Unter Sollkosten versteht man innerhalb der betriebswirtschaftlichen Kostenrechnung diejenigen Kosten, die sich aus der tatsächlichen Beschäftigung (Istbeschäftigung), bewertet mit den im Voraus festgelegten Plankostensätzen, ergeben. Die Formel für eine Berechnung in der starren Plankostenrechnung lautet dann:

mit

: Sollkosten

: Istbeschäftigung

: Plankostensatz

Bedeutung für die AbweichungsanalyseBearbeiten

Die Sollkosten spielen im Rahmen der Analyse von Abweichungen von Ist- und Plankosten eine wichtige Rolle. Eine Differenz zwischen den Istkosten und den Sollkosten ergibt sich lediglich aufgrund von unterschiedlichen Kostensätzen. Die sogenannte Preisabweichung kann so von der durch Unterschiede zwischen Ist- und Planbeschäftigung hervorgerufenen Mengenabweichung getrennt werden.

Bedeutung innerhalb der flexiblen PlankostenrechnungBearbeiten

Die Sollkosten ergeben sich hier als Summe der vom Beschäftigungsgrad unabhängigen fixen Kosten und der durch die Leistungserstellung verursachten variablen Kosten je Kostenstelle. Durch diese Umrechnung der starren Plankosten auf die variable momentane Istbeschäftigung erhält man die angefallenen Sollkosten, die Vorgabecharakter besitzen. Damit wird ein sinnvoller Vergleich der Plankosten mit den Istkosten erreicht, um somit eine Kostenkontrolle durchführen zu können, den sogenannten Soll-Ist-Vergleich.

LiteraturBearbeiten

  • Adolf Gerhard Coenenberg: Kostenrechnung und Kostenanalyse, Landsberg am Lech, Verlag Moderne Industrie, 1992, ISBN 3478393906.
  • Guido A. Scheld: Das interne Rechnungswesen im Industrieunternehmen. Plankostenrechnung. Mit Fragen, Aufgaben, Antworten und Lösungen, Band 3, 2007, ISBN 3932647408.