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Stiefern ist ein Ort und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Schönberg am Kamp im Bezirk Krems-Land in Niederösterreich.

Stiefern (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Stiefern
Stiefern (Österreich)
Red pog.svg
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Krems-Land (KR), Niederösterreich
Pol. Gemeinde Schönberg am Kamp
Koordinaten 48° 32′ 2″ N, 15° 41′ 19″ OKoordinaten: 48° 32′ 2″ N, 15° 41′ 19″ Of1
Höhe 238 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 191 (1. Jän. 2019)
Fläche d. KG 9,89 km²dep1
Postleitzahl 3562f1
Vorwahl +43/02733f1
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 04352
Katastralgemeinde-Nummer 12228
Zählsprengel/ -bezirk Stiefern (31355 006)
Bild
Blick auf Stiefern.
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
191

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Der Ort liegt im Kamptal zwischen Altenhof und Schönberg am Kamp. Die Seehöhe in der Ortsmitte beträgt 238 Meter. Die Fläche der Katastralgemeinde umfasst 9,89 km². Die Einwohnerzahl beläuft sich auf 233 Einwohner (Stand: 2001).

PostleitzahlBearbeiten

In der Marktgemeinde Schönberg am Kamp finden mehrere Postleitzahlen Verwendung. Stiefern hat die Postleitzahl 3562.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung
(Quelle: Ortslexikon Niederösterreich[1])
18301846186919511961198119912001
339340337351303293264233

GeschichteBearbeiten

Eine in Stiefern freigelegte Kreisgrabenanlage belegt die Besiedlung des Ortes bereits für die Jungsteinzeit. Im Mittelalter wurde der Ort erstmals um 902 oder 903 als Stiuen oder Stiuinc urkundlich erwähnt, als das Stift Freising hier Besitzungen hatte. Stiefern ist damit der früheste urkundlich erwähnte Ort des Waldviertels.[2]
Mit der Inbetriebnahme der Kamptalbahn entwickelte sich Stiefern zu einer Sommerfrische mit Sommerfrische-Villen und einem heute noch bestehenden Flussbad. Nach 1945 konnte der Ort nicht mehr an die Tradition der Sommerfrische anschließen. Veränderte Reisegewohnheiten, aber auch der Bau der Kamptal-Stauseen, der zu einem starken Temperaturrückgang des von zahlreichen Badeanstalten gesäumten Kamps führte, entzogen dem Tourismus im Kamptal seine wichtigsten Grundlagen.[3] Seit der Gemeindezusammenlegung 1972 ist Stiefern ein Ortsteil der Großgemeinde Schönberg am Kamp.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Pfarrkirche St. Johannes der Täufer
Die am höchsten Punkt des Ortskerns als Wehrkirche erbaute Pfarrkirche wurde um 1500 erweitert. Aus dieser Zeit stammt das feingliedrige Netzrippengewölbe. Bemerkenswert ist der Hochaltar mit einem Gemälde der Taufe Christi des Kremser Schmidt von 1771.[4]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

BrandschutzBearbeiten

  • Freiwillige Feuerwehr Stiefern

VerkehrBearbeiten

Stiefern liegt an der Kamptalstraße (B34) und an der Kamptalbahn. Die ÖBB betreiben die Haltestelle Stiefern. Zwei Radwanderwege, die Kamp-Thaya-March-Radroute und der Kamptalweg, führen durch Stiefern.

LiteraturBearbeiten

  • Dorferneuerungsverein Stiefern (Hg.): Andere Zeiten. Jubiläumsbuch 1100 Jahre Stiefern., Stiefern 2003.
  • Susanne Hawlik: Sommerfrische im Kamptal. Der Zauber einer Flusslandschaft. Wien-Köln-Weimar 1995, ISBN 978-3205983156.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Historisches Ortslexikon Niederösterreich (Memento des Originals vom 5. November 2010 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.oeaw.ac.at (PDF; 1,2 MB), Teil 2, S. 104.
  2. Franz Eppel: Das Waldviertel. Seine Kunstwerke, historischen Lebens- und Siedlungsformen. 8. Aufl., Salzburg 1984, S. 214, ISBN 390017301X.
  3. Susanne Hawlik: Sommerfrische im Kamptal. Der Zauber einer Flusslandschaft. Wien-Köln-Weimar 1995. ISBN 978-3-205-98315-6.
  4. Franz Eppel: Das Waldviertel. Seine Kunstwerke, historischen Lebens- und Siedlungsformen. 8. Aufl., Salzburg 1984, S. 214, ISBN 390017301X.

WeblinksBearbeiten