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Tschehel Sotūn, (persisch چهل ستون, DMG Čehel Sotūn, ‚Vierzig Säulen‘) ist die Ruine eines Palastes auf einem kleinen, terrassierten Hügel, etwa 10 km südlich des Stadtzentrums von Kabul. Das Gebäude befindet sich in einer ca. zwölf Hektar großen, eingefriedeten Gartenanlage.

چهل ستون
Tschehel Sotūn
Tschehel Sotūn (Afghanistan)
Tschehel Sotūn
Tschehel Sotūn
Koordinaten 34° 28′ N, 69° 9′ OKoordinaten: 34° 28′ N, 69° 9′ O
Basisdaten
Staat Afghanistan
Kabul

Die Grundsteinlegung war im Jahr 1888 durch Emir ʿAbd-al-Raḥmān, die Fertigstellung für Prinz Ḥabīb-Allāh fand drei Jahre später statt. Der Palast war einstöckig und von einer mit zahlreichen Säulen versehenen Veranda umgeben, daher der Name, die ihm die Anmutung eines griechischen Tempels verliehen. Das Flachdach wurde von einer eleganten Balustrade gesäumt. Der ursprüngliche Name des Geländes war, nach einem nahe gelegenen Dorf, Endakī, nach verschiedenen zeitgenössischen britischen Quellen und Karten auch Indikki, Indiki, Hindaki und Hindkaʾi.

Bis zur sowjetischen Intervention in Afghanistan diente der Palast u. a. zum Empfang ausländischer Staatsgäste. Am 2. Januar 1980 wählte Babrak Karmāl Tschehel Sotūn als Regierungssitz, was ihn zu einem primären Angriffsziel der Mudschāhidīn machte. Der Palast wurde noch 1980 so schwer zerstört, dass sich Karmāl in die Zitadelle von Kabul zurückziehen musste.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten