UK Ironman 70.3 (England)
Sherborne 2003–2004
Sherborne
2003–2004
Llanberis 2001–2002
Llanberis
2001–2002
Longleat 2005
Longleat
2005
Exmoor seit 2006
Exmoor
seit 2006
Austragungsorte des
Ironman 70.3 UK

Der Ironman 70.3 UK ist eine von 2006 bis 2017 in Exmoor (Großbritannien) stattfindende Triathlon-Sportveranstaltung.

OrganisationBearbeiten

Er ist Teil der Ironman 70.3-Triathlon-Rennserie der World Triathlon Corporation (WTC). Ursprünglich wurden diese Rennen über die Distanz 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen durch unabhängige Veranstalter in Lizenz der WTC als Inhaber der Markenrechte organisiert. Seit dem Kauf der WTC durch einen Private Equity-Investor im Jahr 2008 werden die Rennen zunehmend direkt von der WTC veranstaltet. Der Markenname leitet sich aus der Gesamtdistanz von 113 km entsprechend 70,3 Meilen bei einem Bewerb ab.

Bereits 1991 und 1992 hatte die WTC über den „Ironbridge Triathlon“ über die Mitteldistanz in Shropshire Qualifikationsplätze für den Ironman Hawaii vergeben, später mussten Briten, um an der Geburtsstätte der Marke starten zu können, sich außerhalb Großbritanniens qualifizieren.[1]

 
Wimbleball Lake
 
Die dreimalige Siegerin Eimear Mullan (2012–2014)

Am 9. September 2001 veranstaltete BIG Triathlon Ltd. erstmals unter Lizenz der WTC den bluesure Half Ironman Triathlon Llanberis UK in Llanberis (Wales),[2] wobei 30 Qualifikationsplätze für den Ironman Hawaii 2002 und mit insgesamt 25.000 US$ die höchste Preisgeldsumme in der Geschichte des britischen Triathlons angeboten wurden. Die Veranstaltung wurde zwar vom britischen Triathlonverband als „Event of the Year“ ausgezeichnet, nach der Veranstaltung wurde aber von hohen Verlusten des Veranstalters berichtet, die Internetseite verschwand und es gab auch Monate später noch keine Anmeldemöglichkeit.[3] Die WTC annullierte den Lizenzvertrag und schloss einen neuen mit „Worldmasters Marketing“ ab, die die Veranstaltung mit gleichem Konzept am 8. September 2002 mit 30 Qualifikationsplätzen für Hawaii 2003 und 25.000 US$ Preisgeld durchführen. Als Ziel wurde angekündigt, die Veranstaltung zu einer über die volle Ironman-Distanz auszubauen.[4]

2003 wurde der Veranstaltungsort – nach Angaben der WTC aufgrund einer Umfrage unter Teilnehmern – dann von Wales nach Sherborne in Südengland verlegt.[5]Ron Thorne löste Ron Bell als Racedirector ab.[6]

2005 wurden die Streckenlängen des Half Ironman UK in Sherborne dann verdoppelt und die Veranstaltung ab dem 21. August 2005 unter dem Namen Ironman UK fortgeführt. Im Mai 2005 gab der Veranstalter – zwischenzeitlich in Ironman UK Events Ltd. umfirmiert – bekannt, dass Anmeldungen für eine geplante neue Veranstaltung, die zunächst unter dem bisherigen Namen „Half Ironman UK“ in Longleat angekündigt wurde. Ende Juni 2005 führte die WTC dann weltweit für ihre Lizenzpartner den neuen Markennamen „Ironman 70.3“ ein und in Longleat wurde somit die erste Veranstaltung unter diesem neuen Markennamen veranstaltet.[7]

Qualifikationsplätze für den Ironman Hawaii gab es keine mehr – dafür eine Qualifikationsmöglichkeit für ein ebenfalls neu geschaffene Veranstaltung unter dem Namen „Ironman 70.3 World Championship“.[8] Bereits im Folgejahr erfolgte eine Verlegung der neuen Veranstaltung nach Wimbleball Lake in Exmoor, Somerset,[9] wobei gleichzeitig der Veranstaltungstermin vom September auf den Juni verschoben wurde.[10]

Der letzte Bewerb fand hier am 26. Juni 2017 statt. Bei den letzten beiden Austragungen des Rennens in den Jahren 2015 bis 2017 waren hier keine Profi-Athleten am Start. Das Rennen wurde 2018 nicht mehr verlängert.

