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U-Bahn-Linie 4 (Wien)

U-Bahnlinie U4 in Wien
Hütteldorf – Heiligenstadt
Strecke der U-Bahn-Linie 4 (Wien)
U4-Zug neben dem Wienfluss; links der 6., rechts der 5. Gemeindebezirk
Streckenlänge:16,361 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Stromsystem:750 Volt
   
Hütteldorf Train Austria.svg Vorortelinie S-Bahn Wien S-Bahn Wien
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Abstellanlage Hütteldorf
   
Wienfluss bei Zufferbrücke
   
Ober St. Veit Einschnitt
   
   
Unter St. Veit Einschnitt
   
Braunschweiggasse Einschnitt
   
   
Hietzing Einschnitt
   
Schönbrunn Einschnitt
   
   
   
Meidling Hauptstraße
   
   
   
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U6 von Siebenhirten
   
Längenfeldgasse eingehaust
   
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U6 nach Floridsdorf
   
   
   
   
Margaretengürtel Einschnitt
   
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Pilgramgasse Einschnitt U2 (in Bau)
   
   
Kettenbrückengasse Einschnitt
   
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Karlsplatz U1 U2 Logo Wiener Lokalbahn.svg
   
   
   
Stadtpark
   
   
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Landstraße Train Austria.svg Stammstrecke (Wien) City Airport Train U3
   
   
   
Zollamtsbrücke, Wienfluss
   
   
Betriebsgleis 7: U3-Landstraße
   
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Schwedenplatz Galerie U1
   
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Schottenring Galerie U2
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U2 bis 2008
   
Betriebsgleis 0: U1-Stephansplatz
   
   
   
Roßauer Lände
   
   
   
   
Friedensbrücke
   
   
   
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Verbindungskurve bis 1991
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Spittelau Eingehaust Train Austria.svg S-Bahn Wien U6
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Betriebsbahnhof Wasserleitungswiese
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Verbindungskurve bis 1996
   
Heiligenstadt Train Austria.svg S-Bahn Wien Vorortelinie

Die U-Bahn-Linie 4 der Wiener U-Bahn bedient auf einer Streckenlänge von 16,5 Kilometern 20 Stationen und verbindet den Bezirksteil Hütteldorf des 14. Wiener Gemeindebezirks im Westen Wiens über das Stadtzentrum mit Heiligenstadt, einem Bezirksteil des 19. Wiener Gemeindebezirks, Döbling, im Norden der Stadt. Ihre Signalfarbe ist grün.

Die 1976 eröffnete U4 ist die älteste der fünf Wiener U-Bahn-Linien. Weite Teile ihrer Infrastruktur stammen dabei von der noch wesentlich älteren Wiener Stadtbahn von 1898 beziehungsweise der aus dieser hervorgegangenen Wiener Elektrischen Stadtbahn von 1925. Dies gilt insbesondere für die von Otto Wagner gestalteten Stationsgebäude.

VerlaufBearbeiten

Die U4 beginnt am Bahnhof Wien Hütteldorf; wobei im U-Bahn-Betrieb der Namensteil Wien bei gemeinsam mit den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) genützten Stationen weggelassen wird. Dieser liegt an der Westbahn und wird von S-Bahn, Regional- und REX-Zügen angefahren.

Die Anlagen der U4 liegen mit einer Wendeanlage parallel zu den Gleisen der Westbahn und sind von dieser durch einen Maschendrahtzaun getrennt. Bis 1925 bestanden hier Gleisverbindungen zwischen der Stadtbahn und der Westbahn. Von der Kassenhalle des Bahnhofs Wien Hütteldorf gelangen die Fahrgäste durch einen Tunnel zu den Bahnsteigen der Westbahn und der U4, die, vom Wienfluss aus gesehen, in Hochlage, von Hütteldorf aus gesehen ebenerdig liegen.

