Der Balkan Cup (dt. Balkan-Pokal) ist eine von der FIS ausgerichtete Rennserie im Skilanglauf.

AllgemeinesBearbeiten

Der Balkan Cup ist eine der derzeit neun Continental-Cup-Serien als Unterbau des Skilanglauf-Weltcups. Start- und punkteberechtigt im Balkan Cup sind Athleten mit FIS-Lizenz aller Nationen; jedoch können nur Athleten aus den Staaten Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Griechenland, Kroatien, Serbien, Türkei, Montenegro, Mazedonien, Rumänien und Moldawien über ihre Platzierungen eine Weltcup-Teilnahme erreichen. Die Punktevergabe für Rennen des Balkan Cups entspricht der bei Weltcuprennen, d. h. die 30 bestplatzierten Athleten eines Rennens erhalten Punkte, beginnend vom Sieger mit 100 Punkten bis zum 30., der noch einen Punkt erhält (siehe FIS-Punktesystem). Ausgetragen werden im Balkan Cup neben der Seniorenklasse auch Rennen im Junioren- und im U23-Bereich.

GeschichteBearbeiten

Die Geschichte des Balkan Cup geht zurück auf die 1970er Jahre, als die Skiverbände gemeinsame Balkan-Skimeisterschaften (Balkan Ski Championships) austrugen. Bereits damals gehörten neben Jugoslawien auch Bulgarien, Griechenland, Rumänien und die Türkei zu den startenden Nationen. Nachdem die Meisterschaften nach 1990 an Bedeutung verloren und die politische Lage auf dem Balkan weitere Austragungen verhinderte, begannen einzelne Staaten Wettbewerbe als Balkan Open Cup auszutragen. Auf dem FIS-Kongress 2002 im slowenischen Portorož begannen zwischen den Verbänden der Balkan-Region und der Türkei Gespräche über die gemeinsame Austragung des Balkan Cup unter der Verantwortung des Internationalen Skiverbandes. Nach einem ersten Gespräch während der Nordischen Skiweltmeisterschaft 2003 entschieden die verantwortlichen Funktionäre Bengt Erik und Peter Petricek für den FIS-Kongress 2004 in Miami den Balkan Cup für einen von neun Continental Cups einzubringen. Dort wurde die Einführung beschlossen, so dass seit dem Winter 2005/06 der Balkan Cup jährlich ausgetragen wird. Nachdem der Cup mehr und mehr zu einem Erfolg wurde und durch ihn die Entwicklung des Skilanglaufs in der Region gefördert wurde, entschied man sich im Winter 2013/14 erstmals nach langem wieder Balkan-Skimeisterschaften im Skilanglauf, Ski Alpin, Snowboard und im Skispringen auszutragen.

Ergebnisse der GesamtwertungBearbeiten

MännerBearbeiten

Saison Erster Zweiter Dritter
2005/06 Bulgarien  Wesselin Zinsow Griechenland  Alexis Gkounko Turkei  Fatih Yuksel
2006/07 Rumänien  Paul Constantin Pepene Turkei  Sabahattin Oğlago Turkei  Izzet Kizilarslan
2007/08 Bulgarien  Wesselin Zinsow Rumänien  Paul Constantin Pepene Turkei  Sabahattin Oğlago
2008/09 Rumänien  Paul Constantin Pepene Rumänien  Petrică Hogiu Turkei  Fatih Yuksel
2009/10 Rumänien  Paul Constantin Pepene Bulgarien  Ivan Burgov Nordmazedonien  Darko Damjanovski
2010/11 Bulgarien  Wesselin Zinsow Bulgarien  Ivan Burgov Bosnien und Herzegowina  Mladen Plakalović
2011/12 Rumänien  Paul Constantin Pepene Bulgarien  Wesselin Zinsow Rumänien  Petrică Hogiu
2012/13 Bulgarien  Wesselin Zinsow Kroatien  Edi Dadić Kroatien  Andrej Burić
2013/14 Bulgarien  Andrej Gridin Kroatien  Edi Dadić Serbien  Milanko Petrović
2014/15 Rumänien  Paul Constantin Pepene Bulgarien  Wesselin Zinsow Rumänien  Petrică Hogiu
2015/16 Bulgarien  Wesselin Zinsow Bosnien und Herzegowina  Mladen Plakalović Serbien  Damir Rastić
2016/17 Bulgarien  Wesselin Zinsow Serbien  Damir Rastić Kroatien  Edi Dadić
2017/18 Bulgarien  Nikolai Wijatschew Bulgarien  Martin Pentschew Bulgarien  Jordan Tschutschuganow
2018/19 Bosnien und Herzegowina  Strahinja Erić Kroatien  Edi Dadić Bosnien und Herzegowina  Stefan Anic

FrauenBearbeiten

Saison Erste Zweite Dritte
2005/06 Bulgarien  Antonija Grigorowa-Burgowa Bulgarien  Ljuboslawa Djulgerowa Griechenland  Katerina Taoula
2006/07 Turkei  Kelime Çetinkaya Rumänien  Monika György Rumänien  Raluca Farkas
2007/08 Turkei  Kelime Çetinkaya Rumänien  Monika György Bulgarien  Antonija Grigorowa-Burgowa
2008/09 Turkei  Kelime Çetinkaya Rumänien  Monika György Rumänien  Ionela Gabriela Leanca
2009/10 Bulgarien  Antonija Grigorowa-Burgowa Bulgarien  Teodora Maltschewa Rumänien  Monika György
2010/11 Bulgarien  Teodora Maltschewa Griechenland  Maria Boumpa Bulgarien  Kamelija Iliewa
2011/12 Bulgarien  Antonija Grigorowa-Burgowa Rumänien  Monika György Rumänien  Katalin Ferencz
2012/13 Bulgarien  Teodora Maltschewa
Kroatien  Vedrana Malec
Bulgarien  Antonija Grigorowa-Burgowa
2013/14 Bulgarien  Antonija Grigorowa-Burgowa
Bulgarien  Teodora Maltschewa
Kroatien  Vedrana Malec
2014/15 Bosnien und Herzegowina  Tanja Karišik Rumänien  Timea Sara Kroatien  Vedrana Malec
2015/16 Kroatien  Vedrana Malec Turkei  Zozan Malkoc Turkei  Ayse Saydam
2016/17 Kroatien  Vedrana Malec Bosnien und Herzegowina  Sanja Kusmuk Griechenland  Maria Ntanou
2017/18 Bulgarien  Nansi Okoro Serbien  Anja Ilic Griechenland  Maria Ntanou
2018/19 Kroatien  Vedrana Malec Bosnien und Herzegowina  Sanja Kusmuk Serbien  Anja Ilic

WeblinksBearbeiten