ErgebnisseBearbeiten

UK Ironman 70.3Bearbeiten

Dieses Rennen in Exmoor wurde 2005 erstmals ausgetragen.

Die Irin Eimear Mullan konnte zwischen 2012 und 2014 drei Mal in Folge gewinnen und der Brite Fraser Cartmell konnte hier 2010 ebenso seinen dritten Sieg erzielen.

StreckrekordeBearbeiten

Männer Frauen
Datum/Jahr 1. Platz 2. Platz 3. Platz
25. Juni 2017 Vereinigtes Konigreich  Marton Cseik Vereinigtes Konigreich  Max Hazell Vereinigtes Konigreich  Oliver Burrows
26. Juni 2016 Vereinigtes Konigreich  Andy Greenleaf Vereinigtes Konigreich  Clive Kennedy-Burn Vereinigtes Konigreich  Michael Birchmore
28. Juni 2015 Vereinigtes Konigreich  Brennan Townshend Vereinigtes Konigreich  Richard Shephard Vereinigtes Konigreich  Nick Saunders
15. Juni 2014 Vereinigtes Konigreich  Will Clarke Vereinigtes Konigreich  Harry Springall Vereinigtes Konigreich  Ritchie Nicholls
16. Juni 2013 Vereinigtes Konigreich  Ritchie Nicholls Vereinigtes Konigreich  Tim Don Vereinigtes Konigreich  Fraser Cartmell
17. Juni 2012 Vereinigtes Konigreich  Philip Graves -2- Deutschland  Markus Thomschke Vereinigtes Konigreich  Mark Threlfall
19. Juni 2011 Spanien  Mikel Elgazabel Vereinigtes Konigreich  Stephen Bayliss Danemark  Martin Jensen
20. Juni 2010 Vereinigtes Konigreich  Fraser Cartmell -3- Vereinigtes Konigreich  Philip Graves Schweden  Jonas Djurback
14. Juni 2009 Vereinigtes Konigreich  Philip Graves -1- Vereinigtes Konigreich  Stephen Bayliss Vereinigtes Konigreich  Fraser Cartmell
15. Juni 2008 Vereinigtes Konigreich  Fraser Cartmell -2- Vereinigtes Konigreich  Stephen Bayliss Australien  Luke Bell
17. Juni 2007 Vereinigtes Konigreich  Fraser Cartmell -1- Vereinigtes Konigreich  James Gilfillan Vereinigtes Konigreich  Paul Ambrose
18. Juni 2006 Australien  Chris McCormack Australien  Pete Jacobs Vereinigtes Konigreich  Richard Allen
11. Sep. 2005 Australien  Paul Matthews Vereinigtes Konigreich  Richard Allen Neuseeland  Bryan Rhodes
Jahr 1. Platz 2. Platz 3. Platz
2017 Vereinigtes Konigreich  Ruth Purbroo Vereinigtes Konigreich  Elaine Garvican Vereinigtes Konigreich  Heather Fell
2016 Vereinigtes Konigreich  Stephanie Knott Vereinigtes Konigreich  Claire Wood Vereinigtes Konigreich  Melissa King
2015 Vereinigtes Konigreich  Natalie Seymour Vereinigtes Konigreich  Jennifer Stewart Vereinigtes Konigreich  Emma Lamont
2014 Irland  Eimear Mullan -3- Vereinigtes Konigreich  Nikki Bartlett Vereinigtes Konigreich  Joanna Carrit
2013 Irland  Eimear Mullan -2- Vereinigtes Konigreich  Holly Lawrence Deutschland  Kristin Möller
2012 Irland  Eimear Mullan -1- Vereinigtes Konigreich  Emma-Kate Lidbury Schweiz  Simone Brändli
2011 Vereinigtes Konigreich  Emma-Kate Lidbury Irland  Eimear Mullan Vereinigtes Konigreich  Lucy Gossage
2010 Schottland  Bella Bayliss -2- Vereinigtes Konigreich  Tamsin Lewis Vereinigtes Konigreich  Emma-Kate Lidbury
2009 Vereinigtes Konigreich  Catriona Morrison -2- Vereinigtes Konigreich  Julie Dibens Schottland  Bella Bayliss
2008 Schottland  Bella Comerford -1- Vereinigtes Konigreich  Julie Dibens Danemark  Sara Sig Moeller
2007 Vereinigtes Konigreich  Julie Dibens Deutschland  Katja Schumacher Vereinigtes Konigreich  Lee Michelle
2006 Vereinigtes Konigreich  Catriona Morrison -1- Schweiz  Monika Lehmann Vereinigtes Konigreich  Yvette Grice
2005 Deutschland  Nina Eggert Vereinigtes Konigreich  Abigail Bayley Niederlande  Bianca Van Dercksen

