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İskele
Τρίκωμο/Trikomo
İskele/Yeni İskele
Trikomo/İskele (Zypern)
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Basisdaten
Staat: NordzypernTürkische Republik Nordzypern Türkische Republik Nordzypern (de facto)
Distrikt: NordzypernTürkische Republik Nordzypern İskele
Geographische Koordinaten: 35° 17′ N, 33° 53′ OKoordinaten: 35° 17′ N, 33° 53′ O
Einwohner: 1948 (2011)
Bürgermeister: Hasan Sadıkoğlu
In Trikomo gefundene Statue einer Göttin (zypro-archaisch II, Mitte 6. Jh. v. Chr.), heute im Louvre in Paris

İskele, griechisch Τρίκωμο Trikomo, türkisch İskele oder Yeni İskele, ist eine Stadt mit 7.906 Einwohnern (2011) im Distrikt İskele in der Türkischen Republik Nordzypern. Formal gehört sie zur Republik Zypern und dessen Bezirk Famagusta.

Panagia Theotokos in Iskele (Trikomo)

Der türkische Name „İskele“ (deutsch „Schiffsanlegestelle“ von griechisch Σκάλα Skala, mit Herkunft aus dem Italienischen) oder „Yeni İskele“ („Neues İskele“) erinnert an den gleichnamigen Stadtteil von Larnaka im griechischen Landesteil, aus dem Zyperntürken 1975 im Zypernkonflikt fliehen mussten, die sich dann in İskele niederließen.

GeschichteBearbeiten

1831 führte die osmanische Regierung einen Zensus der Haushaltsvorstände durch, bei dem 37 erwachsene Männer als Türken und 164 als Griechen galten. 1891 zählte die britische Kolonialverwaltung 1081 Einwohner, von denen 1044 als Griechen und nur noch 37 als Türken galten. Während die Zahl der Griechen weiter anstieg (1901: 1247, 1911: 1492, 1921: 1690), ging die Zahl der Zyperntürken weiter zurück, von denen 1921 nur noch neun im Dorf lebten. 1946 wuchs der Ort auf 2087 Einwohner an, 1960 waren es 2195. Nur noch sieben Türken lebten in Trikomo. Ein Jahr vor dem Einmarsch der türkischen Armee im Jahr 1974 zählte Trikomo 2325 Einwohner, die letzten Türken hatten den Ort verlassen.

1978 zählte der nunmehr türkische Ort 1669 Einwohner, 1996 waren es bereits 2814 und im Jahr 2006 3657.[1]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Agios Iakovos (Heiliger Jakob) aus dem 15. Jahrhundert ist eine Kreuzkuppelkirche mit Porzellankacheln, wie man sie sonst nur in portugiesischen Kirchen findet. Sie ist eine der kleinsten Kirchen Zyperns.
  • Die Kirche Panagía Theotókos (Allheilige Gottesmutter) aus dem 12. Jahrhundert ist nur 300 m entfernt von Agios-Iakovos. Zur Ausstattung gehören ein Christus Pantokrator in der Kuppel als herausragende zyprische Kirchendekoration im frühkomnenischen Stil und Darstellungen des Marienlebens.

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Georgios Grivas (* 23. Mai 1898 in Trikomo; † 27. Januar 1974 in Limassol), zyprischer Verfechter der Enosis und Organisator des antikolonialistischen Kampfes gegen die Briten (EOKA).

WeblinksBearbeiten

AnmerkungenBearbeiten

  1. Trikomo, International Displacement in Cyprus.