 
Hietzing: Eine U4 passiert in Hochlage auf den sogenannten Stadtbahnbögen die Zufahrt zur Zufferbrücke
 
Zug der U4 in Fahrtrichtung Heiligenstadt zwischen Friedensbrücke und Spittelau

Von hier aus führt die U4 an einem neu errichteten Park-and-ride-Parkhaus vorbei, überquert die Hadikgasse und das Bett des Wienflusses schräg und verläuft anschließend auf einem kurzen Abschnitt in Hochlage auf zehn sogenannten Stadtbahnbögen, die ansonsten vor allem im Bereich der Gürtellinie (heute U6), der Vorortelinie (heute S45) und des überwiegend stillgelegten Verbindungsbogens vorhanden sind. Danach führt sie im Gefälle in den am rechten Ufer parallel zum Wienfluss verlaufenden Einschnitt im 13. Bezirk. Anschließend erreicht sie, schon in Tieflage, die erste Station, Ober St. Veit mit einem gut erhaltenen Aufnahmsgebäude im Otto-Wagner-Stil.

Die Strecke führt in Tieflage weiter entlang des Hietzinger Kais und des Wienflusses. Vor der Station Hietzing unter der Kennedybrücke, einem Verkehrsknotenpunkt, befindet sich zwischen den Richtungsgleisen ein Abstellgleis, am stadtseitigen Bahnsteigende der Hofpavillon. Der Bereich zwischen Hütteldorf und Hietzing wurde im Sommer 2016 mit neuen Gleisen sowie Weichen ausgestattet, wodurch Störungen besser umfahren werden können.

Vor dem Haupteingang zum Schloss Schönbrunn unterfährt die U4 die Schlossbrücke. Von der folgenden U-Bahn-Station Schönbrunn an wird sie bis zum Karlsplatz (1./4. Bezirk) zumeist von der Rechten Wienzeile (12., 5. und 4. Bezirk) begleitet, heute abschnittsweise die Haupteinfahrt Wiens von der Westautobahn A1. Jenseits des Flusses ist das Pendant dazu die Linke Wienzeile.

In der Station Meidling Hauptstraße (12. Bezirk) befand sich bis 1985 die Abzweigung zur Gürtellinie der Stadtbahn. Mit deren Nachfolgerin, der U6, ist die U4 in der nächsten Station, Längenfeldgasse, mit zwei Mittelbahnsteigen auf gleicher Ebene verknüpft. Das Verbindungsgleis zwischen U4 und U6 ist nur für Wartungsfahrzeuge befahrbar, da die beiden Strecken unterschiedliche Stromzuführungssysteme nutzen.

Danach unterfährt die Trasse den Margaretengürtel. Die Strecke wird wieder im offenen Einschnitt geführt, bis sie vor dem Naschmarkt (5./4. Bezirk) in einem Bogen erneut unter einer Tunneldecke verschwindet; diese wurde um 1900 gemeinsam mit der hier durchgeführten, 2,1 Kilometer langen Einwölbung des Wienflusses bis zum Stadtpark errichtet.

Nach Unterfahrung der Operngasse unterquert die U4 den Karlsplatz (Verkehrsknotenpunkt am Rande des Stadtzentrums, U1, U2). Die dortigen U4-Bahnsteige befinden sich direkt neben den gut erkennbaren Mauern des eingewölbten Wienflusses. Obwohl sich die Station im eingewölbten Abschnitt des Wienflusses befindet, war der Bahnsteigbereich, da die Stadtbahn anfangs im Dampfbetrieb verkehrte, bis zum Umbau auf U-Bahn-Betrieb in den 1970er Jahren nicht eingewölbt; als Abgänge zu den Bahnsteigen dienten die heute unter Denkmalschutz stehenden Stadtbahn-Pavillons.

Östlich des Karlsplatzes verläuft die U4, wie der Wienfluss, unter der Lothringerstraße und dem Schwarzenbergplatz (1./3./4. Bezirk) und tritt nach der Johannesgasse im Bahnsteigbereich der Station Stadtpark wieder kurz ans Tageslicht. Anschließend führt die U4 erneut in einen Tunnel und trifft in der Station Landstraße (Wien Mitte) ein, einem unterirdischen Nahverkehrsknoten im 3. Wiener Gemeindebezirk, Landstraße, dessen oberirdische Bauten komplett neu errichtet wurden. Hier kreuzt die U4 die tiefer liegende und 90 Jahre später errichtete U3. Von 1899 bis 1925 befand sich hier außerdem eine Gleisverbindung zur Verbindungsbahn.[1]