Half Ironman UKBearbeiten

Männer Frauen
Jahr 1. Platz 2. Platz 3. Platz
22. Aug. 2004 Frankreich  Xavier Le Floch Australien  Craig Walton Frankreich  Mainard Gaël
31. Aug. 2003 Schweden  Björn Andersson Vereinigtes Konigreich  Richard Allen Vereinigtes Konigreich  Andy Blow
08. Sep. 2002 Vereinigtes Konigreich  Richard Jones Neuseeland  Stephen Sheldrake Australien  Tom Rickards
09. Sep. 2001 Vereinigtes Konigreich  Richard Allen Schottland  Paul Gallacher Neuseeland  Bryan Rhodes
Jahr 1. Platz 2. Platz 3. Platz
2004 Schweiz  Sibylle Matter -2- Finnland  Merja Kiviranta Neuseeland  Fiona Docherty
2003 Danemark  Lisbeth Kristensen Tschechien  Gabriela Loskotová Deutschland  Nicole Best
2002 Vereinigtes Konigreich  Annie Emmerson Deutschland  Nina Kraft Vereinigtes Konigreich  Beth Thomson
2001 Schweiz  Sibylle Matter -1- Vereinigtes Konigreich  Beth Thomson Niederlande  Bianca Van Dijk

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Rob Docherty: Half Ironman UK. In: xtri.com. Archiviert vom Original am 31. Mai 2014.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.xtri.com Abgerufen am 1. Oktober 2015.
  2. Webseite des bluesure Half Ironman Triathlon Llanberis UK. Archiviert vom Original am 15. August 2001.
  3. Rob Docherty: Growing Pains for Ironman. In: xtri.com. Archiviert vom Original am 4. März 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.xtri.com Abgerufen am 1. Oktober 2015.
  4. Ironman UK Triathlon. World Triathlon Corporation. Archiviert vom Original am 16. August 2002.
  5. Ironman UK Triathlon. WTC. Archiviert vom Original am 13. August 2003.
  6. IRONMAN UK TRIATHLON NAMES NEW MAN TO TOP SPOT. Archiviert vom Original am 9. März 2003.
  7. UK Ironman 70.3 Takes The Long Road!. 29. Juni 2005. Archiviert vom Original am 9. Mai 2006.
  8. Rob Docherty: WTC, Doing Nothing By Half. Archiviert vom Original am 2. Oktober 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.xtri.com Abgerufen am 1. Oktober 2015.
  9. A Course To Make Competitors Green With Envy!. WTC. 28. April 2006. Archiviert vom Original am 8. Mai 2006.
  10. UK Ironman 70.3 preview