Instituts- und Fachbibliotheken und das Universitätsarchiv. Die Universitätsbibliothek stellt über 9 Mio. Medien, 1,7 Mio. E-Books, 54.000 elektronische Zeitschriften, 2000 Datenbanken sowie 3500 Arbeitsplätze zur Verfügung.

Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin

Zentralbibliothek der Freien Universität Berlin in der Garystraße 39

Gründung 1952
Bestand über 9.000.000
Bibliothekstyp Hochschulbibliothek
Ort Berlin Welt-IconKoordinaten: 52° 26′ 53,2″ N, 13° 16′ 38,8″ O
Besucheradresse Garystr. 39, Berlin
ISIL DE-188
Betreiber Freie Universität Berlin
Leitung Andreas Brandtner
Website www.ub.fu-berlin.de

Die Universitätsbibliothek verfügt über 13 Bibliotheksstandorte sowie das Universitätsarchiv. Die Zentralbibliothek in der Garystr. 39 ist die zentrale Ausleihbibliothek an der Freien Universität. Etwa 90 Prozent des Bibliotheksbestandes von ca. 1,9 Mio. Medien können nach Hause ausgeliehen werden. Die Zentralbibliothek besitzt Literatur aller Wissenschaftsdisziplinen. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf sozialwissenschaftlicher Literatur, interdisziplinären Schriften und elektronischen Ressourcen. Die Nutzung der Bibliothek und sämtlicher Dienste stehen allen Wissenschaftlern, Studierenden und anderen Interessierten offen. Die Philologische Bibliothek der Freien Universität Berlin ist ein weiterer Bibliotheksstandort.

Geschichte Bearbeiten

Die Universitätsbibliothek wurde am 1. März 1952 gegründet.[1] Der Gründungsdirektor und langjährige Leiter der Bibliothek war der Germanist Wieland Schmidt.

1954 erhielt die Bibliothek ein eigenes Gebäude (Architekten: Franz-Heinrich Sobotka und Gustav Müller).[1] Die Baukosten für das auf Beschluss des Akademischen Senats „Henry-Ford-Bau“ genannte Gebäude und für die mit ihm verbundene Universitätsbibliothek wurden von der US-amerikanischen Ford Foundation getragen.

Nach schwierigen Anfangsjahren mit geringem Erwerbungsetat konnte aufgrund der Empfehlungen des Wissenschaftsrats der Bestand der Universitätsbibliothek stärker ausgebaut werden. Von 1965 bis Ende 1994 hatte die UB zudem die Funktion einer Pflichtexemplarbibliothek für in West-Berlin erschienene Publikationen. 1967 wurde mit Hilfe der Stiftung Volkswagenwerk eine Lehrbuchsammlung eingerichtet, in der bereits 1973 ein erstes elektronisches Ausleihsystem eingesetzt wurde. 1976 wurde ein zweiter Magazinturm fertiggestellt, der den stetig wachsenden Bestand aufzunehmen hatte. 1999 verabschiedete der Akademische Senat eine neue Bibliotheksordnung, in der das Bibliothekswesen der Hochschule im Sinne einer „zentralisierten Dezentralisation auf mittlerer Ebene“ umgestaltet wurde und die Aufgabenbereiche der Universitätsbibliothek neu festgelegt wurden. Eine der Hauptaufgaben der Universitätsbibliothek heute ist die Bereitstellung von elektronischen Medien.

Eine weitere Hauptaufgabe der UB ist die Bereitstellung und Betreuung des Bibliotheksinformationssystems ALMA sowie der Digitalen Bibliothek und des Bibliotheksportals Primo für das gesamte Bibliothekssystem. Über das Discover and Delivery System Primo wird den Nutzerinnen und Nutzern Zugriff auf einen Megaindex mit über 900 Mio. Titeln extern gehosteter akademischer Forschungsliteratur ermöglicht.

Bestände Bearbeiten

Die Universitätsbibliothek ist die zentrale Ausleihbibliothek der Freien Universität Berlin. Von insgesamt über 9 Mio. Medien an der FU Berlin befinden sich etwa 1,9 Mio. in der Universitätsbibliothek. Es handelt sich um Literatur aller Wissenschaftsdisziplinen.

Das Angebot der UB an elektronischen Medien umfasst ca. 54.000 E-Zeitschriften, 1,7 Millionen E-Books (inkl. DFG-Nationallizenzen) und 2000 Datenbanken.[2] Deren Anschaffung wird überwiegend hochschulübergreifend über das Friedrich-Althoff-Konsortium (FAK) organisiert.

Ein besonderer Sammelschwerpunkt war und ist die Literatur zur Sozialismus-Forschung. Den Grundstock hierfür bildet die Spezialsammlung des schlesischen Industriellen und Sozialdemokraten Max Stein (1871–1952), die sogenannte „Bibliothek Stein“. 1979 kam die Sammlung des Berliner Sozialisten Alfred Weiland hinzu.

In den Bestand übernommen wurden außerdem eine Reihe von Gelehrtenbibliotheken, darunter die des Historikers Friedrich Meinecke, des Theologen Helmut Gollwitzer und des Romanisten Walter Pabst.

Die Bibliothek hatte bis Ende 2020 den Status einer „United Nations Depository Library“ (seit 1956) und eines Europäischen Dokumentationszentrums (seit 1963) und sammelte die Veröffentlichungen und Dokumente der Vereinten Nationen und der Europäischen Union / Europäischen Gemeinschaft.[3]

Siehe auch Bearbeiten

Literatur Bearbeiten

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. a b Geschichte im Überblick bei www.ub.fu-berlin.de (abgerufen am 7. Mai 2012).
  2. Bestand, Erwerbungsprofil bei www.fu-berlin.de/sites/ub (abgerufen am 4. Februar 2021).
  3. Einstellung des "Dokumentationszentrums Vereinte Nationen - Europäische Union". In: Website der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin. 17. März 2021, abgerufen am 17. März 2021.