Danach überquert die U4 den Wienfluss von Tunnel zu Tunnel auf der schräg zum Fluss verlaufenden Zollamtsbrücke unter dem Zollamtssteg im 1./3. Bezirk. Vom kurzen Tunnelstück unter dem Julius-Raab-Platz zweigt ein Betriebsgleis zur U3 ab. Danach folgt eine Galeriestrecke entlang des Donaukanals. Bei der Station Schwedenplatz (1. Bezirk) kreuzt die U4 die tiefer liegende und hier 80 Jahre später gebaute Trasse der U1, bei der Station Schottenring die tiefer liegende U2 (die bis 2008 hier auf gleicher Ebene wie die U4 ihre Endstation hatte). Bei der Station Friedensbrücke (9. Bezirk; früher Abzweigung zur Gürtellinie der Stadtbahn) endet die Galeriestrecke; nun verläuft die U4 wieder ein Stück lang unter freiem Himmel, dann neben der Nordbergbrücke wieder in einem Tunnel.

Die Station Spittelau, vor der die U4 das Donaukanalufer verlassen hat, befindet sich parallel zu den Gleisen der Franz-Josefs-Bahn, darüber kreuzt seit 1996 die U6 in Hochlage. Der Bahn folgt die U4 in ihrem letzten Streckenabschnitt bis zum Bahnhof Wien Heiligenstadt (19. Bezirk); auch hier existierten bis 1925 Verknüpfungen zwischen Stadtbahn und Fernbahn. Dieser regionale Umsteigeknoten wird wie der Bahnhof Wien Hütteldorf von den Österreichischen Bundesbahnen und den Wiener Linien benutzt. Für die U4 besteht hier eine automatische Anlage zum fahrerlosen Wenden.

InbetriebnahmephaseBearbeiten

 
Station Karlsplatz im Jahr 1979, dort musste übergangsweise zwischen Stadtbahn und U4 umgestiegen werden

1968 beschloss der Wiener Gemeinderat den Bau des Grundnetzes der Wiener U-Bahn. Dieses sollte auch die Untere Wientallinie, die Obere Wientallinie und die Donaukanallinie der Stadtbahn enthalten, auf denen statt der Linie WD die U4 verkehren sollte. Der Bund hatte die Mitfinanzierung mit 50 Prozent der Baukosten zugesichert; den Betrieb würden die Wiener Stadtwerke – Verkehrsbetriebe auf Risiko der Stadtverwaltung führen.

Die U4 ging etappenweise in Betrieb, wobei der Stadtbahnbetrieb jeweils entsprechend verkürzt wurde:

  • 8. Mai 1976: Heiligenstadt – Friedensbrücke
  • 3. April 1978: Friedensbrücke – Schottenring
  • 15. August 1978: Schottenring – Schwedenplatz – Karlsplatz
  • 26. Oktober 1980: Karlsplatz – Meidling Hauptstraße
  • 31. August 1981: Meidling Hauptstraße – Hietzing
  • 20. Dezember 1981: Hietzing – Hütteldorf

Später wurde die Linie noch um zwei Stationen ergänzt. Mit der Umstellung der Gürtelstrecke der Stadtbahn auf U-Bahn-Betrieb und der gleichzeitigen Verlängerung der daraus hervorgegangenen Linie U6 über die U4 hinaus wurde 1989 die Station Längenfeldgasse als neue Verknüpfungsstation der beiden Linien eröffnet. Auch bei der nördlichen Fortführung der Gürtelstrecke wurde ein neues Linienkreuz von U6 und U4 errichtet, nämlich die 1995 eröffnete Station Spittelau.

Kennfarbe und BenennungBearbeiten

 
Station Friedensbrücke am 13. Oktober 1977, damals noch mit violetter U4-Stationsbeschilderung
 
Netzplan in einem Wagen der Type N1 am 13. Oktober 1977, auf dem die U4 schon grün und die gestrichene Stadtbahnlinie G schon braun gekennzeichnet ist[2]

