Unione Ticinese Operai Escursionisti

Die Unione Ticinese Operai Escursionisti (UTOE) war der Dachverband der Tessiner Arbeiteralpenvereine mit Sitz in Bellinzona. Die UTOE-Sektionen bestehen unter dem Tessiner Dachverband Federazione Alpinistica Ticinese (FAT) weiter.

Unione Ticinese Operai Escursionisti
(UTOE)
Logo
Zweck Dachverband der Tessiner Arbeiteralpenvereine
Gründungsdatum: 1919
Sitz: Bellinzona (Kanton Tessin Schweiz)
Website: utoe.ch

GeschichteBearbeiten

Eine Gruppe befreundeter Arbeiter der Gotthardbahn, vorwiegend Deutschschweizer, gründete 1919 nach dem Vorbild des italienischen «Arbeiteralpinismus» im Volkshaus («Casa del Popolo») in Bellinzona die Unione Operai Escursionisti Ticinesi (UOET), die später in Unione Ticinese Operai Escursionisti (UTOE) umbenannt wurde. Der UTOE sollte den Arbeitern die Schönheit der Alpen näher bringen, sowie sie damit vom Alkohol fernhalten und ihre Familien so vor Gewalt bewahren.[1] Ab 1936 wurde die offizielle Zeitschrift «Stella Alpina» herausgegeben. Zu dieser Zeit zählte die UTOE über 2.000 Mitglieder.

1938 trennten sich die Sektionen Lugano (1927 gegründet), Ritom (Ambrì, 1924) und Lucomagno (Olivone, 1931) vom UTOE und gründeten die Società Alpinistica Ticinese (SAT). Der SAT wollte aufgrund der Kriegsgefahr die körperliche Ertüchtigung für die Vereinsarbeit mehr gewichten. Die Schweizer Milizarmee war darauf angewiesen, dass die Gebirgssoldaten auch in ihrer Freizeit alpinistische Erfahrungen sammelten. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen sich SAT und UTOE wieder näher und vereinigten sich 1965 unter dem Dachverband Federazione Alpinistica Ticinese (FAT).

UTOE Sektionen gibt es in Locarno (1934 gegründet), Biasca (1933), Bellinzona (1919) und Faido (1931). Sie betreiben zahlreiche Berghütten in den Tessiner Alpen. Die erste Hütte, die 1940 gebaute Capanna Gesero, wurde nach ihrer Verlegung im November 1946 eingeweiht.[2][3]

UTOE-HüttenlisteBearbeiten

    Verzweigt auf die GeoHack Seite. Anhand der hinterlegten Koordinaten können diverse externe Kartendienste aufgerufen werden.
    Externer Link auf die Seite der Hütte beim SAC.
    Externer Link auf die Seite der Hütte beim FAT.

Bild Lage
Hüttenlinks
Name Eigentümer Höhe
m ü. M.
  !546.4954255509.0076765  |   |   Adulahütte UTOE UTOE – Bellinzona 2394
  !546.2225145508.9563865  |   |   Capanna Albagno UTOE – Bellinzona 1870
  !546.5599835508.8888955  |   |   Capanna Bovarina UTOE – Bellinzona 1870
  !546.3574485509.0303305  |   |   Capanna Cava UTOE – Biasca 2066
  !546.5063625508.8457625  |   |   Rifugio Gana Rossa UTOE – Pizzo Molare, Faido 2270
  !546.1813175509.1207805  |   |   Capanna Gesero UTOE – Bellinzona 1774
  !546.3165105508.4711865  |   |   Capanna Grossalp UTOE – Locarno 1907
  !546.3945995508.9385715  |   |   Capanna Pian d’Alpe UTOE – Biasca 1764
  !546.4288095508.5723355  |   |   Capanna Poncione di Braga UTOE – Locarno 2000
  !546.4984735508.8140295  |   |   Capanna Prodör UTOE – Pizzo Molare, Faido 1740
  !546.1082485508.8810295  |   |   Capanna Tamaro UTOE – Bellinzona 1867

UTOE-HüttenkarteBearbeiten

Standorte der Sektion (  Hauptsitz –   Hütten)

LiteraturBearbeiten

  • Andrea Porrini: Les débuts de l’Unione Ticinese Operai Escursionisti. In: Cahiers d’histoire du mouvement ouvrier Band 18, 2002 (französisch).

WeblinksBearbeiten

Commons: Unione Ticinese Operai Escursionisti – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Andrea Porrini: Les débuts de l'Unione Ticinese Operai Escursionisti. Cahiers d'histoire du mouvement ouvrier Band 18 2002 [1]
  2. Einweihung der zweiten Geserohütte am 16. November 1946
  3. Tessiner Zeitung vom 10. Februar 2012: Klassenkampf am Rheinwaldhorn