Sulu-Archipel

Eine Gruppe von Inseln nördlich Borneos

Der Sulu-Archipel (spanisch Joló) liegt im äußersten Südwesten der Philippinen zwischen der Südwestspitze Mindanaos und der Nordostspitze Borneos.

Sulu-Archipel
Karte des Sulu-Archipels
Gewässer Sulusee, Celebessee
Geographische Lage 5° 39′ N, 120° 50′ OKoordinaten: 5° 39′ N, 120° 50′ O
Sulu-Archipel (Philippinen)
Hauptinsel Basilan
Siedlung auf Basilan

Die teils seenomadische Bevölkerung der Inseln stellt das islamische Zentrum (Eigenbezeichnung Bangsamoro) der sonst überwiegend katholischen Philippinen dar. Eine bedeutende Bildungseinrichtung ist die Mindanao State University.

GeografieBearbeiten

Im Norden befindet sich die Sulusee und südlich die Celebessee. Die Vulkaninseln gehören zum Hoheitsgebiet der Philippinen und bestehen aus rund 80 größeren und Hunderten kleinerer Inseln. Die größten sind Basilan, Joló und Tawi-Tawi.

Die Inseln bzw. Inselgruppen sind:

GeschichteBearbeiten

Das Sultanat von Sulu wurde 1457 (oder früher) gegründet und beherrschte einen großen Teil der Sulusee. Das 1363 gegründete Sultanat von Brunei beherrschte zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert auch den Sulu-Archipel.

Die Spanier, die sich im 16. Jahrhundert auf den Philippinen festsetzten, hielten den Archipel von 1848 bis 1851 besetzt.

Sie mussten ihn 1898 nach einem verlorenen Krieg zusammen mit den Philippinen an die Vereinigten Staaten von Amerika abtreten; die Philippinen wurden 1946 unabhängig.

Die Inseln Jolo und Basilan wurden weltweit als Stützpunkt der 1991 gegründeten terroristischen Islamistengruppe Abu Sajaf bekannt, als im April 2000 eine Touristengruppe nach Basilan verschleppte wurde. Andere Entführungen versuchte der Arzt Nilo Barandino aufzuklären, der 1992 selbst entführt worden war.[1]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Der Doktor und der schnelle Tod. Taz, 23. April 2005