Sture Böcke

Film von Grímur Hákonarson (2015)

Sture Böcke (in der Schweiz veröffentlicht unter dem internationalen englischen Titel Rams; Originaltitel: Hrútar) ist ein isländischer Film von Grímur Hákonarson. Der Film hatte seine Premiere bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2015 in der Reihe „Un Certain Regard“. Der Kinostart in der Deutschschweiz war am 26. November 2015,[2] in Deutschland am 31. Dezember 2015.[3]

Film
Deutscher Titel Sture Böcke
Originaltitel Hrútar
Produktionsland Island
Originalsprache Isländisch
Erscheinungsjahr 2015
Länge 93 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Grímur Hákonarson
Drehbuch Grímur Hákonarson
Produktion Grímar Jónsson
Musik Atli Örvarsson
Kamera Sturla Brandth Grøvlen
Schnitt Kristján Loðmfjörð
Besetzung

HandlungBearbeiten

Die Brüder Gummi und Kiddi leben in einem abgeschiedenen Tal in Island von der Schafzucht. Sie haben sich vor 40 Jahren zerstritten und seitdem nicht miteinander geredet. Als eines der Tiere an Scrapie erkrankt, fürchtet die Gesundheitsbehörde, dass sich die Krankheit ausbreitet. Obwohl die Schafs-Zucht zu den ältesten und renommiertesten der Insel gehört, sollen zur Sicherheit alle Tiere der Herde gekeult werden. Damit ist die Existenzgrundlage der Brüder in akuter Gefahr, sodass sie sich notgedrungen zusammentun müssen, um das Unheil abzuwenden.

KritikBearbeiten

Die Reaktionen zum Film waren äußerst positiv. Bei Rotten Tomatoes sind 97 % der Kritiken positiv bei insgesamt 63 Kritiken.[4] Das Branchenblatt Variety attestierte dem Film „Momente wundervoll schrägen Humors“.[5]

Der Filmdienst bezeichnet den Film als „irrwitzige, von zarter Melancholie grundierte Tragikomödie über die Einsamkeit“. Sie „mischt Poesie und Weltschmerz in die rauen Landschaftsbilder und rückt den sich aus der Ferne belauernden Brüder[n] mit starren Tableaus und frontalen Porträts auf den Leib“.[6]

AuszeichnungenBearbeiten

Die Internet Movie Database führt für den Film 17 Auszeichnungen und fünf weitere Nominierungen auf. Gewinnen konnte er unter anderem den Wettbewerb beim Camerimage in Polen sowie den Hauptpreis der Sektion „Un Certain Regard“ in Cannes. Des Weiteren gewann er den Publikumspreis des Transilvania International Film Festivals, den Baltischen Filmpreis bei den Nordischen Filmtagen Lübeck sowie den Preis als bester Spielfilm beim Zurich Film Festival. Außerdem erhielt er eine Nominierung für den Europäischen Filmpreis 2015[7] und wurde als isländischer Beitrag für den Oscar 2016 eingereicht. Beim isländischen Filmpreis Edda wurde der Film elfmal ausgezeichnet, unter anderem in den Kategorien Bester Film, Bester Regisseur und Bester Hauptdarsteller.[8]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Freigabebescheinigung für Sture Böcke. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF).Vorlage:FSK/Wartung/typ gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Rams. In: Cineman. Abgerufen am 6. Februar 2016.
  3. Release Info. Internet Movie Database, abgerufen am 14. Januar 2016 (englisch).
  4. Rams. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 18. März 2016 (englisch).Vorlage:Rotten Tomatoes/Wartung/Wikidata-Bezeichnung vom gesetzten Namen verschieden
  5. Alissa Simon: Film Review: ‘Rams’. Variety, abgerufen am 18. März 2016 (englisch): „Grimur Hakonarson mines moments of wonderfully wry comedy […]“
  6. Sture Böcke. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 14. Januar 2016.
  7. Awards. Internet Movie Database, abgerufen am 5. März 2016 (englisch).
  8. Vala Hafstad: ‘Rams’ Rakes in 11 Edda Awards. In: Iceland Review Online. 29. Februar 2016, abgerufen am 5. März 2016 (englisch).