Triphenylarsan

chemische Verbindung
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Triphenylarsan ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der arsenorganischen Verbindungen.

Strukturformel
Strukturformel von Triphenylarsin
Allgemeines
Name Triphenylarsan
Andere Namen
  • Arsintriphenyl
  • Triphenylarsin
Summenformel C18H15As
Kurzbeschreibung

farbloser Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 603-32-7
EG-Nummer 210-032-9
ECHA-InfoCard 100.009.121
PubChem 11773
Wikidata Q414102
Eigenschaften
Molare Masse 306,24 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,22 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

59–61 °C[1]

Siedepunkt

360 °C (Zersetzung)[1]

Löslichkeit
  • nahezu unlöslich in Wasser[1]
  • löslich in Cyclohexan[2]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
06 – Giftig oder sehr giftig 09 – Umweltgefährlich

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301​‐​331​‐​410
P: 273​‐​304+340 [1]
Toxikologische Daten

> 500 mg·kg−1 (LD50Mausi.p.)[2]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Gewinnung und DarstellungBearbeiten

Triphenylarsan kann durch Reaktion von Arsen(III)-chlorid mit Chlorbenzol und Natrium als Reduktionsmittel gewonnen werden.[3]

   

Es entsteht auch als Nebenprodukt bei der Herstellung von Diphenylarsinchlorid.

EigenschaftenBearbeiten

Triphenylarsan ist ein farbloser Feststoff, welcher unlöslich in Wasser ist. Es ist das Arsenanalogon von Triphenylphosphan. Er zersetzt sich ab einer Temperatur von 360 °C.[1] Die Verbindung besitzt eine pyramidale Kristallstruktur mit As–C-Abständen von 194,2 bis 195,6 pm und C–As–C-Winkeln von 99,6 bis 100,5°.[4]

VerwendungBearbeiten

Triphenylarsan wird als Ligand für die Herstellung von Metallkomplexen und als Zwischenprodukt bei der Herstellung von organischen Verbindungen wie zum Beispiel Tetraphenylarsoniumchlorid, einer beliebten Fällungsreagenz, verwendet.[3] Es ist ein Bestandteil des chemischen Kampfstoffes Arsinöl.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e f g h Datenblatt Triphenylarsan (PDF) bei Merck, abgerufen am 12. Januar 2011.
  2. a b Eintrag zu Triphenylarsan bei TCI Europe, abgerufen am 27. Juni 2011.
  3. a b Shriner, R. L.; Wolf, C. N.: Tetraphenylarsonium Chloride Hydrochloride In: Organic Syntheses. 30, 1950, S. 95, doi:10.15227/orgsyn.030.0095; Coll. Vol. 4, 1963, S. 910 (PDF).
  4. Mazhar-ul-Haque, Hasan A. Tayim, Jamil Ahmed, and William Horne: Crystal and molecular structure of triphenylarsine, in: Journal of Chemical Crystallography, 1985, 15 (6), S. 561–571; doi:10.1007/BF01164771.