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Und Äktschn!

Film

Und Äktschn! ist eine Filmkomödie von Frederick Baker aus dem Jahr 2013, die am 3. August 2013 im Vorarlberger Feldkirch beim Poolbar Festival uraufgeführt wurde.[3] Regulär in die deutschen Kinos kam der Film am 6. Februar 2014.[1]

Filmdaten
Originaltitel Und Äktschn!
Produktionsland Deutschland, Österreich
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2013
Länge 90[1] Minuten
Altersfreigabe FSK 6[2]
Stab
Regie Frederick Baker
Drehbuch Frederick Baker,
Gerhard Polt
Produktion Frederick Baker,
Christian Becker,
Sandra Fasolt
Musik Christoph Well,
George Taylor
Kamera Wolfgang Thaler
Schnitt Alarich Lenz
Besetzung

Inhaltsverzeichnis

HandlungBearbeiten

In einer oberbayerischen Kleinstadt namens Neufurth lebt Hans A. Pospiech. Er ist ein leidenschaftlicher Cineast, Amateurfilmer und Mitglied des örtlichen Filmklubs. Pospiech lebt, von seiner Frau getrennt und gerade noch in deren Haus geduldet, in der Garage, wo er sein eigenes Filmunternehmen namens „Pospiech Productions“ betreibt, das aber keinerlei Gewinn abwirft. Der hoch verschuldete Pospiech hält sich finanziell über Wasser, indem er Weltkriegs-Memorabilien aus dem Erbe seines Vaters an solvente Sammler verhökert. Mit Herrn Nagy, einem Vereinskameraden des Filmklubs, ist Pospiech in inniger Feindschaft verbunden; die beiden wetteifern um den Titel des größten Filmexperten. Auf Initiative des örtlichen Bankdirektors Faltermeier wird von der Bank ein Kulturpreis in Höhe von 30.000 Euro ausgelobt, der für den besten Filmbeitrag eines regionalen Filmemachers vergeben werden soll. Mit Unterstützung seines Neffen Alfons als Kameramann und Tontechniker macht Pospiech sich an die Arbeit. Er hat sich zum Ziel gesetzt, einen künstlerisch anspruchsvollen Film über das Privatleben und „die menschliche Seite“ Adolf Hitlers zu machen. Das Casting der Darsteller und die Produktionsvorbereitungen erweisen sich aufgrund des Geldmangels als äußerst schwierig. In seiner cineastischen Leidenschaft setzt sich Pospiech aber über alle Hürden hinweg. Nur mit viel Überredungskunst gelingt es ihm, den lokalen Musikalienhändler Fleischbauer für die Hauptrolle zu gewinnen und während der Dreharbeiten bei der Stange zu halten. Die ältere Gastwirtin Grete wird als Eva Braun engagiert, während ihr indischer Koch, Herr Suk, die Rolle von Joseph Goebbels übernimmt. Andere Freunde und Bekannte mimen weitere Nazi-Größen. Das Casting eines Schäferhundes als Blondi scheitert. Gedreht wird u. a. in einem örtlichen Café und vor allem in Pospiechs Garage, die je nach Bedarf als Berghof oder Führerbunker umdekoriert wird. Herr Nagy versucht erfolglos, Pospiechs Projekt und die Preisverleihung an ihn zu hintertreiben, u. a. indem er ihn als „Nazifilmer“ anzeigt. Am Ende gelingt es Pospiech, seinen Film zu vollenden und den begehrten Preis zu ergattern, der ihn aus seiner finanziellen Misere rettet. Unter großer Anteilnahme der lokalen Öffentlichkeit und Medien feiert der Film Premiere.

 
Gerhard Polt und Robert Meyer bei der Premiere in Wien (2014)

HintergrundBearbeiten

Der Film kam im Verleih der Majestic Filmverleih in die Kinos; produziert wurde er von der Rat Pack Filmproduktion, der Filmbäckerei Wien und der VIAFILM. Der FFF Bayern, der DFFF, die FISA und das ÖFI förderten den Film.[1] Die Dreharbeiten fanden Anfang 2013 in Freilassing, Berchtesgaden, Bad Reichenhall und Salzburg (Innenaufnahmen von Pospiechs Garage) statt.[4][5]

Gegen Ende des Films sind Michael und Karl Well von den Wellbrüdern aus’m Biermoos zusammen mit Martin Polt in einem Gastauftritt als Polizisten zu sehen.

Die von Christoph Well komponierte und arrangierte Filmmusik greift immer wieder die Hits Steh auf, wenn Du am Boden bist und An Tagen wie diesen der Band Die Toten Hosen auf.

KritikenBearbeiten

„Sein neuer Film, 'Und Äktschn!', der am Dienstagabend im Gartenbaukino in Wien Premiere hatte (und am 6. Februar in die deutschen Kinos kommt), ist ein kraftraubendes Opus. Ein Liebhaberstück für Cineasten und Nostalgiker. Wer mit Polt noch nie viel anfangen konnte, wird es jetzt auch nicht können.“

Cathrin Kahlweit: Süddeutsche Zeitung[6]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Und Äktschn! – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Und Äktschn! VIAFILM GmbH & Co. KG, 1. Januar 2013, abgerufen am 5. Januar 2015.
  2. Freigabebescheinigung. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, 17. Januar 2014, abgerufen am 25. Dezember 2014 (PDF, Prüf-Nr.: 142 896 K): „Freigegeben ab 6 Jahren“
  3. Und Äktschn! Poolbar Festival, Silent Bicycle-driven Open Air Cinema. In: Monatsprogramm. KULTUR – Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft, abgerufen am 5. Januar 2015.
  4. Und Äktschn! Polts neuester Streich! Wolfgang Mletzko, abgerufen am 26. Oktober 2014.
  5. Und Äktschn! In: Filmkulisse Bayern. bayern.by, 22. August 2014, abgerufen am 22. Oktober 2014.
  6. Cathrin Kahlweit: Kraft der Mittelmäßigkeit. In: Kultur. Süddeutsche Zeitung, 29. Januar 2014, abgerufen am 6. Februar 2014.