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Theodor-W.-Adorno-Preis

Preis für herausragende Leistungen in den Bereichen Philosophie, Musik, Theater und Film
Verleihung des Theodor-W.-Adorno-Preises 2018 an Margarethe von Trotta

Der Theodor-W.-Adorno-Preis der Stadt Frankfurt am Main wird seit 1977 zur Anerkennung herausragender Leistungen in den Bereichen Philosophie, Musik, Theater und Film verliehen.

Inhaltsverzeichnis

Der PreisBearbeiten

Der Preis wird zur Erinnerung an Theodor W. Adorno vergeben, der zwanzig Jahre lang, bis zu seinem Tod 1969, an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt gelehrt hatte. Die Preisverleihung findet alle drei Jahre (außer 2003, als der Preis – aus Anlass des hundertsten Geburtstages von Adorno – schon nach zwei Jahren verliehen wurde) zum Geburtstag des Philosophen und Kunstkritikers, am 11. September, in der Paulskirche statt. Die Auszeichnung dient der Anerkennung kultureller Präsenz und ihrer Förderung.

Der Theodor-W.-Adorno Preis besteht aus einer künstlerisch gestalteten Urkunde und 50.000 Euro Preisgeld.[1] Er kann auch aufgeteilt werden. Über die Vergabe entscheidet ein von der Stadt Frankfurt am Main eingesetztes Kuratorium. Es gibt keine eigene Webseite im Kontext des Preises, einige wenige Informationen werden über frankfurt.de veröffentlicht.

Das KuratoriumBearbeiten

Das Kuratorium des Theodor-W.-Adorno-Preises besteht aus öffentlich nicht klar benannten ständigen Mitgliedern und für die jeweilige Preisverleihung nach nicht angegebenen Auswahlkriterien hinzugefügten Mitgliedern.[2] Einzig der Vorsitzende des Kuratoriums, der Kulturdezernent Professor Felix Semmelroth wird in einer Presseerklärung zur Verleihung an Judith Butler im Jahr 2012 benannt.[3]

Neben den unklaren ständigen Mitgliedern wurden im Kontext der Preisverleihung 2012 folgende Kuratoriumsmitglieder benannt:

im Kontext der Preisverleihung 2012 wurden in diversen Medien folgende Personen genannt, die auch 2015 offiziell genannt werden. Somit neben Felix Semmelroth zu den ständigen Mitgliedern des Kuratoriums gehören könnten:[4]

Das Kuratorium 2015 bestand neben den ständigen Mitgliedern aus:[5]

PreisträgerBearbeiten

KritikBearbeiten

Die Preisvergabe 2012 an Judith Butler stieß aufgrund der Äußerungen Butlers zu den islamistischen Organisationen Hamas und Hisbollah[6] sowie ihrer Unterstützung der Kampagne Boycott, Divestment and Sanctions auf eine medial und gesellschaftlich ausgetragene breite Kritik.[7][8] Es gab eine Online-Petition gegen die Preisverleihung[9] sowie Veranstaltungen und Proteste im Rahmen der Preisverleihung.[10][11]

LiteraturBearbeiten

  • Jacques Derrida: Fichus. Frankfurter Rede. Aus dem Französischen von Stefan Lorenzer. Mit einer Replik von Irving Wohlfarth. Passagen-Verlag, Wien 2003.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten