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Thomas Bradwardine

englischer Mathematiker, Philosoph und Theologe
Eine Seite aus Thomas Bradwardines Abhandlung De causa dei contra Pelagianos in der 1356 geschriebenen Handschrift Florenz, Biblioteca Nazionale Centrale, Conv. soppr. G.III.418, fol. 83r
Geometria speculativa, 1495

Thomas Bradwardine (auch Bradwardinus, Bradwardina, von seinen Zeitgenossen doctor profundus genannt[1]) (* um 1290 in Chichester oder Hartfield, Sussex; † 26. August 1349 in London) war ein englischer Mathematiker, Philosoph und Theologe und einer der Oxford Calculators.

Thomas Bradwardine studierte am Merton College und Balliol College der Universität Oxford. In den Jahren 1325 und 1327 hatte er das Amt des Prokurators der Universität inne. 1337 wurde Thomas Bradwardine Kanzler der St Paul’s Cathedral in London. Ab 1339 begleitete er Edward III. als Beichtvater auf seinen Feldzügen nach Frankreich. Wenige Wochen vor seinem Tod wurde Bradwardine 1349 zum Erzbischof von Canterbury gewählt und in Avignon geweiht. Besonders bedeutsam sind seine Untersuchungen des freien Falls. Er vermutete lange vor Galileo Galilei, dass alle Körper im Vakuum gleich schnell fallen.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Geoffrey Chaucer: Die Canterbury-Erzählungen. Frankfurt/Main 1987, S. 752
VorgängerAmtNachfolger
John de UffordErzbischof von Canterbury
1349
Simon Islip