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Thomas Brussig

deutscher Schriftsteller und Drehbuchautor

LebenBearbeiten

Thomas Brussig verbrachte seine Kindheit im Ostteil Berlins. Nach zehnjährigem Schulbesuch absolvierte er eine Berufsausbildung mit Abitur zum Baufacharbeiter, die er 1984 abschloss. Danach folgte der Grundwehrdienst in der VP-Bereitschaftspolizei.[2] Bis 1990 arbeitete er in verschiedenen Jobs. 1990 begann er ein Soziologie-Studium an der Freien Universität Berlin und wechselte dann 1993 an die Filmhochschule „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg, wo er im Jahr 2000 als Diplom-Film- und Fernsehdramaturg seinen Abschluss machte.

Brussig debütierte als Romanautor 1991 mit Wasserfarben. Seinen Durchbruch hatte er 1995 mit dem Wenderoman Helden wie wir. In seinen Romanen verarbeitet Brussig auf unterschiedlichste Art und Weise satirisch das Geschehen im damaligen Osten. Seine Bücher wurden bisher in 28 Sprachen übersetzt. Er erhielt einige Auszeichnungen und Preise, ist Mitglied verschiedener Jurys, er ist auch ein Gründungsmitglied der Lübecker „Gruppe 05“. Im Sommersemester 2012 war er der Inhaber der Poetik-Dozentur der Universität Koblenz-Landau.

Thomas Brussig war 2005 der Initiator der deutschen Fußballnationalmannschaft der Schriftsteller und ist Mitglied der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur. Er lebt als freiberuflicher Schriftsteller und Drehbuchautor mit seiner Ehefrau und Kindern in Berlin und Mecklenburg.

WerkeBearbeiten

 
Thomas Brussig auf der Frankfurter Buchmesse 2011

BelletristikBearbeiten

Filmvorlagen und Drehbücher (Auswahl)Bearbeiten

  • Brussigs Roman Am kürzeren Ende der Sonnenallee wurde von Leander Haußmann unter dem Titel Sonnenallee verfilmt und kam 1999 in die Kinos.
  • Sein Roman Helden wie wir wurde von Sebastian Peterson verfilmt und kam unter dem Titel Helden wie wir ebenfalls 1999 in die Kinos.
  • Für den 2005 in die Kinos gekommenen Film NVA von Leander Haußmann schrieb Thomas Brussig das Drehbuch.
  • Zusammen mit Edgar Reitz schrieb er das Buch zur ARD-Reihe Heimat 3 – Chronik einer Zeitenwende.

Bühne (Auswahl)Bearbeiten

RezensionenBearbeiten

Zu Das gibts in keinem Russenfilm schreibt Anja Maier am 28. März 2015 in der taz:

„[…] das Ganze liest sich richtig gut weg. Brussig lügt eben intelligent, er kann das: bösartig sein. Und er schätzt das Absurde. […] So ähnlich – als permanentes Auf-der-Stelle-Hüpfen – darf man sich die letzten Jahre der DDR vorstellen. Brussig hat ihr noch ein paar Jahre mehr geschenkt.[3]

Auszeichnungen (Auswahl)Bearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. thomasbrussig.de (Memento des Originals vom 23. Oktober 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.thomasbrussig.de
  2. Barbara Felsmann: Wochenpost. Nr. 39 vom 21. September 1995. S. 40–41. thomasbrussig.de (Memento des Originals vom 26. August 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.thomasbrussig.de
  3. Und Sahra Wagenknecht wird Nachrichtensprecherin auf taz.de, am 3. Mai 2015