Im Beschluss zum Bau eines Grundnetzes für die Wiener U-Bahn waren sowohl Neubaustrecken wie auch der Umbau der bisherigen Wiental- und Donaukanallinie der Stadtbahn zur U-Bahn vorgesehen. Dabei wurden niedrige Liniennummern den neu zu errichtenden Strecken wie der U1 zugewiesen. Die Nummer 3 wurde bereits in den 1960er Jahren für die fest beschlossene, aber erst 1983 begonnene U3 reserviert. In diesem System der vier Grundlinien erhielt die U4 somit die vorerst höchste Liniennummer. Allerdings hatte sie bei ihrer Eröffnung im Jahr 1976 zunächst noch die Kennfarbe violett, während ihre spätere Kennfarbe grün auf den damaligen Liniennetzplänen noch der gestrichenen Stadtbahnlinie G zugeteilt war. Erst 1977 entschieden sich die Verantwortlichen für grün als neue Farbe für die U4, woraufhin die gestrichene Stadtbahnlinie G ersatzweise die Farbe braun zugeteilt bekam. Außerdem verkehrte die U4 in den ersten beiden Betriebsjahren noch ohne den Zusatz U, das heißt als Linie 4.

Die Einbeziehung der Gürtellinie in das U-Bahn-Netz wurde erst in einer späteren Planungsphase ins Auge gefasst. Zu diesem Zeitpunkt ging man aber noch von einer in absehbarer Zeit zu realisierenden U5 aus. Deshalb hat die U6 heute die höchste Liniennummer.

Modernisierung "NEU4"Bearbeiten

Im Frühling 2014 starteten die Wiener Linien und die Stadt Wien dieses Modernisierungsprojekt zur Erneuerung der alten Infrastruktur, der historischen Stationsbauwerke von Otto Wagner sowie zur Verbesserung der Verlässlichkeit im Betrieb. Insgesamt sollen bis 2024 335 Millionen Euro investiert werden um beispielsweise Stellwerke zu tauschen, Gleise sowie Gleisuntergrund zu erneuern, Stationen und Tunnel zu sanieren. Weiters sollen auch mehr Gleisverbindungen auf der Strecke eingebaut werden.

Während der ersten Bauphasen kommt es zu zeitweisen Sperren von Streckenabschnitten sowie zu teilweisen Sperre von einzelnen Bahnsteigen. Ab 2020 soll der Betrieb kaum noch beeinträchtigt werden.[3]

Die relevantesten Sperren sind:

Die Station Pilgramgasse ist im Zuge der Umgestaltung zum Linienkreuz mit der U2 zwischen 3. Februar 2019 und 30. Jänner 2020 gesperrt.[5] In diesem Zeitraum wird der Verkehr eingleisig ohne Halt durch die Station geführt. Die Station wird bis auf die alten Otto-Wagner-Strukturen gänzlich abgetragen und neu errichtet.

Betriebszeiten und TaktBearbeiten

Zeit Mo–Fr (Schule) Mo–Fr (Ferien) Samstag Sonn- und Feiertag
04:30 Uhr bis 07:00 Uhr 3–5 Minuten 4–5 Minuten 7 Minuten 7 Minuten
07:00 Uhr bis 20:00 Uhr 3–5 Minuten 4–5 Minuten 5 Minuten 5 Minuten
20:00 Uhr bis 00:00 Uhr 8 Minuten 8 Minuten 8 Minuten 8 Minuten
00:00 Uhr bis 04:30 Uhr Kein Betrieb Kein Betrieb 15 Minuten 15 Minuten

GalerieBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Alfred Horn: Wiener Stadtbahn. 90 Jahre Stadtbahn, 10 Jahre U-Bahn. Bohmann-Verlag, Wien 1988, ISBN 3-7002-0678-X.

WeblinksBearbeiten

  Commons: U-Bahn-Linie U4 (Wien) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Sonntagsverkehr auf der Stadtbahn.. In: Neue Freie Presse, Abendblatt, 2. Juli 1899, S. 4 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/nfp
  2. Vgl. den in dieser Abbildung im N1-Triebwagen auf der Trennscheibe zwischen Fahrgastraum und Auffangraum mit Fahrstand aufgeklebten Linienplan in der Ansicht eines Fotos eines druckfrisch erhaltenen Exemplares in der sogenannten „Fotokiste“ der Stadtverkehr-Austria-Mailingliste. Foto Hubert Pfeiffer in Stadt- und U-Bahnlinienkennung – 2. Teil. Posting vom 22. November 2004, abgerufen am 5. Oktober 2018.
  3. Überblick
  4. Zeitplan
  5. Wiener Linien – Folder zur Sperre (pdf)